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MÄRKTE USA/Wall Street von Konjunkturoptimismus gestützt

DJ MÄRKTE USA/Wall Street von Konjunkturoptimismus gestützt

DOW JONES--Die Wall Street dreht gestützt von starken Konjunkturdaten am Montag im Verlauf deutlich ins Plus. Die Aktivität in der US-Industrie hat sich laut ISM im Januar beschleunigt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes schoss klar in den Wachstum anzeigenden Bereich nach oben - und ließ die Markterwartungen weit hinter sich. Erstmals seit zwölf Monaten expandierte der wichtige Index. "Von den sechs größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes verzeichneten fünf im Januar ein Wachstum", erläuterte ISM-Präsidentin Susan Spence.

Gegen Mittag US-Ostküstenzeit steigt der Dow-Jones-Index um 1,0 Prozent auf 49.371 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,7 bzw. 0,8 Prozent zu. Ins positive Konjunkturbild fügt sich die Aufwärtsrevision des von S&P Global im Januar ermittelten Einkaufsmanagerindex für die Industrie nahtlos ein. Der nicht beigelegte Haushaltsstreit und die damit verbundene Schließung von Behörden und anderen staatlichen Einrichtungen seit Samstag lässt Aktienanleger kalt.

In den USA herrscht in Sachen Zinspfad unter dem von US-Präsident Donald Trump als Nachfolger für US-Notenbankgouverneur Jerome Powell am Freitag bestellten Kevin Warsh etwas Verunsicherung. Warsh gilt als einer der falkenhafteren unter den als Powell-Nachfolger gehandelten Kandidaten, was Zinssenkungsfantasien dämpft. Daher stehen die Edelmetalle Gold und Silber weiter unter Druck.

Mit den gedämpften Zinssenkungshoffnungen wegen der Fed-Personalie und zusätzlich befeuert durch die starken Wirtschaftsdaten steigen die Renditen am Rentenmarkt. Die Zehnjahresrendite legt um 2 Basispunkte auf 4,26 Prozent zu. Am Devisenmarkt steigt der Dollar wie schon am Freitag mit der Warsh-Personalie weiter, der Dollar-Index erholt sich um weitere 0,6 Prozent - dank sinkender Zinssenkungshoffnungen. Wetten auf eine Dollarschwäche könnten zu weit gegangen sein, urteilt Ökonom Neil Shearing von Capital Economics. "Wir vertreten schon seit einiger Zeit die Ansicht, dass es wichtig ist, die pessimistische Haltung gegenüber dem Dollar nicht zu übertreiben", so der Chefvolkswirt der Gruppe. Die Nominierung von Warsh zum nächsten Fed-Vorsitzenden habe die Befürchtungen eines Angriffs auf die Unabhängigkeit der Fed verringert, urteilt er.

Der Ausverkauf bei Gold und Silber setzt sich fort - begünstigt durch nachlassende Zinssenkungsspekulationen. Die Feinunze Gold ermäßigt sich um 4,6 Prozent. Marktteilnehmer sprechen von andauernden Gewinnmitnahmen. Verschärfend hinzu kämen erhöhte Einschussforderungen der Terminbörsen. Der jüngste Rücksetzer bei Gold sei eine gesunde technische Korrektur nach einer "irrationalen" Rally in den vorangegangenen Tagen, urteilt Analyst Yuxuan Tang von JP Morgan Private Bank.

Auch die Erdölpreise stehen unter Druck. Die Notierungen für Brent und WTI fallen um bis zu 6,7 Prozent. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zerstreuten Angebotssorgen, heißt es. Daneben hatten mehrere Mitglieder der Opec+-Staaten vereinbart, die Fördermengen unverändert zu lassen und nicht zu senken. "Der Rückgang könnte sich ausweiten, da die Deeskalation den Fokus wieder auf die ungünstigen Fundamentaldaten lenkt", urteilt Analyst Nikos Tzabouras von Tradu.

Unter den Einzelwerten legen die Oracle-Aktien um 1,9 Prozent zu. Das Unternehmen will sich in diesem Jahr zwischen 45 und 50 Milliarden US-Dollar besorgen. Mit dem Geld will Oracle ihre Wette auf das Cloud-Computing für KI-Anwendungen finanzieren.

Nvidia geben um 1 Prozent nach. Der Plan des Unternehmens, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, um das Training und den Betrieb neuester KI-Modelle zu unterstützen, liege auf Eis, berichten informierte Personen. Bei Nvidia seien Zweifel an dem Geschäft aufgekommen.

Unter Druck stehen Aktien mit Bitcoin-Bezug, nachdem der Kurs der Kryptowährung über das Wochenende abgesackt ist, mittlerweile aber wieder im Plus notiert. Der Kurs von Strategy fällt um 3,5 Prozent. Das Unternehmen hält die größten Bitcoin-Bestände. Coinbase und Robinhood Markets verbilligen sich um 2,8 bzw. 8,5 Prozent.

Disney (-5,8%) hat im ersten Geschäftsquartal einen Umsatz und Gewinn ausgewiesen, der die Erwartungen der Wall Street übertraf. Gestützt wurde das Ergebnis von der starken Entwicklung des Streaming-Geschäfts. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge beabsichtigt Disney-CEO Bob Iger, noch vor Ablauf seines Vertrags (31. Dezember) zurückzutreten.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.371,08    +1,0%   478,61     +1,7% 
S&P-500         6.986,18    +0,7%   47,15     +1,4% 
NASDAQ Comp       23.649,18    +0,8%   187,36     +0,9% 
NASDAQ 100       25.804,74    +1,0%   252,35     +1,2% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 18:39 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1798    -0,5%   1,1852     1,1797  +0,9% 
EUR/JPY          183,50    -0,3%   184,12     183,51  -0,1% 
EUR/CHF          0,9205    +0,5%   0,9164     0,9205  -1,6% 
EUR/GBP          0,8641    -0,2%   0,8661     0,8641  -0,7% 
USD/JPY          155,53    +0,1%   155,35     155,55  -0,9% 
GBP/USD          1,3654    -0,2%   1,3686     1,3653  +1,6% 
USD/CNY          6,9636    -0,2%   6,9783     6,9636  -0,7% 
USD/CNH          6,9392    -0,3%   6,9602     6,9392  -0,3% 
AUS/USD          0,6957    +0,2%   0,6943     0,6956  +4,1% 
Bitcoin/USD       78.906,05    +2,2% 77.242,95   78.903,20 -12,8% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          61,77    65,21   -5,3%     -3,44 +14,2% 
Brent/ICE          65,96    70,69   -6,7%     -4,73 +16,1% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.669,60   4.895,64   -4,6%    -226,04 +13,2% 
Silber           78,87    85,45   -7,7%     -6,58 +19,8% 
Platin          1.806,18   1.830,04   -1,3%     -23,86  +4,4% 
Kupfer            5,82     5,92   -1,8%     -0,11  +3,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

(END) Dow Jones Newswires

February 02, 2026 12:51 ET (17:51 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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