Linz (www.anleihencheck.de) - Ungarn hat bei der Zinssitzung vom 27. Januar 2026 den Leitzins wie erwartet bei 6,5% unverändert belassen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.Rein isoliert auf die Inflation bezogen, könnte die ungarische Notenbank den Leitzins zwar senken, da die Teuerung zuletzt im Jahresvergleich auf 3,3% gefallen sei. Doch während Ende 2025 noch viele Stimmen eine baldige Anpassung auf 6% vorausgesagt hätten, habe Notenbankchef Mihály Varga auf der Pressekonferenz betont, dass der Leitzins stabil bleibe, solange Inflationsrisiken bestünden. Was meine Varga damit, wenn die Statistik doch klar nach unten zeige? Ähnlich wie Tschechien kämpfe Ungarn mit steigenden Dienstleistungspreisen. Es bestehe die Sorge, dass die Inflation aus dieser Ecke wieder anziehe und Werte über 4% erreiche. Erst bei einer stagnierenden Dienstleistungsinflation werde die Notenbank die Zinsen senken. Der vermeintlich hohe Leitzins habe den Forint (HUF) zuletzt attraktiv gemacht und erkläre die Stärke der Währung. Die Oberbank halte in den nächsten Wochen Kurse in EUR/HUF bis 375,00 für möglich. Am wahrscheinlichsten sei eine Range zwischen 375 und 385. (29.01.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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