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MÄRKTE ASIEN/Bescheidene Aufschläge an Börsen überwiegen

DJ MÄRKTE ASIEN/Bescheidene Aufschläge an Börsen überwiegen

DOW JONES--Die zuletzt vom Technologiesektor getriebene Rally an den asiatischen Börsen läuft am Donnerstag zumindest als flächendeckendes Phänomen aus. Zwar zeigen sich die meisten Börsen der Region mit Aufschlägen, diese fallen aber mehrheitlich bescheiden aus. Die mit Spannung erwarteten Geschäftsausweise der US-Dickschiffe Meta Platforms, IBM und Microsoft lieferten kein einheitlichliches Bild. Während IBM und vor allem Meta mit einem optimistischen Ausblick die KI-Euphorie am Leben hielten, überzeugte Microsoft die Anleger nicht. Der Software-Konzern sprach von steigenden Kosten im Zusammenhang mit KI. In Asien steigt die Bereitschaft, Gewinne im Technologiesektor gerade nach den jüngsten Hochs mitzunehmen.

Wie schon an der Wall Street setzt die US-Notenbank keine Akzente. Diese bestätigte erwartungsgemäß das Leitzinsniveau und US-Notenbankgouverneur Jerome Powell dämpfte die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen in den USA eher - hielt den Glauben an selbige im Jahresverlauf aber intakt. Gold und Silber ziehen derweil angesichts der Spannungen um den Iran auf Rekordhochs an. Auch für die Ölpreise geht es mit den zunehmenden geopolitischen Risiken erneut aufwärts. Zu den preistreibenden Risiken gehörten mögliche US-Maßnahmen gegen den Iran und die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf die russische Exportinfrastruktur, erläutert Analyst Vikas Dwivedi von Macquarie. "Angriffe auf den Iran, selbst wenn sie weithin angekündigt und choreografiert wären, würden Bedenken hinsichtlich einer Blockade der Straße von Hormus aufwerfen."

In Südkorea zeigt sich der technologielastige Leitindex Kospi äußerst volatil. Nach einem erneuten Allzeithoch kommt der Index zwischenzeitlich deutlich zurück und zieht anschließend wieder an - aktuell steigt der Leitindex um 1,3 Prozent. Denn die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix legten starke Geschäftszahlen und Ausblicke vor. SK Hynix hat im Schlussquartal 2025 ein Rekordergebnis erzielt. Der weltweite Boom im KI-Bereich heizte die starke Nachfrage nach Speicherchips weiter an, was die Gewinne der großen Hersteller in die Höhe trieb. Samsung verdiente im vierten Quartal mehr als gedacht. Die Erträge aus dem Kerngeschäft mit Halbleitern stiegen angesichts der Nachfrage nach fortschrittlichen Chips für den Ausbau der KI-Infrastruktur stark an. SK Hynis klettern um 2,5 Prozent, Samsung fallen durch Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Aufschlägen um 0,8 Prozent.

Der japanische Nikkei-225 steigt um 0,3 Prozent auf 53.506 Punkte und kommt von den Tageshochs zurück. Ein etwas schwächerer Yen stützt die Börse in Tokio tendenziell. Gewinne bei Finanz- und Elektronikwerten gleichen Verluste bei Einzelhandels- und Technologiewerten aus.

Der wenig mit den Börsen im Westen und der Region korrelierende Shanghai-Composite gewinnt 0,1 Prozent, der HSI in Hongkong, der deutlich stärker mit den übrigen Börsen korreliert, gewinnt 0,7 Prozent. Peking dürfte bei seinem BIP-Wachstumsziel für 2026 einen konservativeren Ansatz verfolgen, mutmaßen die HSBC-Volkswirte. Das nationale BIP-Wachstumsziel werde erst auf den jährlichen Legislativtagungen im März bekannt gegeben. Die Lokalregierungen hätten jedoch bereits begonnen, ihre Ziele für 2026 zu verkünden, die niedriger als die letztjährigen Ziele seien oder diesen entsprächen, so die Volkswirte.

In Australien hat der S&P/ASX-200 knapp behauptet geschlossen. Der australische Immobilienmarkt hat im Januar weiter zugelegt und sich von den wachsenden Erwartungen anrollender Zinserhöhungen offenbar unbeeindruckt gezeigt. Laut Nerida Conisbee, Chefökonomin der Ray White Group, sind die Preise im Januar weiter gestiegen, wodurch das jährliche Wachstum bei Häusern auf 12,5 Prozent und bei Wohnungen auf 9,1 Prozent geklettert sei. Höhere Zinserwartungen schienen noch nicht in den Markt eingepreist zu sein, meint sie.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   % YTD    Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)   8.927,50    -0,1%   +2,6%   06:00 
Nikkei-225 (Tokio)   53.505,57    +0,3%   +5,9%   07:00 
Kospi (Seoul)      5.236,71    +1,3%   +24,3%   07:30 
Shanghai-Comp.      4.156,18    +0,1%   +4,3%   08:00 
Hang-Seng (Hongk.)   28.035,24    +0,7%   +5,8%   09:00 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %   00:00 Mi, 08:49  % YTD 
EUR/USD          1,1983     0,2   1,1956   1,1987  +2,5% 
EUR/JPY          183,39    -0,0   183,43   183,05  -0,4% 
EUR/GBP          0,8659    -0,0   0,8663   0,8689  -0,2% 
GBP/USD          1,3839     0,3   1,3804   1,3796  +2,8% 
USD/JPY          153,04    -0,2   153,42   152,71  -2,8% 
USD/KRW         1.425,60    -0,3  1.430,37  1.426,40  -0,5% 
USD/CNY          6,9732    -0,0   6,9749   6,9720  -0,9% 
USD/CNH          6,9437     0,0   6,9436   6,9407  -0,5% 
USD/HKD          7,8020     0,0   7,8015   7,8007  +0,2% 
AUD/USD          0,7089     0,7   0,7039   0,7001  +5,1% 
NZD/USD          0,6089     0,5   0,6059   0,6030  +4,9% 
BTC/USD         88.035,90    -1,4 89.253,25 89.151,10  +0,5% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Schluss   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,11    63,21   +1,4%   +0,90  +8,3% 
Brent/ICE          69,28    68,40   +1,3%   +0,88 +10,5% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           5.556,56  5.415,55   +2,6%  +141,01 +19,9% 
Silber           118,07  116,8165   +1,1%   +1,25 +57,3% 
Platin          2.316,22  2.267,11   +2,2%   +49,11 +25,5% 
Kupfer            6,29    5,93   +6,2%   +0,37  +2,6% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

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January 29, 2026 01:12 ET (06:12 GMT)

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