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MÄRKTE USA/Wall Street-Schwäche hält an - Alphabet weckt Ängste

DJ MÄRKTE USA/Wall Street-Schwäche hält an - Alphabet weckt Ängste

DOW JONES--Die US-Börsen haben am Donnerstag an die Vortagesabgaben angeknüpft. Denn die Verunsicherung mit Blick auf die Softwarebranche dauert an, der Branchenindex im S&P-500 gab weitere 1,7 Prozent ab. Eine Erholung vom Absturz des Sektors in den vergangenen Tagen war nicht in Sicht. Auslöser war das KI-Unternehmen Anthropic, das ein Zusatzmodell für seinen Chatbot Claude vorgestellt hatte, das auch juristische Aufgaben übernehmen kann. Am Markt sah man dadurch das Geschäftsmodell der Anbieter von Software-as-a-Service gefährdet.

Vor diesem Hintergrund wurde die Absicht von Alphabet, die Investitionen 2026 zu verdoppeln, kritisch hinterfragt, zumal der Markt von deutlich niedrigeren Ausgaben ausgegangen war. Daher stand der gesamte Technologiesektor unter Druck. "Da sich die Technologie derzeit im Wandel befindet, ist es nicht klar, ob das eine gute oder eine schlechte Sache ist. Alphabet war in den vergangenen sechs Monaten der hellste Stern im Technologiebereich, daher ist dies eine große Sache für die Märkte", erläuterte Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank die Aufregung in Handel.

Der Dow-Jones-Index büßte 1,2 Prozent auf 48.909 Punkte ein, S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-Composite verloren 1,2 bzw. 1,6 Prozent. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 887 (Mittwoch: 1.593) angegeben, die der -verlierer mit 1.881 (1.144). Unverändert schlossen 53 (75) Titel. Nach zuletzt schwachen ADP-Daten sendete der Arbeitsmarkt erneut Zeichen der Schwäche. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren deutlicher als veranschlagt gestiegen und lieferten damit Spielraum für mögliche Zinssenkungen. Zudem sank die Zahl der offenen Stellen im Dezember auf das tiefste Niveau seit 2020 - die Kündigungen stiegen auf ein Sechsmonatshoch. Die eigentlich für Freitag geplante Veröffentlichung des offiziellen Arbeitsmarktberichts für Januar war wegen des Haushaltsstreits auf Mittwoch verschoben worden.

Am Devisenmarkt zog der Euro zum Dollar zunächst leicht an, kam dann aber wieder zurück. Europäische Zentralbank (EZB) und Bank of England (BoE) hatten ihren jeweiligen Leitzins wie erwartet bestätigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde spielte in ihren Aussagen die jüngste Aufwertung der Gemeinschaftswährung zwar herunter und stützte damit die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich. Allerdings könnte die EZB ihren Leitzins nach Einschätzung von ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski wegen des starken Euro doch noch senken. Der Dollar-Index erholte sich von den Tagestiefs und zeigte sich auf Tagessicht zuletzt 0,3 Prozent fester. Gestützt wurde der Greenback auch von Aussagen von Atlanta-Fed-Präsident Raphael Bostic. Er zeigte sich überzeugt, die meisten Fed-Vertreter schienen entschlossen, die Leitzinsen in naher Zukunft stabil zu halten.

Die Notierungen der US-Anleihen zeigten sich fester. Die Zehnjahresrendite verlor mit den schwachen Arbeitsmarktdaten 8 Basispunkte auf 4,20 Prozent. Bei Gold (-2,8%) wurden Gewinne mitgenommen - der Markt blieb äußerst volatil. Erdöl verbilligte sich um rund 2,9 Prozent. Belastet wurde Rohöl von den nun doch geplanten Gesprächen zwischen dem Iran und den USA am Freitag im Oman. Damit sanken Angebotssorgen.

Unternehmensseitig hatte die Google-Mutter Alphabet mit den Viertquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Kritisch sahen Anleger aber die Investitionspläne des Unternehmens. Die Aktie fiel daher um 0,5 Prozent. Qualcomm stürzten um 8,5 Prozent ab. Der Chiphersteller hatte zwar im ersten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet, mit der Umsatzprognose für das laufende Quartal jedoch die Konsenserwartung verfehlt. Nvidia (-1,4%) hatte Vertreter der US-Regierung gewarnt, dass die kürzlich veröffentlichten Vorschriften für Chip-Exporte nach China zu streng seien und zu Lasten der Nachfrage gehen könnten.

Arm stiegen um 5,7 Prozent. Der Softwarekonzern hatte ebenfalls starke Geschäftszahlen vorgelegt. Bei Snap (-13,5%) störten sich Investoren an der Umsatzprognose für das laufende Quartal unter Marktschätzungen. Der Gewinn des Ölkonzerns Conocophillips war im vierten Quartal aufgrund niedrigerer Preise gesunken, was durch eine höhere Produktion nur geringfügig ausgeglichen wurde. Die Kurs verlor 2,4 Prozent.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          48.908,72    -1,2%  -592,58     +3,0% 
S&P-500         6.798,40    -1,2%   -84,32     +0,5% 
NASDAQ Comp       22.540,59    -1,6%  -363,99     -1,5% 
NASDAQ 100       24.548,69    -1,4%  -342,55     -1,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:59 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1780    -0,2%   1,1807     1,1802  +0,5% 
EUR/JPY          184,98    -0,1%   185,18     184,85  +0,5% 
EUR/CHF          0,9165    -0,1%   0,9171     0,9168  -1,4% 
EUR/GBP          0,8702    +0,6%   0,8648     0,8642  -0,9% 
USD/JPY          157,04    +0,1%   156,83     156,62  +0,0% 
GBP/USD          1,3538    -0,8%   1,3652     1,3657  +1,3% 
USD/CNY          6,9581    -0,0%   6,9590     6,9593  -1,0% 
USD/CNH          6,9399    -0,0%   6,9416     6,9416  -0,6% 
AUS/USD          0,6944    -0,8%   0,6998     0,6993  +4,9% 
Bitcoin/USD       64.350,35    -11,1% 72.362,70   73.455,85 -18,6% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          63,24    65,14   -2,9%     -1,90 +11,8% 
Brent/ICE          67,49    69,46   -2,8%     -1,97 +12,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.823,07   4.964,20   -2,8%    -141,13 +14,9% 
Silber           74,07    88,37   -16,2%     -14,31 +23,7% 
Platin          1.707,39   1.896,97   -10,0%    -189,58  +8,2% 
Kupfer            5,75     5,85   -1,8%     -0,11  +2,4% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 05, 2026 16:14 ET (21:14 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
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