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MÄRKTE USA/Knapp behauptet nach überraschend starkem US-Arbeitsmarkt

DJ MÄRKTE USA/Knapp behauptet nach überraschend starkem US-Arbeitsmarkt

DOW JONES--Nach einem unerwartet gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht hat sich die Wall Street am Mittwoch mit einer leicht negativen Tendenz gezeigt. Für den Januar wurde ein Beschäftigungsaufbau außerhalb der Landwirtschaft von 130.000 Stellen vermeldet, während die Volkswirte im Konsens mit 55.000 gerechnet hatten. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,3 von 4,4 Prozent im Vormonat. Hier war ein unveränderter Stand erwartet worden. Die Stundenlöhne stiegen auf Monatssicht moderat stärker als angenommen.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist eines der Kriterien, an denen die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet. Die unerwartet gute Beschäftigungslage spricht eher gegen baldige Zinssenkungen. Am Dienstag hatten enttäuschende Daten zum Einzelhandelsumsatz noch Zinssenkungshoffnungen genährt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es bis Juni zu keinen Zinssenkungen kommt, stieg laut dem CME FedWatch Tool nach der Veröffentlichung der Daten von 24,8 auf 40,2 Prozent. Nun wird auf die Verbraucherpreisdaten am Freitag gewartet. Eine hartnäckig hohe Inflation wäre ein weiteres Argument gegen eine geldpolitische Lockerung.

Der Dow-Jones-Index reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 50.121 Punkte. Der S&P-500 schloss kaum verändert und der Nasdaq-Composite schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 1.458 (Dienstag: 1.701) angegeben, die der -verlierer mit 1.281 (1.039). Unverändert schlossen 69 (95) Titel.

Der Dollar gab seine zwischenzeitlichen Gewinne nach den US-Arbeitsmarktdaten weitgehend wieder ab. Für den Dollar-Index ging es um 0,1 Prozent nach oben. Die Daten verstärkten zwar die Erwartungen an eine Zinspause der Fed, konnten den Dollar allerdings nicht stützen, hieß es.

Am Anleihemarkt zogen die Renditen leicht an, im Zehnjahresbereich ging es um 3,0 Basispunkte auf 4,17 Prozent nach oben. Bei einer Emission zehnjähriger US-Staatsanleihen wurde die geringste Beteiligung indirekter Bieter, wozu ausländische Zentralbanken gehören, seit August verzeichnet.

Der Goldpreis gab nach den US-Arbeitsmarktdaten einen Teil seiner Gewinne wieder ab. "Die Lage am Arbeitsmarkt sieht viel besser aus, als selbst unsere optimistischen Einschätzungen der Wirtschaft uns hatten glauben lassen", sagte Stephen Brown von Capital Economics. "Das wiederum bedeutet, dass die Hürde für eine weitere Zinssenkung in diesem Jahr höher aussieht, als wir erwartet hatten." Das zinslose Edelmetall profitiert typischerweise von einem Umfeld niedrigerer Zinsen. Der Preis für die Feinunze verbesserte sich um 1,3 Prozent auf 5.087 Dollar.

Die Ölpreise legten zu. Die Notierungen für Brent und WTI stiegen um bis zu 1,5 Prozent. Gute Konjunkturdaten sprechen für eine hohe Nachfrage nach Öl. Im Blick stand ansonsten nach wie vor die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Etwas gebremst wurden die Gewinne durch einen unerwarteten Aufbau der US-Rohöllagerbestände um 8,5 Millionen Barrel in der vergangenen Woche.

Unternehmensseitig machte erneut der geplante Verkauf der Film- und Fernsehstudios sowie des Streamingdienstes HBO Max von Warner an Netflix Schlagzeilen. Der aktivistische Investor Ancora Holding hat eine Beteiligung von rund 200 Millionen US-Dollar an Warner Bros. Discovery aufgebaut und erklärt, sich gegen die Vereinbarung von Warner zum Verkauf seiner Film- und Fernsehstudios sowie des Streamingdienstes HBO an Netflix aussprechen zu wollen. Nach Ansicht von Ancora hat es Warner versäumt, sich ausreichend mit Paramount Skydance von David Ellison auseinanderzusetzen. Paramount hat ein Gegengebot für den gesamten Konzern vorgelegt, einschließlich der TV-Sender. Warner gewannen 0,7 Prozent und Paramount 1,6 Prozent. Dagegen verloren Netflix 3,2 Prozent.

Die Aktien von Halliburton und SLB stiegen um 2,9 und 3,0 Prozent. Sie profitieren vom Anstieg des Ölpreises, aber auch davon, dass die US-Regierung nun auch Ausrüstern der Ölindustrie erlaubt, in Venezuela tätig zu werden.

Der Kurs von Moderna fiel um 3,6 Prozent, nachdem die US-Gesundheitsbehörde es abgelehnt hat, den Antrag zur Genehmigung des Verkaufs eines neuen Grippeimpfstoffs des Pharmakonzerns zu prüfen.

T-Mobile US hat im vierten Quartal weniger neue Mobilfunkkunden gewonnen als von Analysten erwartet, da sich der Wettbewerb zum Jahresende hin weiter verschärfte. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,88 Dollar je Aktie deutlich unterhalb der erwarteten 2,05 Dollar. Für die Aktie ging es nach anfänglichen Verlusten 5,1 Prozent nach oben.

Mattel brachen um 24,9 Prozent ein. Der Spielzeughersteller hat ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft verzeichnet und eine enttäuschende Gewinnprognose für das laufende Jahr ausgegeben. Die Aktien der Fahrdienst-Plattform Lyft fielen nach durchwachsenen Zahlen für das vierte Quartal um 17 Prozent. Die Zahl der aktiven Fahrgäste und der Fahrten verfehlte die Erwartungen der Wall Street. Der Gewinn stieg, profitierte aber von der Auflösung einer hohen Wertberichtigung. Die Uber-Titel verloren 3,4 Prozent.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     50.121,40 -0,1%  -66,74   +4,4% 
S&P-500    6.941,47 -0,0%  -0,34   +1,4% 
NASDAQ Comp 23.066,47 -0,2%  -36,01   -0,6% 
NASDAQ 100  25.201,26 +0,3%  73,62   -0,5% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:01 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1870    -0,2%   1,1891     1,1913  +1,2% 
EUR/JPY          181,90    -0,9%   183,61     183,76  -0,3% 
EUR/CHF          0,9159    +0,3%   0,9133     0,9117  -1,9% 
EUR/GBP          0,8715    -0,0%   0,8717     0,8714  -0,0% 
USD/JPY          153,23    -0,8%   154,40     154,26  -1,5% 
GBP/USD          1,3621    -0,1%   1,3641     1,3670  +1,3% 
USD/CNY          6,9410    -0,0%   6,9417     6,9370  -1,2% 
USD/CNH          6,9085    -0,1%   6,9127     6,9102  -0,9% 
AUS/USD          0,7123    +0,7%   0,7070     0,7085  +6,0% 
Bitcoin/USD       67.461,35    -1,8% 68.671,60   69.112,50 -22,4% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,76    63,79   +1,5%      0,97 +11,5% 
Brent/ICE          69,70    68,80   +1,3%      0,90 +13,2% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.087,07   5.022,26   +1,3%     64,82 +16,2% 
Silber           84,46    81,23   +4,0%      3,23 +13,9% 
Platin          1.806,76   1.755,81   +2,9%     50,95  +0,1% 
Kupfer            5,97     5,91   +1,0%      0,06  +4,0% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

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February 11, 2026 16:16 ET (21:16 GMT)

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