DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
VOLKSWAGEN - Volkswagen muss auf einem wichtigen Vorstandsposten weiter mit einer Übergangslösung leben. Nach Informationen des Handelsblatts galt Oliver Burkhard, Chef des Marineschiffbauers TKMS, als Favorit für den Posten des Personalchefs. TKMS dementierte jedoch einen möglichen Wechsel Burkhards. Seit dem Abgang von Gunnar Kilian im Sommer wird das Ressort kommissarisch von Markenchef Thomas Schäfer und Pkw-Personalchef Arne Meiswinkel geführt. Bei VW hieß es, der Auswahlprozess laufe weiter. (Handelsblatt)
AUDI - Die Überlegungen von Porsche-Chef Michael Leiters, die Plattform für den Elektrosportwagen 718 einzustellen, sorgen für Probleme bei Audi. Sollte die Entwicklung eingestellt werden, verliert Audi-Chef Gernot Döllner die technische Basis für das kürzlich vorgestellte Concept C. Das Modell soll eigentlich der Neustart der angeschlagenen Marke werden. Der Zweisitzer bricht mit der bisherigen Designsprache der Ingolstädter und hebt sich auch technologisch von den aktuellen Elektromodellen ab. (Handelsblatt)
MERCEDES - Die US-Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) erneuert ihre Vorwürfe gegen Mercedes-Benz. In einem aktuellen Report, der dem Handelsblatt vorliegt, wirft sie dem Autobauer etwa vor, Vergeltungsmaßnahmen gegen Arbeitnehmer wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten verhängt zu haben. Dies sei ein Verstoß gegen Grundsätze des Konzerns und teils auch US-Arbeitnehmerrechte. Hintergrund ist eine gescheiterte Gewerkschaftswahl im US-Werk von Mercedes 2024. Der Konzern wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe. (Handelsblatt)
PLAYMOBIL - Das Unternehmen gibt die Produktion seiner Spielfiguren in Deutschland auf. In Dietenhofen in Bayern sollen spätestens bis Ende Juni 2026 keine Playmobil-Artikel mehr vom Band gehen. Das hat jetzt die Horst Brandstätter Group (HBG) verkündet, die Unternehmensgruppe hinter Playmobil. 350 Beschäftigte bangen nun um ihre Arbeitsplätze. Die Produktion der Pflanzengefäße der Marke Lechuza soll weiterhin in Dietenhofen stattfinden. An den Standorten der Logistik in Herrieden und der Verwaltung in Zirndorf seien vorerst keine Veränderungen geplant, heißt es. (FAZ)
DEUTSCHE BAHN - Bahn-Chefin Evelyn Palla will den Schutz der Mitarbeiter im Bahnverkehr verbessern und hat einen Sicherheitsgipfel angekündigt, bei dem sie alle Entscheidungsträger möglichst bald an einen Tisch bringen will. Damit reagierte sie auf den Tod eines Zugbegleiters am Mittwoch, den ein Fahrgast bei einer Fahrscheinkontrolle attackiert hatte. Teilnehmen sollen an dem Gipfel die Länder und deren Aufgabenträger, die den Nahverkehr auf der Schiene bestellen. Außerdem sind Vertreter der Gewerkschaften, der Bundespolizei, der Bahnbranche sowie aus der Politik eingeladen. (Süddeutsche Zeitung)
SAL OPPENHEIM - Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein versuchte 2009 offenbar, die traditionsreiche Kölner Privatbank Sal. Oppenheim zu übernehmen. Die Bank war nach riskanten Geschäften in Schwierigkeiten geraten, und Epstein sah darin anscheinend eine Chance, seine Finanzgeschäfte außerhalb des Zugriffs der US-Behörden abzuwickeln. Laut den jetzt veröffentlichten Epstein Files, die WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung gemeinsam auswerten, ging es ihm nicht nur um ein lukratives Investment: Er wollte nach eigener Aussage andere Kunden abschirmen von den US-Behörden wie eine "Chinese Wall". Die Initiative scheiterte: Die Deutsche Bank übernahm Sal. Oppenheim im Oktober 2009 für 1,3 Milliarden Euro. (Süddeutsche Zeitung)
RHEINMETALL - Der Kursrutsch von Rheinmetall nach einem sogenannten Pre-Close-Call mit Analysten hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) alarmiert. Die Rheinmetall-Aktie hat am Donnerstag mit einem Abschlag von in der Spitze mehr als 9 Prozent die Kursgewinne seit Jahresbeginn so gut wie ausradiert. Ursache der Verkaufswelle waren nach Angaben von Händlern skeptischere Aussagen in einem Analystengespräch vor Beginn der "Quiet Period" vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen, in dem der Rüstungskonzern am Mittwochabend auf die anstehende Jahresbilanz und die Aussichten für 2026 eingestimmt hat. Die Aufsicht nehme auffällige Kursbewegungen routinemäßig zum Anlass, "um zu prüfen, ob es Anhaltspunkte für Marktmissbrauch gibt", sagte ein Bafin-Sprecher. (Börsen-Zeitung)
BBVA - Spaniens zweitgrößte Bank ist von der guten Entwicklung ihrer Digitalbank in Deutschland, die letzten Sommer an den Start ging, selbst überrascht was Kunden und Einlagen betrifft. "Es ist besser gelaufen als wir erwartet hatten und besser als in Italien nach sechs Monaten", sagte der CEO der spanischen Großbank, Onur Genc, auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag. Genaue Zahlen zum Deutschlandgeschäft will BBVA erst im Juni nennen, wenn das erste komplette Jahr rum ist. Doch von den 12,2 Milliarden Euro an Einlagen der beiden Digitaltöchter Ende 2025 entfielen "fast 40% auf Deutschland", verriet Genc. Das entspräche rund 4,9 Milliarden Euro in sechs Monaten. BBVA lockt in Deutschland mit Girokonten ohne Gebühren und Zinsen von 3 Prozent auf die Einlagen. Pläne für einen Eintritt in andere Märkte mit der Digitalbank gäbe es derzeit nicht, versicherte der CEO. (Börsen-Zeitung)
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February 06, 2026 00:36 ET (05:36 GMT)
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