Der Silberpreis hat am Freitag vergangener Woche in der Spitze um rund 30% korrigiert. So brutal das wirkt: Nach einem zuvor parabolischen Anstieg ist eine heftige Korrektur nicht ungewöhnlich; im Gegenteil, sie wirkt oft gesund und trendbestätigend. Überhitzung wird abgebaut, der Markt "atmet aus". Unser Gastautor Eckart Keil analysiert die Lage.
Warum ist Silber so heftig eingebrochen?
Fed-Personalie / "Zins-Schock": Die Warsh-Nominierung wurde mit geringerer Zinssenkungsfantasie gleichgesetzt. US-Dollar sprang nach oben: Klassischer Gegenwind für Metalle Gewinnmitnahmen: Nach der Rallye reichte ein Trigger für Verkaufswellen. Margin-Druck: Höhere Sicherheitsleistungen an den Derivatebörsen erzwingen Positionsabbau und beschleunigen Abwärtsbewegungen. Stops/"Algos": Stops werden gerissen, lösen eine Kettenreaktion aus - der Rückgang wird beschleunigt und verselbständigt sich kurzfristig. Verstärkung am Derivatemarkt: Short-Akteure, die lange "falsch" lagen und eindecken mussten, haben die Korrektur zusätzlich für Verkäufe genutzt und damit dynamisiert.Unser Edelmetallindikator ist erstaunlicherweise sogar leicht gestiegen - und dies trotz eines massiven Anstiegs der Edelmetallpreise in den Wochen zuvor. Das ist sehr ungewöhnlich und zeigt: Große, gut informierte Akteure wie die "Commercials", die meist antizyklisch handeln, haben offenkundig nicht mit einer derart ...
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