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MÄRKTE USA/Wall Street baut Verluste aus - Alphabet weckt Ängste

DJ MÄRKTE USA/Wall Street baut Verluste aus - Alphabet weckt Ängste

DOW JONES--Die US-Börsen bauen am Donnerstag im Verlauf ihre Verluste aus. Damit knüpft die Wall Street an die Vortagesabgaben an. Denn die Verunsicherung mit Blick auf die Softwarebranche dauert an, der Branchenindex im S&P-500 gibt weitere 0,6 Prozent ab. Eine Erholung vom Absturz des Sektors in den vergangenen Tagen ist weiterhin nicht in Sicht. Auslöser war das KI-Unternehmen Anthropic, das ein Zusatzmodell für seinen Chatbot Claude vorgestellt hatte, das auch juristische Aufgaben übernehmen kann. Am Markt sieht man dadurch das Geschäftsmodell der Anbieter von Software-as-a-Service gefährdet.

Vor diesem Hintergrund wird die Absicht von Alphabet, die Investitionen 2026 zu verdoppeln, kritisch hinterfragt, zumal der Markt von deutlich niedrigeren Ausgaben ausgegangen war. Daher steht der gesamte Technologiesektor unter Druck. "Da sich die Technologie derzeit im Wandel befindet, ist es nicht klar, ob das eine gute oder eine schlechte Sache ist. Alphabet war in den vergangenen sechs Monaten der hellste Stern im Technologiebereich, daher ist dies eine große Sache für die Märkte", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank die Aufregung in Handel.

Gegen Mittag US-Ostküstenzeit büßt der Dow-Jones-Index 0,6 Prozent auf 49.183 Punkte ein, S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Composite verlieren 0,7 bzw. 0,8 Prozent. Nach zuletzt schwachen ADP-Daten sendet der Arbeitsmarkt erneut Zeichen der Schwäche. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind deutlicher als veranschlagt gestiegen und liefern damit Spielraum für mögliche Zinssenkungen. Zudem sank die Zahl der offenen Stellen im Dezember auf das tiefste Niveau seit 2020 - die Kündigungen stiegen auf ein Sechsmonatshoch. Die eigentlich für Freitag geplante Veröffentlichung des offiziellen Arbeitsmarktberichts für Januar ist wegen des Haushaltsstreits auf Mittwoch verschoben worden.

Am Devisenmarkt zieht der Euro zum Dollar zunächst leicht an, kommt dann aber wieder zurück. Europäische Zentralbank (EZB) und Bank of England (BoE) haben ihren jeweiligen Leitzins wie erwartet bestätigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde spielt in ihren Aussagen die jüngste Aufwertung der Gemeinschaftswährung herunter und stützte damit die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich. Allerdings könnte die EZB ihren Leitzins nach Einschätzung von ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski wegen des starken Euro doch noch senken. Der Dollar-Index erholt sich von den Tagestiefs und zeigt sich auf Tagessicht nun 0,2 Prozent fester.

Auch die Notierungen der US-Anleihen zeigen sich fester. Die Zehnjahresrendite verliert mit den schwachen Arbeitsmarktdaten 6 Basispunkte auf 4.21 Prozent. Bei Gold (-2,1%) werden Gewinne mitgenommen - der Markt bleibt äußerst volatil. Erdöl verbilligt sich um rund 2,6 Prozent. Belastet wird Rohöl von den nun doch geplanten Gesprächen zwischen dem Iran und den USA im Oman. Damit sinken Angebotssorgen.

Unternehmensseitig hat die Google-Mutter Alphabet mit den Viertquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Kritisch sehen Anleger aber die Investitionspläne des Unternehmens. Die Aktie fällt daher um 3,1 Prozent. Qualcomm stürzen um 7 Prozent ab. Der Chiphersteller hat zwar im ersten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet, mit der Umsatzprognose für das laufende Quartal jedoch die Konsenserwartung verfehlt.

Arm steigen um 7,2 Prozent. Der Softwarekonzern hat ebenfalls starke Geschäftszahlen vorgelegt. Bei Snap (-7,5%) stören sich Investoren an der unter Konsens liegenden Umsatzprognose für das laufende Quartal. Der Gewinn des Ölkonzerns Conocophillips ist im vierten Quartal aufgrund niedrigerer Preise gesunken, was durch eine höhere Produktion nur geringfügig ausgeglichen wurde. Die Aktie verliert 3,2 Prozent.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.182,72    -0,6%  -318,58     +3,0% 
S&P-500         6.833,83    -0,7%   -48,89     +0,5% 
NASDAQ Comp       22.722,04    -0,8%  -182,54     -1,5% 
NASDAQ 100       24.729,34    -0,7%  -161,90     -1,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:59 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1803    -0,0%   1,1807     1,1802  +0,5% 
EUR/JPY          185,13    -0,0%   185,18     184,85  +0,5% 
EUR/CHF          0,9169    -0,0%   0,9171     0,9168  -1,4% 
EUR/GBP          0,8708    +0,7%   0,8648     0,8642  -0,9% 
USD/JPY          156,85    +0,0%   156,83     156,62  +0,0% 
GBP/USD          1,3554    -0,7%   1,3652     1,3657  +1,3% 
USD/CNY          6,9529    -0,1%   6,9590     6,9593  -1,0% 
USD/CNH          6,9342    -0,1%   6,9416     6,9416  -0,6% 
AUS/USD          0,6971    -0,4%   0,6998     0,6993  +4,9% 
Bitcoin/USD       66.668,60    -7,9% 72.362,70   73.455,85 -18,6% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          63,45    65,14   -2,6%     -1,69 +11,8% 
Brent/ICE          67,65    69,46   -2,6%     -1,81 +12,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.861,14   4.964,20   -2,1%    -103,07 +14,9% 
Silber           76,28    88,37   -13,7%     -12,10 +23,7% 
Platin          1.755,93   1.896,97   -7,4%    -141,04  +8,2% 
Kupfer            5,81     5,85   -0,7%     -0,04  +2,4% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/sha

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February 05, 2026 12:44 ET (17:44 GMT)

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