Nach der Rekordrally folgt der Realitätscheck: Gold und Silber geraten heftig unter Druck. Warum der Abverkauf weniger Trendbruch als notwendige Bereinigung ist - und worauf es jetzt ankommt. Der Wochenstart hat für Gold und Silber eine Zäsur markiert: Nach der steilsten Rally ihrer jüngeren Geschichte haben beide Edelmetalle seit Donnerstag (29.1.) deutlich korrigiert. Gold verlor über ein Zehntel, Silber zeitweise über ein Drittel, bevor eine technische Gegenbewegung einsetzte. Angesichts der reifen Marktphase kam diese Korrektur für uns nicht überraschend - wohl aber in ihrer Wucht. Vergleichbare Stressmomente gab es bei Gold nur 1980 nach dem Platzen der Goldblase, 2013 im Zuge des Zinsregimewechsels der Zentralbanken und 2020 in der ersten Liquiditätsphase der Corona-Krise. Bei Silber waren vergleichbare Ausschläge 1980 nach dem Hunt-Brüder-Squeeze sowie 2011, als die CME die Margen für Silber-Futures in kurzer Folge deutlich anhob. Auslöser war diesmal eine ungünstige Verkettung: Die Nominierung von Kevin Warsh zum möglichen neuen Fed-Chef (s. Tickermeldung vom 30.1.) durch Donald Trump wurde von den Märkten als hawkische Überraschung interpretiert: Anfang des Monats hielten noch 44% eine Zinssenkung um einen Schritt und 7% um zwei Schritte bei der nächsten Fed-Sitzung am 18.3. für möglich, inzwischen sind es nur noch 10% für einen ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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