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MÄRKTE ASIEN/Börsen zwischen Verlusten und China und Südkorea-Aufschlägen

DJ MÄRKTE ASIEN/Börsen zwischen Verlusten und China und Südkorea-Aufschlägen

DOW JONES--Bis auf wenige Ausnahmen zeigen sich die asiatischen Börsen am Freitag im Minus. Auffallend sind die Abgaben in China - Südkorea hält mit steigenden Kursen dagegen. Angeführt werden die Verluste vom Technologiesektor, der sich bereits in den USA mit dem Kurseinbruch von Microsoft schwach gezeigt hatte. Einige lokale Märkte blicken auf einen starken Januar zurück, dies lade zu Gewinnmitnahmen zum Monatsultimo ein, heißt es auch mit Blick auf die chinesischen Börsen.

Für Kaufzurückhaltung sorgen übergeordnet die steigenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Es gebe Erwartungen eines US-Angriffs auf den Iran am Wochenende, mutmaßt IG-Analyst Chris Beauchamp. "Die Anzeichen deuteten darauf hin, dass die USA eine größere und längere Kampagne starten könnten, was unweigerlich die Befürchtung aufkommen lasse, dass Teheran Vergeltung üben werde", fügt der Chefmarktanalyst hinzu.

In Japan hat sich die Inflation etwas abgekühlt, sie bleibt aber im Kern über der Zielmarke der japanischen Notenbank. Die Verbraucherpreise aus dem Großraum Tokio sanken auf den niedrigsten Stand seit rund vier Jahren. Die zugrundeliegende Inflation bleibt aber erhöht, so dass die Daten Erwartungen an geldpolitische Straffungen am Leben halten. Japans Industrieproduktion ist derweil im Dezember den zweiten Monat in Folge gesunken und schließt das Jahr 2025 mit einer schwachen Tendenz ab. Analysten hatten aber mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Die Daten belasten den Yen, der zum Dollar deutlich nachgibt. Der schwache Yen wiederum schiebt die Börse an, der Nikkei-225 steigt um 0,1 Prozent auf 53.431 Punkte. Im Januar hat der japanische Leitindex damit über 5 Prozent zugelegt. Verluste bei einigen Elektronikwerten gleichen Aufschläge bei Pharma- und Energietiteln in etwa aus. Komatsu verlieren nach Drittquartalszahlen in einer ersten Reaktion 1,2 Prozent.

Gegen den Trend steigt der südkoreanische Kospi um 1,1 Prozent, er baut seine Aufschläge damit im Verlauf deutlich aus. Nach zuletzt starken Geschäftszahlen ziehen die Technologieschwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics um 5,8 bzw. 1,7 Prozent an. Der Kospi ist mit Aufschlägen von rund 25 Prozent einer der klaren Gewinner der Region im Januar. Südkorea dürfte im Januar aufgrund reger Halbleiterlieferungen und mehr Arbeitstagen ein starkes Exportwachstum verzeichnen. Die Median-Prognose von neun vom The Wall Street Journal befragten Ökonomen geht von einem Anstieg der Exporte um 30 Prozent im Jahresvergleich aus, nach einem revidierten Plus von 13,3 Prozent im Dezember.

An den chinesischen Börsen streichen Anleger dagegen Gewinne ein. Der HSI in Hongkong hat im Januar über 7 Prozent zugelegt. Shanghai-Composite und HSI büßen 0,6 bzw. 1,8 Prozent ein. In Hongkong belasten vor allem Technologietitel. Der Oberste Gerichtshof von Panama hält die Hafenrechte von CK Hutchison für zwei Destinationen an beiden Enden des Panamakanals für verfassungswidrig. CK Hutchison stürzen in Hongkong um 5,6 Prozent ab. Der australische S&P/ASX-200 hat indes mit einem Abschlag von 0,7 Prozent geschlossen.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   % YTD    Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)   8.863,60    -0,7%   +2,5%   06:00 
Nikkei-225 (Tokio)   53.431,05    +0,1%   +6,0%   07:00 
Kospi (Seoul)      5.277,60    +1,1%   +25,2%   07:30 
Shanghai-Comp.      4.133,14    -0,6%   +4,6%   08:00 
Hang-Seng (Hongk.)   27.494,64    -1,7%   +8,4%   09:00 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %   00:00 Do, 08:29  % YTD 
EUR/USD          1,1927    -0,4   1,1969   1,1983  +1,8% 
EUR/JPY          183,59     0,3   183,13   183,70  -0,4% 
EUR/GBP          0,8670     0,0   0,8667   0,8662  -0,7% 
GBP/USD          1,3757    -0,4   1,3810   1,3834  +2,5% 
USD/JPY          153,93     0,6   153,00   153,30  -2,1% 
USD/KRW         1.437,75     0,6  1.429,86  1.427,39  -0,7% 
USD/CNY          6,9740    -0,1   6,9829   6,9740  -0,7% 
USD/CNH          6,9463     0,0   6,9449   6,9430  -0,5% 
USD/HKD          7,8071     0,0   7,8056   7,8041  +0,2% 
AUD/USD          0,7003    -0,7   0,7049   0,7071  +5,5% 
NZD/USD          0,6047    -0,4   0,6075   0,6076  +5,2% 
BTC/USD         82.874,05    -1,8 84.399,80 88.148,35  +0,7% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Schluss   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,38    65,42   -1,6%   -1,04 +10,0% 
Brent/ICE          69,79    70,71   -1,3%   -0,92 +10,6% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           5.232,48  5.380,15   -2,7%  -147,68 +22,6% 
Silber           112,19  115,6425   -3,0%   -3,45 +63,8% 
Platin          2.123,50  2.205,78   -3,7%   -82,28 +29,3% 
Kupfer            6,03    6,20   -2,8%   -0,17  +3,5% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

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January 30, 2026 00:56 ET (05:56 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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