DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BUNDESHAUSHALT - Die Ausgaben des Bundes sind in den Jahren 2014 bis 2024 sehr viel schneller in die Höhe geschossen als die Einnahmen - und zwar nicht so sehr wegen der teils hohen Inflationsraten, der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs oder mehrerer staatlicher Investitionsoffensiven, sondern vor allem aufgrund gestiegener Sozial- und Zinskosten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), das die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) in Auftrag gegeben hatte und das der Süddeutschen Zeitung vorab vorlag. Trotz der massiven Mehraufwendungen blieb Deutschland demnach in wichtigen Zukunftsbereichen hinter dem EU-Durchschnitt zurück. Das galt etwa für die Investitionen in die Infrastruktur, die Verteidigung und den Umweltschutz. Besonders eklatant war die Lücke laut IW ausgerechnet im Bildungssektor. Hier hinkten Bund, Länder und Gemeinden mit Ausgaben in einer Größenordnung von 4,5 Prozent der Wirtschaftsleistung vor allem den nordischen Ländern (6,2 Prozent) und den Benelux-Staaten (5,5 Prozent) hinterher. Auch Österreich und die Schweiz (5,3 Prozent) lagen vor der Bundesrepublik. (Süddeutsche Zeitung)
EMISSIONSHANDEL - Die EU-Kommission will ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument abschwächen. Das erfuhr das Handelsblatt von hochrangigen EU-Beamten. Konkret geht es um den Europäischen Emissionshandel (ETS). Bisher hatte die Kommission geplant, die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten an Unternehmen von diesem Jahr an stark zu verringern. Von 2034 an sollte die kostenlose Zuteilung für einige Sektoren ganz eingestellt werden. Nun will die Kommission noch länger kostenlose Zertifikate ausgeben. (Handelsblatt)
SPIONAGE - Europäische Sicherheitsbeamte glauben, dass Russland die Kommunikation von mindestens einem Dutzend wichtiger Satelliten über dem Kontinent abgefangen haben könnte. Ihrer Einschätzung nach können die mutmaßlichen Abfangmanöver, über die bisher nicht berichtet wurde, nicht nur sensible Informationen gefährden, die von den Satelliten übertragen werden, sondern Moskau auch die Möglichkeit geben, deren Flugbahnen zu manipulieren oder sie sogar zum Absturz zu bringen. (Financial Times)
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February 04, 2026 00:22 ET (05:22 GMT)
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