FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Frankfurter Fahrradmesse Eurobike findet im laufenden Jahr in einem deutlich kleineren Rahmen statt. Im Westen des Frankfurter Messegeländes sollen für die 34. Ausgabe nur drei statt bislang fünf Hallen belegt werden, wie aus einer Mitteilung des Veranstalters Fairnamic hervorgeht. Schon zuvor war angekündigt worden, dass die Messe um einen Tag verkürzt wird. Sie findet nun vom 24. bis zum 27. Juni 2026 statt.
Hintergrund ist ein Streit um die künftige Ausrichtung der größten deutschen Fahrradmesse, die einst in Friedrichshafen gegründet wurde. Nach vier Veranstaltungen in Frankfurt hatten der Zweirad-Industrieverband (ZIV) und die Vereinigung Zukunft Fahrrad die Zusammenarbeit aufgekündigt. Sie kritisierten fehlende Ordermöglichkeiten, hohe Standmieten und mangelnde politische Relevanz der Messe. Die Zahlen der Fachbesucher und des allgemeinen Publikums waren zuletzt rückläufig.
Bosch und ZEG fehlen
Wichtige Hersteller wie Bosch eBike Systems haben die Teilnahme für 2026 abgesagt. Schon 2025 fehlten große internationale Fahrrad- und Komponentenhersteller sowie Europas größtes Händlernetzwerk Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG).
In der Zwischenzeit hat sich die Frankfurter Messegesellschaft stärker in dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Messe Friedrichshafen engagiert. Der neu berufene Fairnamic-Geschäftsführer Philipp Ferger weist auf eine Wiederannäherung mit den Verbänden: "Die Gespräche in Brüssel haben gezeigt, dass es ein gemeinsames Interesse an einer starken, zukunftsfähigen Eurobike gibt. Die Eurobike 2026 ist dabei ein wichtiger Meilenstein, um gemeinsam die Grundlage für ein weiterentwickeltes Messekonzept ab 2027 zu legen."/ceb/DP/jha
