BERLIN (dpa-AFX) - Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) sollen für Versicherte attraktiver werden. Ab Herbst soll es in der App eine Funktion mit Push-Benachrichtigungen geben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen antwortete. "Dadurch erhalten Versicherte umgehend die Information zu neuen Dokumenten und Inhalten in ihrer ePA und können sich aktiv damit befassen." Ab Jahresende soll für Ärzte außerdem eine Volltextsuche verfügbar sein, was einen großen Mehrwert im Praxisalltag biete.
Rund 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten haben eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen, was man für sich auch ablehnen kann. Seit 1. Oktober 2025 sind Praxen und Kliniken verpflichtet, wichtige Daten wie Befunde oder Laborwerte einzustellen. Die E-Akte kann Patienten ein Leben lang begleiten und soll auch zu besseren Behandlungen beitragen.
Wenige Patienten schauen in eigene E-Akte
Die Push-Funktion werde die Nutzungsmöglichkeiten der App weiter verbessern und somit die aktive Nutzung der ePA fördern, erläuterte das Ministerium. Damit könnten Kassen auch Erinnerungsmöglichkeiten für Versicherte integrieren.
Bisher nutzen Millionen Versicherte ihre E-Akte nicht aktiv für sich selbst, um eigene Daten anzusehen oder auch sensible Inhalte zu sperren. Mit Stand Ende Oktober hatten der Regierungsantwort zufolge 3,89 Millionen Versicherte eine digitale Gesundheits-Identität, die ihnen Zugriff auf ihre ePA ermöglicht. Dabei gilt: Man kann sich einloggen, braucht es aber nicht. Fürs erste Verwenden der App muss man sich einmal identifizieren und freischalten lassen./sam/DP/jha
