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MÄRKTE EUROPA/Leichtes Minus - Starke Zahlen aus Luftfahrtsektor

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichtes Minus - Starke Zahlen aus Luftfahrtsektor

DOW JONES--Nur mit leichten Abgaben zeigen sich Europas Börsen am Freitag nach dem Abverkauf der US-Pendants. Der DAX gibt 0,2 Prozent ab auf 24.808 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,2 Prozent auf 6.000 Punkte. Wichtigster Tagestermin sind die US-Verbraucherpreise, die Auskunft über die künftige Fed-Zinspolitik geben könnten. Starke Geschäftszahlen von Safran und Eutelsat ziehen den Luftfahrtsektor nach vorn.

Die US-Börsen werden weiter dominiert vom "AI scare trade" - also der Sorge, inwieweit die rasanten Fortschritte bei KI-Agenten die bisherigen und traditionellen Geschäftsmodelle untergraben könnten. In den USA waren Technologiewerte am Vorabend auf breiter Front eingebrochen: Apple um 5 Prozent, Amazon, Meta und Tesla um bis 2,8 Prozent und Broadcom um 3,4 Prozent.

Laut Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank fürchten Anleger, dass Künstliche Intelligenz bestehende Softwarelösungen ersetzen wird. Vor allem das bisherige Preismodell der Lizenzen pro Nutzer komme an seine Grenzen. Erledige eine KI die Arbeit von fünf Mitarbeitern, zahle der Kunde dennoch nur eine Lizenz. Europäische Technologiewerte können sich gegen die Sorgen stellen, da sie überwiegend auf der Seite der Zahlungsempfänger stehen: ASML klettern um 1,3 Prozent, BE Semiconductor um 2,8 Prozent.

Gespannt wartet der Markt nun auf die US-Verbraucherpreise per Januar. Sie sollten mit plus 2,5 Prozent gegen Vorjahr dem Fed-Ziel von 2 Prozent etwas näher kommen. Allerdings hatten schon starke US-Arbeitsmarktdaten am Mittwoch die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen bereits gedämpft; höhere Inflationsdaten dürften den Markt massiv belasten.

Rüstung und Raumfahrt vorn - Safran und Eutelsat überzeugen

Tagesgewinner unter den Branchen sind bisher die Rüstungs- und Luftfahrtwerte, der Sektorindex klettert um 2,2 Prozent. Gut kommen vor allem die Jahreszahlen und der erhöhte Ausblick von Safran an, die um 6,5 Prozent zulegen. Bei dem französischen Luftfahrt- und Rüstungshersteller lief das vergangene Jahr so rund, dass der Ausblick bis 2028 erhöhte wurde. "Die Gewinnerwartung bis dahin um nochmals 16 Prozent gegenüber der alten Prognose zu erhöhen, ist schon beeindruckend", sagt ein Händler.

Auch von Eutelsat kommen gute Quartalsdaten, dazu ist die Finanzierung ihres geplanten Satellitennetzwerkes gesichert. Die Aktien springen um 8 Prozent an. Im DAX profitieren MTU von der guten Laune im Sektor und steigen 2,4 Prozent.

Um 11 Prozent springen die Aktien des angeschlagenen Computerspiele-Anbieters Ubisoft. Die Quartalsdaten sind nach den drastischen Restrukturierungsmaßnahmen nicht ganz so schlimm wie befürchtet ausgefallen. L'Oreal fallen indes um 6,4 Prozent. Als kritisch wird an der Börse das organische Umsatzwachstum von 6,0 Prozent gewertet. Bei den Analysten von JP Morgan heißt es dazu, dass dies unter dem Konsens von 6,1 Prozent sowie der eigenen Schätzung von plus 7,0 Prozent liege.

Jenoptik geben nur 1,6 Prozent nach. Die Gesellschaft hatte im vergangenen Jahr mit einer verhaltenen Nachfrage in den Bereichen Halbleiterausrüstung und Autos zu kämpfen gehabt, wird aber nun optimistischer beim Ausblick. Auch Umstufungen sorgen wieder für kräftige Bewegungen. So springt PVA Tepla um 3,6 Prozent, nachdem BNP Paribas die Verkaufsempfehlung zurückgezogen hat. Bei RWE geht es 1,5 Prozent tiefer nach Abstufung auf "Marketperform" durch Bernstein. Dazu bremsen Dividendenzahlungen optisch: Bei Siemens geht es 3,3 Prozent tiefer, dort werden 5,35 Euro Dividende ausgeschüttet.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.999,52    -0,2%   -11,77     +3,8% 
Stoxx-50         5.155,49    +0,1%    2,96     +4,8% 
DAX           24.808,40    -0,2%   -44,29     +1,5% 
MDAX          31.055,94    -0,2%   -57,76     +1,6% 
TecDAX          3.610,68    +0,1%    2,16     -0,4% 
SDAX          17.693,45    +0,1%   10,04     +3,0% 
CAC           8.302,05    -0,5%   -38,51     +2,3% 
SMI           13.584,42    +0,4%   54,50     +2,0% 
ATX           5.687,92    -0,3%   -16,96     +7,1% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:14 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1858    -0,1%   1,1872     1,1858  +1,0% 
EUR/JPY          182,07    +0,4%   181,32     181,99  -1,6% 
EUR/CHF          0,9134    +0,1%   0,9124     0,9160  -1,9% 
EUR/GBP          0,8708    -0,1%   0,8714     0,8694  -0,1% 
USD/JPY          153,54    +0,5%   152,71     153,47  -2,6% 
GBP/USD          1,3617    -0,0%   1,3621     1,3639  +1,1% 
USD/CNY          6,9412    +0,1%   6,9346     6,9428  -1,3% 
USD/CNH          6,9097    +0,2%   6,8982     6,9146  -1,1% 
AUS/USD          0,7066    -0,3%   0,7087     0,7111  +6,2% 
Bitcoin/USD       66.347,20    +0,1% 66.250,35   67.086,90 -23,7% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          62,63    62,65   -0,0%     -0,02  +9,6% 
Brent/ICE          67,50    67,52   -0,0%     -0,02 +11,1% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           4.981,96   4.926,50   +1,1%     55,46 +13,9% 
Silber           78,90    75,18   +5,0%      3,72  +5,4% 
Platin          1.719,89   1.690,01   +1,8%     29,88  -3,6% 
Kupfer            5,79     5,79   +0,2%      0,01  +2,2% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 13, 2026 03:44 ET (08:44 GMT)

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