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MÄRKTE USA/Ausgabenfreudige Verbraucher hieven Dow auf Allzeithoch

DJ MÄRKTE USA/Ausgabenfreudige Verbraucher hieven Dow auf Allzeithoch

DOW JONES--Nach einer dreitägigen Talfahrt startet die Wall Street mit einer Rally und Rekordständen am Freitag durch. Ausgabefreudige US-Verbraucher sorgen auch für Kauflaune unter Investoren. Die Verbraucherstimmung der Universität Michigan ist überraschend gestiegen, Volkswirte hatten mit einer Eintrübung gerechnet. Das Konsumklima bewegt sich damit auf dem höchsten Niveau seit August 2025. Nach zuletzt schwachen Arbeitsmarktdaten mindert die Verbraucherstimmung Sorgen über das US-Wachstum. Die eigentlich vorgesehene Bekanntgabe des offiziellen Arbeitsmarktberichts für Januar wurde wegen des Haushaltsstreits auf Mittwoch verschoben. Gegen Mittag US-Ostküstenzeit steigt der Dow-Jones-Index um 2,1 Prozent auf 49.954 Punkte und markiert Allzeithochs. S&P-500 und Nasdaq-Composite klettern um 1,7 bzw. 2,0 Prozent.

"Obwohl wir heute höher stehen, wachsen die Befürchtungen (...). Wir würden eine Korrektur zwischen jetzt und Mitte März nicht ausschließen (...). Die Stimmung bleibt optimistisch (...). Aber wenn AMD über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen meldet und die Aktie um 15 Prozent fällt, stimmt etwas nicht", sagt Rentenstratege Andrew Brenner von NatAlliance Securities. Verunsicherung wegen neuer KI-Anwendungen mit Blick auf die Zukunft der Softwarebranche hatte in den vergangenen Tagen zu einem regelrechten Ausverkauf bei Branchenaktien geführt. Die Sorgen im KI-Bereich sind aber keineswegs verflogen, wie das jüngste Beispiel Amazon zeigt.

Denn die ehrgeizigen Investitionspläne großer Technologieunternehmen werden von Anlegern in zunehmendem Maße kritisch gesehen. Wie schon Alphabet hat nun auch Amazon angekündigt, die KI-Investitionen kräftig hochzufahren. Der E-Commerce-Riese will dieses Jahr 200 Milliarden Dollar in KI investieren, eine Steigerung um 56 Prozent. Hinzu kommt, dass die Geschäftszahlen zum vierten Quartal nicht in allen Punkten überzeugen. Der Kurs stürzt daher um über 6 Prozent ab - hatte aber schon deutlicher im Minus gelegen.

Am Rentenmarkt drehen die Notierungen mit den starken Konsumdaten ins Minus - die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt um 1 Basispunkt auf 4,21 Prozent. Zudem senkt Fed-Gouverneur Philip Jefferson Zinssenkungsspekulationen. Er signalisiert, dass er wenig Dringlichkeit für die Fed sieht, die Zinssenkungen wieder aufzunehmen. Der Dollar neigt trotz der starken Daten zur Schwäche, der Dollar-Index gibt 0,2 Prozent nach. Entscheidend für den nachgebenden Greenback dürften die Inflationserwartungen der Konsumenten sein, die sich auf Sicht von zwölf Monaten im Vergleich zum Vormonat verringert haben.

Bitcoin erholt sich leicht vom jüngsten Einbruch. Devisenhändler erklären den jüngsten Wertverlust der Kryptowährung mit der verringerten Risikoneigung der Anleger. Innerhalb eines Monats hat Bitcoin etwa ein Drittel an Wert eingebüßt. Bei Gold steigen Anleger auf dem tieferen Niveau wieder ein - der Preis steigt um 4 Prozent.

Die Ölpreise zeigen sich volatil und drehen nun wieder ins Plus. Die Notierungen für Brent und WTI verteuern sich um bis zu 1,6 Prozent. Der Markt fokussiert sich ganz auf die Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die aber bislang keine Ergebnisse geliefert haben. Nach einer ersten Verhandlungsrunde im Oman halten sich beide Seiten weitere Gespräche offen. Die Angebotssorgen kochten damit wieder hoch, heißt es.

Am Aktienmarkt drehen Philip Morris 1,3 Prozent ins Plus. Der Tabakkonzern hat im vierten Quartal 2025 einen höheren Gewinn verzeichnet und prognostiziert für die kommenden Jahre weiteres Wachstum. News Corp (-5,5%) übertraf mit ihren Umsätzen die Erwartungen. Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank aber um 21 Prozent, im Vorjahreszeitraum waren Gewinne aus einem Verkauf von Vermögenswerten enthalten.

Eine faustdicke Überraschung liefert Stellantis, die Aktien brachen um rund 24,3 Prozent ein. Der Jeep-Hersteller wird im Rahmen einer Abkehr von Elektrofahrzeugen nun Belastungen von rund 22,2 Milliarden Euro verbuchen. Die Titel des US-Telemedizinanbieters Hims & Hers Health fallen um 2,6 Prozent. Novo Nordisk und die US-Gesundheitsbehörde FDA wollen gegen das Unternehmen vorgehen, weil dieses Nachahmerprodukte im Bereich Abnehmmedikamente vermarktet - ohne offenbar dafür eine Zulassung zu besitzen. Eli Lilly ziehen um 2,4 Prozent an - der Pharmakonzern ist im Bereich Gewichtsreduktion sehr aktiv und dürfte profitieren, sollte Hims & Hers Health ausgebremst werden.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.954,12    +2,1%  1045,40     +1,8% 
S&P-500         6.913,34    +1,7%   114,94     -0,7% 
NASDAQ Comp       22.983,70    +2,0%   443,11     -3,0% 
NASDAQ 100       25.008,27    +1,9%   459,58     -2,8% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Do, 17:59 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1820    +0,3%   1,1782     1,1801  +0,3% 
EUR/JPY          185,61    +0,3%   185,01     185,16  +0,5% 
EUR/CHF          0,9164    -0,0%   0,9166     0,9173  -1,5% 
EUR/GBP          0,8677    -0,3%   0,8703     0,8713  -0,2% 
USD/JPY          157,04    -0,0%   157,04     156,90  +0,2% 
GBP/USD          1,3622    +0,6%   1,3537     1,3545  +0,5% 
USD/CNY          6,9503    -0,1%   6,9589     6,9530  -1,0% 
USD/CNH          6,9301    -0,1%   6,9382     6,9345  -0,5% 
AUS/USD          0,7022    +1,3%   0,6929     0,6969  +3,9% 
Bitcoin/USD       70.794,40    +10,7% 63.926,40   67.879,55 -29,1% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,23    63,29   +1,5%      0,94  +9,9% 
Brent/ICE          68,66    67,55   +1,6%      1,11 +10,7% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.963,21   4.774,29   +4,0%     188,93 +10,6% 
Silber           77,54    70,90   +9,4%      6,64  -0,6% 
Platin          1.768,97   1.690,39   +4,6%     78,58  -3,6% 
Kupfer            5,88     5,82   +1,0%      0,06  +2,0% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

(END) Dow Jones Newswires

February 06, 2026 13:09 ET (18:09 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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