WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Dienstag mit Zuwächsen aus dem Handelstag verabschiedet. Der Leitindex ATX gewann 1,32 Prozent auf 5.733 Punkte. Die wichtigsten Europabörsen hingegen schlossen ohne einheitliche Richtung. Unter den Firmenwerten stach heute nach Zahlen das steirische Technologieunternehmen AT&S nach Zahlen heraus.
"Die Handelsschwankungen nehmen nicht nur an den Rohstoffmärkten wieder etwas ab", beschrieb Marktexperte Andreas Lipkow das internationale Geschehen. "Nun liegt der Fokus zumindest kurzfristig wieder auf der Berichtssaison und den anstehenden Makrodaten." Impulse brachte die EZB-Umfrage zur Vergabe von Firmenkrediten. Im Euroraum wie auch in Österreich hat die Nachfrage nach Firmenkrediten etwas zugenommen. Im weiteren Wochenverlauf dürfte die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag an Bedeutung gewinnen. Auch eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte die Kauflaune der Anleger anregen. In den nächsten Tagen könnte es zu einem Treffen von hochrangigen Vertretern der beiden Konfliktparteien kommen.
Der steirische Halbleiterproduzent AT&S war der Gewinner des Tages. Der Technologiekonzern erfreute die Anleger mit einem um 10 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro erhöhten Umsatz in den ersten neun Monaten 2025/26. Das Betriebsergebnis stieg von minus 1,4 auf plus 34 Millionen Euro an. AT&S beendeten den Handelstag mit einem Plus von 12,02 Prozent auf 46,60 Euro. Damit waren die Steirer die klare Nummer eins im ATX Prime-Segment. Auf Einjahressicht haben AT&S bereits 268 Prozent aufgebaut. Auch führten die AT&S-Papiere das ATX Prime-Segment an.
Das Analysehaus Barclays erwartet von der Erste Group ein starkes viertes Quartal und behält die Einstufung "Overweight" bei. Das Kursziel wurde aber von 106,00 auf 118,00 Euro erhöht. Erste Group wurden zum Tagesschluss mit plus 0,45 Prozent bei 110,80 Euro gehandelt.
Die Experten von Barclays haben auch die heimische Raiffeisen Bank International (RBI) analysiert. Dabei haben sie ihr Kursziel für die Aktien von 36,0 auf 39,0 Euro angehoben. Das Anlagevotum "Equal Weight" wurde beibehalten. Deutsche Bank Research hat zudem ihr Kursziel für die Aktien der RBI von 32,0 auf 35,0 Euro erhöht. Das Anlagevotum "Hold" wurde bestätigt. RBI-Titel gaben im Verlauf etwas nach. Zum Handelsschluss standen sie aber wieder bei plus 1,5 Prozent.
Frequentis wiederum hat bereits am Montag mehr Umsatz und Gewinn für 2025 gemeldet. Der Umsatz stieg von 480 Millionen Euro 2024 auf 580 Millionen Euro, der operative Gewinn (Ebit) von 32 auf 47 Millionen Euro, teilte das Unternehmen unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Mit den Zahlen zufrieden zeigten sich die Analysten der Erste Bank. "Damit hat Frequentis unsere Konsensprognosen teilweise übertroffen", schreiben sie in einem Kommentar. Zufrieden waren auch die Anleger. Frequentis lagen zum Handelsschluss bei einem guten Plus von 2,7 Prozent.
International waren Aktien aus dem Stahlbereich gesucht. Zum Handelsschluss profitierte auch die heimische Voestalpine davon und beendete den Tag mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent.
Insgesamt fanden sich heute wenige ATX Prime-Papiere im roten Bereich. Am härtesten hat es Austriacard Holding mit minus 1,8 Prozent getroffen./moe/spa/APA/nas
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