Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Es ist davon auszugehen, dass die EZB die Leitzinsen bei dieser Ratssitzung erneut unverändert lassen wird, was mit der Entwicklung des Deka-EZB-Kompasses in den vergangenen Monaten in Einklang stehen würde, so die Analysten der DekaBank.Zwar sei die Datengrundlage für den Monat Januar noch dünn. Nach bisherigem Kenntnisstand dürfte der Kompass mit einem leichten Rückgang auf 10,0 Punkte jedoch seine grobe Seitwärtstendenz knapp oberhalb der Nulllinie fortgesetzt haben. Er signalisiere damit nicht nur keinen geldpolitischen Handlungsbedarf, sondern stimme auch in den Details mit den Wahrnehmungen der EZB überein. So bezeichne Chefvolkswirt Lane 2026 als ein Jahr des Übergangs: Die niedrigeren Leitzinsen, wieder gesunkene Energiekosten und fiskalische Stimuli dürften zu einer Belebung des Wirtschaftswachstums führen. Gleichzeitig sollte die Zusammensetzung der Inflation nachhaltiger werden, mit weniger negativen Beiträgen von den Energiepreisen und einer Verlangsamung bei den Löhnen sowie den Dienstleistungspreisen. Passend dazu habe die Konjunktursäule des EZB-Kompasses in den vergangenen Monaten per Saldo zugenommen, während die Inflationssäule wieder einen nach unten gerichteten Verlauf eingeschlagen habe. Daher dürfte Präsidentin Lagarde das derzeitige Leitzinsniveau weiterhin als angemessen bezeichnen, angesichts der großen Unsicherheit des wirtschaftlichen Umfelds aber zugleich grundsätzliche Handlungsbereitschaft in beide Richtungen andeuten. (03.02.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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