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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Apple hat im ersten Geschäftsquartal dank boomender iPhone-Verkäufe einen Rekordgewinn verzeichnet. Damit schloss das Unternehmen ein turbulentes Jahr ab, in dem es mit Zöllen und anderen Herausforderungen bei der Einführung neuer KI-Funktionen konfrontiert war. Der iPhone-Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 85,3 Milliarden US-Dollar. Dies verhalf Apple zu einem Rekordumsatz und -gewinn im Quartal, beide Kennziffern übertrafen die Markterwartungen. Besonders stark war der Absatz in China, wo Apple in den vergangenen Jahren durchwachsene Ergebnisse verzeichnet hatte. Die neue Nachfrage nach KI-Servern und -Geräten hat in den zurückliegenden Monaten zu einem starken Preisanstieg bei Materialien geführt, die in Apple-Geräten verwendet werden. Besonders stark waren die Preisanstiege bei Speicherkomponenten, die iPhones schneller machen, und bei Speichermedien. Auch die Chips, die die Geräte antreiben, werden laut Analysten immer teurer. Apple teilte zudem mit, dass es das israelische Startup Q.ai übernommen hat, das über eine Technologie verfügt, die "Flüstersprache" ermöglicht, mit der Menschen leise oder nonverbal mit futuristischen Geräten wie Smartglasses kommunizieren können.

TAGESTHEMA II

Beratern von US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben von informierten Personen mitgeteilt worden, dass der Präsident voraussichtlich Kevin Warsh, einen ehemaligen Insider der Zentralbank, der sich zu einem Kritiker gewandelt hat, zum Vorsitzenden der Federal Reserve ernennen wird. Trumps Wahl von Warsh würde eine monatelange interne Debatte zwischen dem Präsidenten und seinen wichtigsten Beratern darüber beenden, wer die Zentralbank leiten soll. Trump teilte Reportern mit, dass er plane, seine Wahl für den Fed-Vorsitzenden am Freitagmorgen bekannt zu geben.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

12:00 US/Verizon Communications Inc, Ergebnis 4Q

12:15 US/Chevron Corp, Ergebnis 4Q

12:30 US/Exxon Mobil Corp, Ergebnis 4Q

13:00 US/American Express Co, Ergebnis 4Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Erzeugerpreise Dezember 
     PROGNOSE:   +0,3% gg Vm 
     zuvor:    +0,2% gg Vm 
     Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) 
     PROGNOSE:   +0,3% gg Vm 
     zuvor:     0,0% gg Vm 
 
  15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Januar 
     PROGNOSE:   44,0 
     zuvor:    43,5 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX            zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500   6.945,75 -0,7% 
E-Mini-Future Nasdaq-100 25.781,50 -0,8% 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.869,10 -0,7% 
Nikkei-225 (Tokio)    52.885,25 -0,0% 
Hang-Seng (Hongk.)    27.443,37 -1,9% 
Shanghai-Comp.       4.123,56 -0,8% 
Kospi (Seoul)       5.224,36 +0,1% 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Bis auf wenige Ausnahmen zeigen sich die Börsen im Minus. Auffallend sind die Abgaben in China. Angeführt werden die Verluste vom Technologiesektor, der sich bereits in den USA mit dem Kurseinbruch von Microsoft schwach gezeigt hatte. Einige lokale Märkte blicken auf einen starken Januar zurück, dies lade zu Gewinnmitnahmen zum Monatsultimo ein, heißt es auch mit Blick auf die chinesischen Börsen. Für Kaufzurückhaltung sorgen übergeordnet die steigenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Es gebe Erwartungen eines US-Angriffs auf den Iran am Wochenende, mutmaßt IG-Analyst Chris Beauchamp. In Japan hat sich die Inflation etwas abgekühlt, die Industrieproduktion ist derweil im Dezember den zweiten Monat in Folge gesunken. Die Daten belasten den Yen, weil sie Zinserhöhungserwartungen dämpfen. Der schwache Yen wiederum verhindert Abschläge an der Börse. Verluste bei einigen Elektronikwerten gleichen Aufschläge bei Pharma- und Energietiteln in etwa aus. Komatsu verlieren nach Drittquartalszahlen in einer ersten Reaktion 1,2 Prozent. In Südkorea ziehen nach zuletzt starken Geschäftszahlen die Technologieschwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics um 5,8 bzw. 1,7 Prozent an. An den chinesischen Börsen streichen Anleger dagegen Gewinne ein. In Hongkong belasten vor allem Technologietitel. Der Oberste Gerichtshof von Panama hält die Hafenrechte von CK Hutchison für zwei Destinationen an beiden Enden des Panamakanals für verfassungswidrig. CK Hutchison stürzen in Hongkong um 5,6 Prozent ab.

WALL STREET

INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.071,56    +0,1%   55,96     +2,0% 
S&P-500         6.969,01    -0,1%   -9,02     +1,9% 
NASDAQ Comp       23.685,12    -0,7%  -172,33     +2,6% 
NASDAQ 100       25.884,30    -0,5%  -138,49     +3,1% 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,54 Mrd  1,22 Mrd 
Gewinner       1.576    1.086 
Verlierer      1.159    1.674 
Unverändert      107     91 
 

Uneinheitlich - Nachdem die US-Notenbanksitzung am Vortag dem Markt keine Impulse gegeben hatte, rückte die laufende Berichtsperiode wieder in den Vordergrund. Die Geschäftsausweise von Meta Platforms, IBM und Microsoft lieferten aber kein einheitliches Bild. Während IBM (+5%) und vor allem Meta (+10,4%) mit einem optimistischen Ausblick die KI-Euphorie am Leben hielten, überzeugte Microsoft (-10%) die Anleger nicht. Der Software-Konzern sprach von steigenden Kosten im Zusammenhang mit KI und prognostizierte einen schwächeren Umsatzausblick der Azure-Cloud-Sparte als angenommen. Bei Tesla (-3,5%) war der Rückgang des Betriebsergebnisses geringer als vom Markt befürchtet ausgefallen. Dank unerwartet starker Margen wurden die Gewinnerwartungen übertroffen. Zudem will der E-Autohersteller in einer Fabrikationsstätte statt eigener Fahrzeuge nun Optimus-Roboter fertigen, wie CEO Elon Musk mitteilte. Bei Sherwin-Williams (+1,5%) lag der Jahresausblick unter den Schätzungen, das bereinigte Quartalsergebnis darüber. Caterpillar (+3,3%) hatte im vierten Quartal einen Umsatzsprung verzeichnet - der bereinigte Gewinn schlug die Markterwartungen. Der Gewinn von Honeywell International (+4,9%) ist im vierten Quartal belastet durch Rückstellungen gesunken - der Erlös des Industriekonglomerats stieg jedoch aufgrund der andauernden Nachfrage. Lockheed Martin (+4,2%) erlöste in der Schlussperiode 2025 mehr als vorausgesagt. Nach überzeugenden Zweitquartalszahlen sprangen Lam Research um 3,6 Prozent nach oben. Southwest Airlines hoben nach positivem Quartalsausweis um 18,6 Prozent ab.

US-ANLEIHEN

Die Renditen im Zehnjahresbereich gab 2 Basispunkte auf 4,23 Prozent nach. Damit schien der Markt im laufenden Jahr weiter auf Zinssenkungen zu setzen. US-Präsident Donald Trump hat derweil seine Forderung an die US-Notenbank, die Zinsen zu senken, wiederholt.

DEVISEN

DEVISEN          zuletzt    +/- %   00:00 Do, 08:29  % YTD 
EUR/USD          1,1927    -0,4   1,1969   1,1983  +1,8% 
EUR/JPY          183,59     0,3   183,13   183,70  -0,4% 
EUR/GBP          0,8670     0,0   0,8667   0,8662  -0,7% 
GBP/USD          1,3757    -0,4   1,3810   1,3834  +2,5% 
USD/JPY          153,93     0,6   153,00   153,30  -2,1% 
USD/KRW         1.442,05     0,9  1.429,86  1.427,39  -0,7% 
USD/CNY          6,9740    -0,1   6,9829   6,9740  -0,7% 
USD/CNH          6,9463     0,0   6,9449   6,9430  -0,5% 
USD/HKD          7,8071     0,0   7,8056   7,8041  +0,2% 
AUD/USD          0,7003    -0,7   0,7049   0,7071  +5,5% 
NZD/USD          0,6047    -0,4   0,6075   0,6076  +5,2% 
BTC/USD         82.874,05    -1,8 84.399,80 88.148,35  +0,7% 
 

Nach der leichten Erholung am Vortag von allerdings ganz niedrigem Niveau sank der US-Dollar nun wieder leicht - der Dollar-Index büßte 0,1 Prozent ein. Anleger blieben hinsichtlich des Greenback pessimistisch. "Es gibt keine Anzeichen, dass die Märkte schon jetzt bereit sind, den Dollar-Pessimismus abzubauen", meinte ING-Analyst Francesco Pesole. Kommentare von US-Finanzminister Scott Bessent hatten am Mittwoch nach Aussage von Analysten der Deutschen Bank zu einer Stabilisierung des US-Dollar geführt. Bessent hatte sich für eine "Politik eines starken Dollar" ausgesprochen.

Der Yen gerät am Morgen mit niedrigen Inflationsdaten und einer schwachen Industrieproduktion in Japan unter Druck.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE          zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           5.154,31  5.380,15   -4,2%  -225,84 +22,6% 
Silber           107,79  115,6425   -6,8%   -7,85 +63,8% 
Platin          2.055,27  2.205,78   -6,8%  -150,51 +29,3% 
Kupfer            6,03    6,20   -2,8%   -0,17  +3,5% 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Bei Gold und Silber kam es zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Edelmetalle im Verlauf des Donnerstags auf weitere Rekordhochs gesprungen waren angesichts der Spannungen rund um den Iran. Gold verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 5.390 Dollar je Feinunze. Der Silberpreis sank um 0,8 Prozent.

ÖL

ROHÖL          zuletzt VT-Schluss   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,34    65,42   -1,7%   -1,08 +10,0% 
Brent/ICE          69,79    70,71   -1,3%   -0,92 +10,6% 
 

Für die Ölpreise ging es mit den zunehmenden geopolitischen Risiken steil aufwärts - auf die höchsten Stände seit September. Zu den preistreibenden Risiken gehörten mögliche US-Maßnahmen gegen den Iran und die andauernden ukrainischen Angriffe auf die russische Exportinfrastruktur, erläuterte Analyst Vikas Dwivedi von Macquarie. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 3,5 Prozent auf 65,42 Dollar. Brent legte in ähnlichem Umfang zu.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

REGIERUNGSSTILLSTAND USA

Die US-Demokraten haben eine Vereinbarung mit dem Weißen Haus getroffen, um einen längeren Shutdown abzuwenden. Die Abgeordneten des Senats werden versuchen, diesen noch am Freitagabend zu verabschieden. Es ist unklar, wie schnell die Abgeordneten im Repräsentantenhaus über den Gesetzentwurf abstimmen können, da die Regierungsfinanzierung am Samstagmorgen um 0.01 Uhr (Ortszeit) ausläuft. Eine Verfahrensabstimmung über ein Paket von sechs Finanzierungsgesetzen scheiterte am frühen Donnerstagnachmittag mit 45 zu 55 Stimmen. Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, stimmte mit "Nein", um sich selbst die Möglichkeit zu geben, einen Antrag auf Neubetrachtung zu stellen und eine weitere Abstimmung anzusetzen.

INFLATION JAPAN

Kernverbraucherpreise Tokio Jan +2,0% (PROG: +2,2%) gg Vj

Verbraucherpreise Tokio Jan -0,1% gg Vm

Verbraucherpreise Tokio Jan +1,5% gg Vj

KONJUNKTUR JAPAN

Japans Industrieproduktion ist im Dezember den zweiten Monat in Folge gesunken und schließt das Jahr 2025 mit einer schwachen Tendenz ab. Die Industrieproduktion ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent zurück, nachdem sie bereits im November um 2,7 Prozent gesunken war. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang von 0,4 Prozent gerechnet.

PANAMA-KANAL

Der Oberste Gerichtshof von Panama hält die Hafenrechte von CK Hutchison für zwei Destinationen an beiden Enden des Panamakanals für verfassungswidrig. Panamas oberstes Gericht erklärte, dass die CK Hutchison erteilten Lizenzbedingungen für den Betrieb der Häfen Balboa an der Pazifikküste und Cristóbal an der Atlantikseite nicht verfassungskonform seien. Dies ebnet den Weg für den Abzug des Unternehmens aus den Hafenanlagen. Die Entscheidung wurde in Washington und Peking aufmerksam verfolgt, der Fall ist geprägt von der geopolitischen Rivalität zwischen den USA und China.

SANDISK

hat im zweiten Geschäftsquartal einen Sprung bei Gewinn und Umsatz verzeichnet und damit sowohl die Erwartungen der Wall Street als auch die eigene Prognose übertroffen. Die wachsende Verbreitung von künstlicher Intelligenz (KI) trieb die Nachfrage an.

STRYKER

hat im vierten Quartal einen höheren Gewinn verbucht. Angetrieben wurde das Ergebnis durch ein zweistelliges Wachstum bei den Verkäufen von medizinischen und chirurgischen Geräten sowie im Bereich Neurotechnologie.

VISA

meldete für das erste Geschäftsquartal einen Gewinn von 5,85 Milliarden US-Dollar oder 3,03 Dollar je Aktie aus, verglichen mit 5,12 Milliarden Dollar oder 2,58 Dollar je Aktie im Vorjahr. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 3,17 Dollar und damit über den von Analysten laut Factset erwarteten 3,14 Dollar. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 10,90 Milliarden Dollar. Von Factset befragte Analysten hatten einen Umsatz von 10,69 Milliarden Dollar prognostiziert.

WESTERN DIGITAL

hat im jüngsten Quartal dank des Wachstums der Künstlichen Intelligenz (KI) einen höheren Gewinn und Umsatz erzielt. Der Datenspeicher-Hersteller meldete am Donnerstag für das zweite Geschäftsquartal einen Gewinn von 1,84 Milliarden US-Dollar oder 4,73 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser bei 594 Millionen Dollar oder 1,27 Dollar je Aktie gelegen.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 30, 2026 02:05 ET (07:05 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
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