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MÄRKTE USA/Fed bewegt Börse kaum - Texas Instrument nährt KI-Optimismus

DJ MÄRKTE USA/Fed bewegt Börse kaum - Texas Instrument nährt KI-Optimismus

DOW JONES--Kaum verändert haben die US-Börsen den Handel am Mittwoch beendet, nachdem die US-Notenbank den Leitzins wie weithin erwartet unverändert belassen hatte. Im Begleitkommentar zum Zinsentscheid verwies die Federal Reserve auf das robuste Wirtschaftswachstum und die stabile Arbeitslosenquote. Während der Pressekonferenz im Anschluss an den Zinsentscheid sagte Fed-Chef Jerome Powell, die Inflation habe sich zwar abgeschwächt, sei aber weiterhin etwas erhöht.

Der Dow-Jones-Index gewann zwölf Punkte auf 49.016. Der S&P-500 schloss ebenfalls kaum verändert. Im frühen Verlauf der Sitzung hatte er erstmals die Marke von 7.000 Punkten überwunden. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent. An der Nyse wurden 1.061 (Dienstag: 1.501) Kursgewinner und 1.714 (1.244) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 54 (98) Titel.

Die positive Stimmung im Technologiesektor wurde gestützt vom Nvidia-Zulieferer SK Hynix aus Südkorea. Der Konzern hat im Schlussquartal 2025 ein Rekordergebnis erzielt. Der weltweite KI-Boom heizt die starke Nachfrage nach Speicherchips weiter an. Dazu gesellten sich auch aus Europa positive Sektorschlagzeilen, denn ASML überzeugte mit Geschäftsausweis und Ausblick.

Zudem befeuerte im Halbleitersegment Texas Instruments die optimistische Stimmung mit einem starken Ausblick - der Kurs stieg um 9,9 Prozent. Anleger sahen daher handfeste Gründe, auf eine Fortdauer des KI-Booms zu setzen. Diese Hoffnung könnte mit den Zahlenausweisen von Meta Platforms, IBM und Microsoft neue Nahrung erhalten, wobei die drei Technologieriesen erst nach der Schlussglocke über den Geschäftsverlauf berichten.

Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen vor allem am langen Ende des Marktes, im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,25 Prozent. Die Erwartungen konzentrierten sich weiterhin auf zwei Zinssenkungen von jeweils 25 Basispunkten vor Jahresende, merkte Analyst Abdelaziz Albogdady von FXEM mit Blick auf die weniger deutlich steigenden Renditen am kurzen Ende des Marktes an.

Derweil machte der US-Dollar nach dem Fed-Entscheid einen Teil seiner jüngsten Verluste wett. Der Dollar-Index stieg um 0,2 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte den aktuellen Dollar-Ausverkauf als "großartig" bezeichnet und damit eine Abkehr von der bisherigen US-Politik eines starken Dollar signalisiert. Der Greenback verbuchte die heftigste Viertagesabwertung, seit Trump die umfangreichen reziproken Zölle im April 2025 verhängt hatte. Auch zuletzt schwache Daten und der drohende neuerliche Regierungsstillstand hatten den Greenback an den Tagen zuvor belastet. "All diese Faktoren trugen zu bereits bestehenden Bedenken bei, die den Dollar nach unten drückten, einschließlich Fragen zur Unabhängigkeit der Fed, der Unsicherheit in der Zollpolitik und der haushaltspolitischen Entwicklung", erläuterte Makrostratege Henry Allen von der Deutschen Bank die Dollar-Schwäche.

Die Hausse im Goldpreis setzte sich fort. Die Feinunze markierte weitere Allzeithochs. Auch in Euro war sie so teuer wie nie. Damit ist das Edelmetall bereits den meisten Jahresprognosen enteilt. Die Deutsche Bank hält nun einen Anstieg auf 6.000 Dollar noch in diesem Jahr für möglich - genauso Nigel Green von DeVere. Während Trump niedrige Zinsen in Aussicht stellt, wird am Markt unter anderem die polnische Notenbank als Käufer ausgemacht.

Die Ölpreise zogen mit wachsenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA an. Trump wiederholte auf Truth Social seine Drohung, eine riesige Armada befinde sich auf dem Weg zum Iran. "Der Transport von US-Militärausrüstung in Richtung Iran hat mindestens 1 bis 1,50 US-Dollar an Georisiko in die Rohöl-Futures gepumpt, während der mangelnde Fortschritt bei einem Waffenstillstand oder Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland weiterhin für eine grundlegende Unterstützung sorgt", urteilte Ritterbusch. Unterstützung erhielten die Preise auch von den Lagerbestandsdaten der staatlichen Energy Information Administration. Demnach haben sich die Ölvorräte der USA in der vergangenen Woche verringert.

Weiter gute Nachrichten aus dem Technologiesektor

Die positiven Schlagzeilen aus der Technologiebranche rissen nicht ab. China hat erstmals Käufe von Nvidias beliebtem KI-Chip H200 genehmigt und mehreren chinesischen Kunden des Unternehmens die entsprechende Autorisierung erteilt, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Der Kurs stieg um 1,6 Prozent. Seagate Technology schnellten um 19,1 Prozent empor, der Laufwerkanbieter hat die Analystenschätzungen im vierten Quartal geschlagen. Der Konzern hofft, auch zukünftig von der Nachfrage durch KI-Datenzentren zu profitieren.

Die Wettbewerbertitel Western Digital zogen um 10,7 Prozent an - Sandisk um 9,6 Prozent, Micron Technology um 6,1 Prozent. F5 stiegen um 8,1 Prozent, die Cloud-Software-Gesellschaft überzeugte mit starken Geschäftszahlen und einem verbesserten Ausblick. Gegen den Trend im Sektor brachen Qorvo um 6,8 Prozent ein - der Hersteller von speziellen Halbleitern verschreckte mit einem schwachen Ausblick.

GE Vernova kletterten um 2,8 Prozent, die Gesellschaft hatte nach soliden Geschäftszahlen den Ausblick für das kommende Jahr angehoben. Das Windsegment schnitt jedoch schwach ab, zudem warnte das Unternehmen vor einem Stopp von Offshore-Windprojekten. AT&T legten um 4,7 Prozent zu, der Telekommunikationskonzern hatte die Markterwartungen in der Schlussperiode 2025 überboten.

Amazon (-0,7%) streicht erneut Stellen. Der Einzelhandelsgigant trennt sich von rund 16.000 Mitarbeitern in der Verwaltung. Im Oktober hatte Amazon bereits den Abbau von 14.000 Stellen angekündigt. Johnson & Johnson (+1,5%) hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für eine Behandlung bestimmter Patienten mit multiplem Myelom erhalten - einer unheilbaren Form von Blutkrebs.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.015,60    +0,0%   12,19     +2,0% 
S&P-500         6.978,03    -0,0%   -0,57     +1,9% 
NASDAQ Comp       23.857,45    +0,2%   40,35     +2,5% 
NASDAQ 100       26.022,79    +0,3%   83,05     +2,7% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1951    -0,8%   1,2042     1,1883  +2,5% 
EUR/JPY          183,24    -0,1%   183,41     183,01  -0,4% 
EUR/CHF          0,9187    +0,2%   0,9170     0,9210  -1,5% 
EUR/GBP          0,8656    -0,5%   0,8697     0,8673  -0,2% 
USD/JPY          153,33    +0,7%   152,30     154,00  -2,8% 
GBP/USD          1,3808    -0,3%   1,3847     1,3701  +2,8% 
USD/CNY          6,9739    +0,1%   6,9638     6,9865  -0,9% 
USD/CNH          6,9429    +0,1%   6,9334     6,9502  -0,5% 
AUS/USD          0,7034    +0,3%   0,7009     0,6928  +5,1% 
Bitcoin/USD       88.873,55    -0,3% 89.151,10   87.394,20  +0,5% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          63,41    62,39   +1,6%      1,02  +8,3% 
Brent/ICE          68,56    67,57   +1,5%      0,99 +10,5% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.394,74   5.176,95   +4,2%     217,79 +19,9% 
Silber           116,91    112,18   +4,2%      4,74 +57,3% 
Platin          2.261,91   2.198,89   +2,9%     63,02 +25,5% 
Kupfer            5,99     5,86   +2,1%      0,12  +2,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 28, 2026 16:12 ET (21:12 GMT)

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2026 startet mit einem Paukenschlag: Der DAX outperformt den US-Markt, Nachzügler holen auf. Ein erstes Signal, dass der Bullenmarkt an Breite gewinnt. Während viele Anleger weiter auf die großen Tech-Namen setzen, hat sich im Hintergrund längst ein Umschwung vollzogen. Der Fokus verschiebt sich weg von überteuerten KI-Highflyern hin zu soliden Qualitätswerten aus der zweiten Reihe.

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