Genf (ots) -
Nach nun fast vier Jahren Bombardierungen und Beschuss wächst die Anzahl an schwerverletzten Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine. Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist auf die gestiegene Zahl an schlimmen Verletzungen wie Amputationen oder Verbrennungen und an Menschen mit Behinderungen hin sowie auf den enormen Bedarf an Fachkräften und Hilfsmittel. Immer mehr Menschen benötigen Physiotherapie, Prothesen und psychologische Unterstützung.
Hinweis an die Redaktionen:
Interviews mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine werden auf Anfrage organisiert. Behandelte Themen mit verfügbaren Fotos und Videos:
- Sensibilisierung für die Gefahren von Minen und nicht explodierter Munition
- Situation älterer und behinderter Menschen in Frontnähe
- Versorgung von Verletzten und Kranken
- Psychosoziale Betreuung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen
"Das Ausmass der Anfragen nach Reha-Massnahmen von Menschen, die durch Raketen- und Drohnenangriffe oder Landminenexplosionen verletzt wurden, ist deutlich gestiegen. Diese Patienten haben schwere Traumata und Amputationen erlitten", sagt Tatiana, Physiotherapeutin in Dnipro. Die Menschen sind nicht nur körperlich schwer verletzt, sondern leiden auch an Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Physiotherapie und psychologische Unterstützung sind dringend notwendig.
Anstieg von Menschen mit Behinderung
Ein Bericht (https://www.hi-canada.org/sn_uploads/Report-Lives-at-the-intersections-in-EWIPA-settings-FINAL-202511_7-fr.pdf)des Assessment Capacities Project (ACAPS) schätzt, dass rund 300'000 Menschen Kriegsverletzungen erlitten haben, von denen einige zu körperlichen Behinderungen wie Amputationen, Hör- und Sehverlust usw. geführt haben. Vor der russischen Invasion lebten in der Ukraine etwa 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen - eine Zahl, die seitdem aufgrund der vielen Kriegsversehrten stark gestiegen ist. Menschen mit Behinderungen sind überproportional von Gewalt und Tod betroffen und haben Schwierigkeiten, Zugang zu grundlegender Versorgung und Hilfsmassnahmen zu erhalten.
Lidiya ist eine der vielen Verletzten. Ohne Therapie von Handicap International könnte sie ihren Arm nicht mehr bewegen und wäre von täglicher Hilfe abhängig. Eine Streubombe explodierte, als sie in einer langen Schlange auf der Strasse wartete, um ihre monatliche Rente abzuholen. Plötzlich hörte sie ein Geräusch, das wie "tausend zischende Schlangen" klang. Später erfuhr sie, dass es sich dabei um den Klang von Streumunition handelte. Einer der Männer in ihrer Nähe schrie: "Rennt!" "Aber wohin sollten wir laufen? Wir wussten, dass es in der Nähe einen Keller gab, aber wir schafften es nicht rechtzeitig dorthin. Die Druckwelle warf uns alle zu Boden", sagt Lidiya.
Handicap International versorgt in der Ukraine seit 2022 Opfer von Streubomben, Landminen oder Raketen.
- Versorgung von über 5600 Menschen mit Rehabilitations-Massnahmen
- Versorgung von rund 19'000 Menschen mit psychosozialer Unterstützung.
- Aufklärung von über 230'000 Menschen über die Gefahren von Minen und Blindgängern.
Pressekontakt:
Pauline Wilhelm
Handicap International Schweiz
Kommunication und Medien
Avenue de la Paix 11 - 1202 Genf
p.wilhelm@hi.org
078 729 43 30
www.handicap-international.ch
Original-Content von: Handicap International, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100052779/100938284
Nach nun fast vier Jahren Bombardierungen und Beschuss wächst die Anzahl an schwerverletzten Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine. Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist auf die gestiegene Zahl an schlimmen Verletzungen wie Amputationen oder Verbrennungen und an Menschen mit Behinderungen hin sowie auf den enormen Bedarf an Fachkräften und Hilfsmittel. Immer mehr Menschen benötigen Physiotherapie, Prothesen und psychologische Unterstützung.
Hinweis an die Redaktionen:
Interviews mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine werden auf Anfrage organisiert. Behandelte Themen mit verfügbaren Fotos und Videos:
- Sensibilisierung für die Gefahren von Minen und nicht explodierter Munition
- Situation älterer und behinderter Menschen in Frontnähe
- Versorgung von Verletzten und Kranken
- Psychosoziale Betreuung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen
"Das Ausmass der Anfragen nach Reha-Massnahmen von Menschen, die durch Raketen- und Drohnenangriffe oder Landminenexplosionen verletzt wurden, ist deutlich gestiegen. Diese Patienten haben schwere Traumata und Amputationen erlitten", sagt Tatiana, Physiotherapeutin in Dnipro. Die Menschen sind nicht nur körperlich schwer verletzt, sondern leiden auch an Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen. Physiotherapie und psychologische Unterstützung sind dringend notwendig.
Anstieg von Menschen mit Behinderung
Ein Bericht (https://www.hi-canada.org/sn_uploads/Report-Lives-at-the-intersections-in-EWIPA-settings-FINAL-202511_7-fr.pdf)des Assessment Capacities Project (ACAPS) schätzt, dass rund 300'000 Menschen Kriegsverletzungen erlitten haben, von denen einige zu körperlichen Behinderungen wie Amputationen, Hör- und Sehverlust usw. geführt haben. Vor der russischen Invasion lebten in der Ukraine etwa 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen - eine Zahl, die seitdem aufgrund der vielen Kriegsversehrten stark gestiegen ist. Menschen mit Behinderungen sind überproportional von Gewalt und Tod betroffen und haben Schwierigkeiten, Zugang zu grundlegender Versorgung und Hilfsmassnahmen zu erhalten.
Lidiya ist eine der vielen Verletzten. Ohne Therapie von Handicap International könnte sie ihren Arm nicht mehr bewegen und wäre von täglicher Hilfe abhängig. Eine Streubombe explodierte, als sie in einer langen Schlange auf der Strasse wartete, um ihre monatliche Rente abzuholen. Plötzlich hörte sie ein Geräusch, das wie "tausend zischende Schlangen" klang. Später erfuhr sie, dass es sich dabei um den Klang von Streumunition handelte. Einer der Männer in ihrer Nähe schrie: "Rennt!" "Aber wohin sollten wir laufen? Wir wussten, dass es in der Nähe einen Keller gab, aber wir schafften es nicht rechtzeitig dorthin. Die Druckwelle warf uns alle zu Boden", sagt Lidiya.
Handicap International versorgt in der Ukraine seit 2022 Opfer von Streubomben, Landminen oder Raketen.
- Versorgung von über 5600 Menschen mit Rehabilitations-Massnahmen
- Versorgung von rund 19'000 Menschen mit psychosozialer Unterstützung.
- Aufklärung von über 230'000 Menschen über die Gefahren von Minen und Blindgängern.
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Pauline Wilhelm
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