DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
EZB lässt Leitzins bei 2,00 Prozent
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet nicht weiter gelockert. Wie sie am Nachmittag mitteilte, bleibt der Bankeinlagensatz bei 2,00 Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten diese Entscheidung erwartet. Die EZB hatte ihren Leitzins zwischen Juni 2024 und Juni 2025 acht Mal gesenkt, ihn seither aber unverändert gelassen. "Die aktuelle Einschätzung bestätigt, dass sich die Inflation beim mittelfristigen Ziel von 2 Prozent stabilisieren dürfte", heißt es in der Einleitung des geldpolitischen Statements.
Lagarde: EZB-Rat hat Euro-Wechselkurs diskutiert
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat nach Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Aufwertung des Euro diskutiert. "Wir haben kein Wechselkursziel, aber der Wechselkurs ist wichtig für den Ausblick für Wachstum und Inflation", sagte sie in der Pressekonferenz nach der jüngsten EZB-Ratssitzung. "Wir beobachtenden den Wechselkurs immer genau", fügte sie hinzu. Der EZB-Rat hatte in seinem geldpolitischen Statement den stärkeren Euro als weitere externe Herausforderung erwähnt. Lagarde zufolge kam das Gremium zu der Einschätzung, dass sich der US-Dollar zuletzt im Rahmen seines Durchschnittswerts bewegt habe. Die seit dem vergangenen Jahr beobachtete Entwicklung sei Teil des EZB-Basisszenarios.
Lagarde: Starker Euro trägt zu externen Herausforderungen bei
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) verschärft seine Wechselkursrhetorik leicht. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte bei der Verlesung des geldpolitischen Statements, der stärkere Euro trage zu den externen Herausforderungen für das Wachstum bei. Im Dezember hatte das Gremium den starken Euro erst bei der Aufzählung der Risiken aufgeführt, die zu einem unerwartet starken Inflationsrückgang führen könnten. Diese Einschätzung bekräftigte es nun.
EZB hält still - Zinsen dürften kurzfristig stabil bleiben
Trotz eines schwierigen globalen Umfelds gewinne die Wirtschaft der Eurozone an Dynamik, wie die Daten zum BIP-Wachstum nahelegten, meint Ulrike Kastens von der DSW nach der weithin erwarteten Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die Zinsen unverändert zu lassen. Gleichzeitig hätten sich die Inflationsrisiken abgeschwächt und auch die Kerninflation sei zuletzt weiter zurückgegangen, so die Chefvolkswirtin. Zudem dürfte sich das Lohnwachstum weiter verlangsamen, was bei den Dienstleistungspreisen für eine gewisse Entlastung sorgen sollte, sagt sie.
EZB-Botschaft lautet keine Veränderung
Keine Veränderungen der Leitzinsen, keine Veränderung in der Kommunikation - dies war die Botschaft der EZB. Diese Politik der ruhigen Hand kann laut Ulrike Kastens, Senior Economist bei der DWS, auch in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Trotz globaler Herausforderungen scheine sich die Wirtschaft in der Eurozone zu beleben, wie auch die Daten zum BIP-Wachstum zeigten. Gleichzeitig hätten die Inflationsrisiken abgenommen. Zudem dürfte sich das Lohnwachstum weiter verlangsamen und damit für eine gewisse Entlastung bei den Dienstleistungspreisen sorgen. Vor diesem Hintergrund sei die EZB weiterhin gut positioniert.
Lagarde: EZB-Rat erfreut über Rückgang der Kerninflation
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nach den Worten von EZB-Präsidentin Christine Lagarde nicht beunruhigt über den jüngsten Rückgang der Kerninflation. In der Pressekonferenz nach der jüngsten Ratssitzung sagte sie, deren Entwicklung entspreche den Erwartungen der EZB. Der EZB-Rat sei erfreut über diesen Rückgang, da er dazu beitragen dürfte, das Inflationsziel der EZB zu erreichen.
Lagarde: EZB ist gut positioniert
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sieht sich nach Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde mit ihrer aktuellen geldpolitischen Ausrichtung weiterhin gut positioniert. "Wir sind an einem guten Platz, die Inflation ist in einem guten Platz", sagte sie in der Pressekonferenz nach der jüngsten Ratssitzung. Lagarde zufolge ist der Rat der Ansicht, dass die Risiken für den Ausblick "mehr oder weniger ausgewogen" sind, wobei sich die Spanne der Risiken nicht verkleinert habe.
Lagarde: EZB-Rat erfreut über Rückgang der Kerninflation
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nach den Worten von EZB-Präsidentin Christine Lagarde nicht beunruhigt über den jüngsten Rückgang der Kerninflation. In der Pressekonferenz nach der jüngsten Ratssitzung sagte sie, deren Entwicklung entspreche den Erwartungen der EZB. Der EZB-Rat sei erfreut über diesen Rückgang, da er dazu beitragen dürfte, das Inflationsziel der EZB zu erreichen.
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe kräftig gestiegen
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 31. Januar deutlich zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 22.000 auf 231.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 212.000 vorhergesagt.
Zahl offener US-Stellen sinkt im Dezember
Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im Dezember gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium im Rahmen seines Job Openings and Labor Turnover Summary (Jolts) mitteilte, gab es 6,54 (November: 6,93) Millionen offene Stellen. Die Zahl der freiwilligen Kündigungen stieg auf 3,20 (3,19) Millionen und die Zahl der Entlassungen auf 1,76 (1,70) Millionen.
Kanada verschärft Abgasnormen und schafft Quote für Elektroautos ab
Kanada verabschiedet sich von einer verbindlichen Verkaufsquote für Elektrofahrzeuge und ersetzt diese durch strengere Abgasnormen für Automobile. Politiker gehen davon aus, dass dies zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen führen wird, die dem Anteil von 75 Prozent Elektrofahrzeugen an allen Autoverkäufen im Jahr 2035 entspricht. Der Schritt ist Teil der überarbeiteten Automobilstrategie der Regierung, um die kanadische Autoindustrie unabhängiger von den USA und benzinbetriebenen Fahrzeugen zu machen. Kanada soll zu einem weltweit führenden Standort für die Produktion von Elektrofahrzeugen werden.
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February 05, 2026 13:00 ET (18:00 GMT)
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