Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die türkische Notenbank hat im Januar den Leitzins um 100 Basispunkte auf 37,00% gesenkt, so die Analysten der DekaBank.Dieser Schritt sei etwas geringer ausgefallen, als von der Mehrheit der Analysten (auch von den Analysten der DekaBank selbst) erwartet worden sei. Die Währungshüter hätten ihre Vorsicht mit der Erwartung stark steigender Lebensmittelpreise begründet, die den Rückgang der Inflationsrate verlangsamen würden. Und so sei es gekommen: Die Konsumentenpreise hätten im Januar gegenüber dem Vormonat um 4,8% zugelegt und die Jahresveränderungsrate sei um lediglich zwei Zehntel Prozentpunkte auf 30,7% zurückgegangen. Nach drei Monaten, in denen eine deutliche Beruhigung der Preisentwicklung zu beobachten gewesen sei, stelle dies einen Rückschlag dar. Die Rendite türkischer TRY-Staatsanleihen sei allerdings in der Folge weitgehend unverändert geblieben, was zeige, dass der Trend zu weiteren Leitzinssenkungen nicht in Frage gestellt werde. Ob das Lockerungstempo auf den nächsten Sitzungen wieder erhöht werden könne, hänge davon ab, ob der Januarwert bei der Inflation ein Ausreißer gewesen sei. Sollten die Spannungen im Nahen Osten zunehmen und der Ölpreis in der Folge deutlich anziehen, wäre dies zumindest temporär ein Rückschlag. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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