Olten (ots) -
Angestellte Schweiz zeigt sich tief besorgt über die angekündigten Entlassungen und die geplante fast vollständige Schliessung des Standorts Olten. Der geplante Stellenabbau darf nicht einseitig erfolgen und die Sozialpartner sind zwingend einzubeziehen.
Angestellte Schweiz nimmt mit grosser Sorge zur Kenntnis, dass die Firma IHI Bernex AG beabsichtigt, 35 von 42 Mitarbeitende zu entlassen und den Schweizer Standort dadurch fast vollständig zu schliessen. Die bisher in Olten getätigten Aufgaben, insbesondere im Bereich Produktion, sollen von Mitarbeitenden am holländischen Standort übernommen werden. Lediglich einige Mitarbeitende der Abteilung Forschung und Entwicklung sowie Servicetechniker*innen verbleiben am Standort Olten.
Die angekündigten Massnahmen werfen grundlegende Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die von der IHI Bernex AG selbst kommunizierten Unternehmenswerte.
Auf der Firmenwebseite bekennt sich das Unternehmen unter dem Titel "Taking responsibility" unter anderem zu Aussagen wie "taking care about our colleagues" oder "we take responsibility for everything we have and have not done".
Der nun geplante Stellenabbau steht dazu in einem offensichtlichen Spannungsverhältnis.
Umso wichtiger ist es, dass der nun geplante Stellenabbau nicht einseitig umgesetzt wird, sondern unter Einbezug der Sozialpartner erfolgt.
"Es ist wichtig, dass die Arbeitnehmervertretung erkennt, dass sie sich durch fachmännische Betreuung durch Experten der Arbeitnehmerverbände entlasten kann und eine professionelle Aussensicht gewinnt. Wir stehen hierfür bereit", bekräftigt Tanja Riepshoff, Rechtsanwältin bei Angestellte Schweiz. Angestellte Schweiz fordert auch die Unternehmensleitung der IHI Bernex AG auf, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.
Dazu gehören insbesondere:
- ein verbindlicher Sozialplan,
- faire und angemessene Abfederungsmassnahmen für die Betroffenen,
- ernsthafte und intensive Bemühungen, den von Kündigung betroffenen Mitarbeitenden in anderen Betrieben der IHI Group, z.B. Ionbond in Olten oder Dulliken, einen vergleichbaren Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen
- professionelle Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung,
- Prüfung von alternativen und innovativen Massnahmen, um Entlassungen abzuwenden
- transparente Information und frühzeitiger Dialog mit den Mitarbeitenden und Arbeitnehmervertreter*innen.
Sozialverträgliche Lösungen sind entscheidend, um die Folgen der Entlassungen zu minimieren und den betroffenen Mitarbeitenden Perspektiven zu eröffnen. Hierzu können auch attraktive Frühpensionierungslösungen für Mitarbeitende gehören, deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der allgemein angespannten Lage in der Tech-Industrie gering sind.
Angestellte Schweiz steht für Gespräche zur Verfügung und erwartet von der IHI Bernex AG, dass der angekündigte Stellenabbau verantwortungsvoll und im Sinne der Mitarbeitenden gestaltet wird.
Pressekontakt:
Tanja Riepshoff, Rechtsanwältin Angestellte Schweiz
tanja.riepshoff@angestellte.ch, +41 44 360 11 54
Tanja Tanneberger, Kommunikation Angestellte Schweiz
tanja.tanneberger@angestellte.ch, +41 44 360 11 21
Original-Content von: Angestellte Schweiz, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100006251/100938252
Angestellte Schweiz zeigt sich tief besorgt über die angekündigten Entlassungen und die geplante fast vollständige Schliessung des Standorts Olten. Der geplante Stellenabbau darf nicht einseitig erfolgen und die Sozialpartner sind zwingend einzubeziehen.
Angestellte Schweiz nimmt mit grosser Sorge zur Kenntnis, dass die Firma IHI Bernex AG beabsichtigt, 35 von 42 Mitarbeitende zu entlassen und den Schweizer Standort dadurch fast vollständig zu schliessen. Die bisher in Olten getätigten Aufgaben, insbesondere im Bereich Produktion, sollen von Mitarbeitenden am holländischen Standort übernommen werden. Lediglich einige Mitarbeitende der Abteilung Forschung und Entwicklung sowie Servicetechniker*innen verbleiben am Standort Olten.
Die angekündigten Massnahmen werfen grundlegende Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die von der IHI Bernex AG selbst kommunizierten Unternehmenswerte.
Auf der Firmenwebseite bekennt sich das Unternehmen unter dem Titel "Taking responsibility" unter anderem zu Aussagen wie "taking care about our colleagues" oder "we take responsibility for everything we have and have not done".
Der nun geplante Stellenabbau steht dazu in einem offensichtlichen Spannungsverhältnis.
Umso wichtiger ist es, dass der nun geplante Stellenabbau nicht einseitig umgesetzt wird, sondern unter Einbezug der Sozialpartner erfolgt.
"Es ist wichtig, dass die Arbeitnehmervertretung erkennt, dass sie sich durch fachmännische Betreuung durch Experten der Arbeitnehmerverbände entlasten kann und eine professionelle Aussensicht gewinnt. Wir stehen hierfür bereit", bekräftigt Tanja Riepshoff, Rechtsanwältin bei Angestellte Schweiz. Angestellte Schweiz fordert auch die Unternehmensleitung der IHI Bernex AG auf, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.
Dazu gehören insbesondere:
- ein verbindlicher Sozialplan,
- faire und angemessene Abfederungsmassnahmen für die Betroffenen,
- ernsthafte und intensive Bemühungen, den von Kündigung betroffenen Mitarbeitenden in anderen Betrieben der IHI Group, z.B. Ionbond in Olten oder Dulliken, einen vergleichbaren Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen
- professionelle Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung,
- Prüfung von alternativen und innovativen Massnahmen, um Entlassungen abzuwenden
- transparente Information und frühzeitiger Dialog mit den Mitarbeitenden und Arbeitnehmervertreter*innen.
Sozialverträgliche Lösungen sind entscheidend, um die Folgen der Entlassungen zu minimieren und den betroffenen Mitarbeitenden Perspektiven zu eröffnen. Hierzu können auch attraktive Frühpensionierungslösungen für Mitarbeitende gehören, deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der allgemein angespannten Lage in der Tech-Industrie gering sind.
Angestellte Schweiz steht für Gespräche zur Verfügung und erwartet von der IHI Bernex AG, dass der angekündigte Stellenabbau verantwortungsvoll und im Sinne der Mitarbeitenden gestaltet wird.
Pressekontakt:
Tanja Riepshoff, Rechtsanwältin Angestellte Schweiz
tanja.riepshoff@angestellte.ch, +41 44 360 11 54
Tanja Tanneberger, Kommunikation Angestellte Schweiz
tanja.tanneberger@angestellte.ch, +41 44 360 11 21
Original-Content von: Angestellte Schweiz, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100006251/100938252
© 2026 news aktuell-CH



