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MÄRKTE EUROPA/Anleger vor US-Arbeitsmarktbericht zurückhaltend

DJ MÄRKTE EUROPA/Anleger vor US-Arbeitsmarktbericht zurückhaltend

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte treten am Mittwochmittag auf der Stelle. Bis zur Vorlage des US-Arbeitsmarktberichts am frühen Nachmittag halten sich die Anleger zurück. Am Abend äußern sich zudem noch drei Mitglieder der US-Notenbank. Während US-Präsident Donald Trump weiter auf Zinssenkungen pocht, hat am Vorabend Dallas-Fed-Chefin Lorie Logan unterstrichen, sie sehe das aktuelle US-Zinsniveau als passend zur Wirtschaftslage. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 24.941 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,1 Prozent nach unten. Der Euro hält sich derweil mit 1,1905 auf einem hohen Niveau gegen den Dollar. An den Anleihemärkten geht es ruhig zu.

Nach Einschätzung der Commerzbank dürften die US-Daten zeigen, dass der US-Arbeitsmarkt trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums auf der Stelle tritt. Ein Teil des geringeren Beschäftigungsaufbaus lasse sich sicherlich dadurch erklären, dass wegen der restriktiven Einwanderungspolitik weniger Arbeitskräfte neu auf den Arbeitsmarkt drängten. "Wichtiger erscheint aber, dass die Unternehmen derzeit bei Neueinstellungen sehr zurückhaltend sind", heißt es.

In Europa steht die Berichtsperiode der Unternehmen im Fokus .

Siemens Energy (+5,3%) hat nach Einschätzung von RBC sehr starke Erstquartalszahlen vorgelegt. Diese sind auf der Ergebnisseite klar über den Erwartungen ausgefallen. Positiv heben die Analysten den um 22 Prozent besser als erwartet ausgefallenen Auftragseingang hervor. Der freie Cashflow sei rund 3 Milliarden Euro besser als geschätzt berichtet worden. Den Ausblick hat der Konzern bestätigt.

Commerzbank geben um 5,6 Prozent nach. Die Ergebnisse der Commerzbank für das vierte Quartal und der aktualisierte Ausblick sind etwas enttäuschend, wie Keefe, Bruyette & Woods in einer Research Note schreibt. Das deutsche Kreditinstitut habe durchwachsene Ergebnisse und einen Ausblick für dieses Jahr vorgelegt, der keine neuen Impulse setze, da er bereits weitgehend den Konsenserwartungen entspreche.

Die Viertquartalszahlen von ABN Amro (-1%) haben die Erwartungen nicht erfüllt. Der Finanzkonzern hat einen Gewinn von 410 Millionen Euro ausgewiesen, was laut RBC klar unter der Konsenserwartung von 477 Millionen Euro liegt. Die Zinseinnahmen haben die Erwartungen verfehlt, was auf ein negatives Kreditgeschäft sowie Hedging-Kosten zurückzuführen sei. Den Ausblick hat ABN Amro bestätigt.

Mit kräftigen Aufschlägen von 9,6 Prozent zeigen sich die Aktien von Ahold Delhaize. Der Umsatz traf den erwarteten Rahmen, die Gewinnkennziffern waren im vierten Quartal etwas stärker zu als erwartet. Der Betriebsgewinn sprang sogar um 48 Prozent auf fast 900 Millionen Euro gegenüber Vorjahr. Dazu wird die Dividende leicht erhöht. Da die Aktien über ein Jahr volatil seitwärts gelaufen waren und sich am unteren Rand der Seitwärtsbewegung befanden, billigen ihnen Händler ein attraktives Aufwärtspotenzial zu.

Als recht ordentlich werden die Geschäftszahlen der Werft TKMS (+0,2%) im Handel bewertet. Das Rüstungsunternehmen hat seine Jahresprognose für den Umsatz erhöht, nachdem ein Rekordauftragsbestand vermeldet worden war. "So dicht hinter dem Börsengang hat aber auch niemand mit schlechten Zahlen gerechnet", sagt ein Händler. Für die Aktie sei dies nach dem jüngsten Kursrückgang stützend, die laufende Kurserholung dürfte damit weitergehen.

KI-Sorgen belasten Broker-Aktien

Global stehen die Aktien der Broker unter Druck. In Europa verliert der Sektor der Finanzdienstleister 1,7 Prozent, Flatexdegiro handeln 10 Prozent tiefer. Für die Analysten von Jefferies ist der Auslöser, dass KI-basierte Tools die etablierten Geschäftsmodelle im Sektor disruptieren und die großzügigen Margenprofile dieser Unternehmen unter Druck setzen könnten. Der Markt rechne mit einem erhöhten Wettbewerbsdruck, da Kunden zunehmend Automatisierung, Personalisierung und niedrigere Kosten erwarten. Zudem prüften Investoren kritisch, ob europäische Broker mit den technologischen Fortschritten von US-amerikanischen "AI-First"-Herausforderern mithalten können.

Schott top - Gerresheimer floppt

Als "überraschend gut" werden die Geschäftszahlen von Schott Pharma im Handel bezeichnet. Die Profitabilität der Mainzer sei unterschätzt worden. "Dazu zieht sich der bessere Umsatz durch alle Segmente", sagt ein Händler. Schott Pharma gewinnen 7,9 Prozent.

Die Aktien des Wettbewerbers Gerresheimer brechen dagegen um knapp 30 Prozent ein. "Es war die schlimmstmögliche Kombination heute", sagt ein Händler. Denn nicht nur habe Gerresheimer mit der Bilanzverschiebung entsetzt, dazu habe sich Konkurrent Schott Pharma mit guten Geschäftszahlen für Umschichtungen angeboten. Von JP Morgan heißt es, bei Gerresheimer habe sich die Lage "von schlecht nach schlechter zu noch schlechter" entwickelt.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.039,11    -0,1%   -7,95     +4,4% 
Stoxx-50         5.156,47    +0,0%    2,44     +4,8% 
DAX           24.940,92    -0,2%   -46,93     +2,0% 
MDAX          31.799,84    -0,5%  -162,37     +4,4% 
TecDAX          3.628,11    -0,6%   -23,09     +0,8% 
SDAX          18.189,26    -0,7%  -129,20     +6,7% 
CAC           8.317,93    -0,1%   -9,95     +2,2% 
SMI           13.528,39    +0,1%   10,17     +1,9% 
ATX           5.749,95    +0,4%   25,64     +7,5% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:01 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1900    +0,1%   1,1891     1,1913  +1,2% 
EUR/JPY          182,83    -0,4%   183,61     183,76  -0,3% 
EUR/CHF          0,9135    +0,0%   0,9133     0,9117  -1,9% 
EUR/GBP          0,8700    -0,2%   0,8717     0,8714  -0,0% 
USD/JPY          153,64    -0,5%   154,40     154,26  -1,5% 
GBP/USD          1,3678    +0,3%   1,3641     1,3670  +1,3% 
USD/CNY          6,9403    -0,0%   6,9417     6,9370  -1,2% 
USD/CNH          6,9118    -0,0%   6,9127     6,9102  -0,9% 
AUS/USD          0,7108    +0,5%   0,7070     0,7085  +6,0% 
Bitcoin/USD       67.200,65    -2,1% 68.671,60   69.112,50 -22,4% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          65,22    63,79   +2,2%      1,43 +11,5% 
Brent/ICE          70,29    68,80   +2,2%      1,49 +13,2% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.084,24   5.022,26   +1,2%     61,99 +16,2% 
Silber           85,50    81,23   +5,3%      4,28 +13,9% 
Platin          1.825,14   1.755,81   +3,9%     69,33  +0,1% 
Kupfer            6,06     5,91   +2,4%      0,14  +4,0% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

(END) Dow Jones Newswires

February 11, 2026 07:37 ET (12:37 GMT)

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