DJ MARKT USA/Vor Inflationsdaten dominiert Zurückhaltung
DOW JONES--Nach dem Ausverkauf vom Vortag zeichnet sich am Freitag an den US-Börsen eine Stabilisierung ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes tendieren vorbörslich kaum verändert. Letztlich dürften aber die Daten zu den Verbraucherpreisen aus dem Januar die Richtung des Markts bestimmen. Von ihnen erhoffen sich die Marktteilnehmer Aufschluss auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank.
Im Wochenverlauf veröffentlichte Arbeitsmarktdaten hatten gezeigt, dass die Beschäftigungslage in den USA noch immer gut ist. Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank waren dadurch gedämpft worden. Sollten die Preisdaten nun zeigen, dass die Inflation hartnäckig hoch bleibt, dürften sich die Aussichten auf geldpolitische Lockerungen noch weiter verringern. Aktuell rechnet die Mehrheit der Marktteilnehmer mit einer Zinssenkung frühestens im Juni.
Zur Zurückhaltung könnte beitragen, dass den US-Anlegern ein langes Wochenende bevorsteht. Die Börsen in den USA bleiben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen. Eine Handelsvereinbarung zwischen den USA und Taiwan könnte die Stimmung am Freitag etwas aufhellen, ebenso wie ein Bericht, wonach geplante Beschränkungen im Handel von Technologie mit China zunächst nicht angewendet werden sollen, da beide Seiten im April ein Treffen planten.
Der Dollar legt leicht zu. Der Dollarindex gewinnt 0,1 Prozent. Am Anleihemarkt steigen die Renditen. Für die Zehnjahresrendite geht es um 1,5 Basispunkte auf 4,12 Prozent aufwärts.
Unter den Einzelwerten an der Börse springen Applied Materials vorbörslich um 11 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen dank der hohen KI-Nachfrage überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt hat.
Auch die Quartalszahlen von Airbnb sind überraschend gut ausgefallen, was der Aktie zu einem Plus von 4,8 Prozent verhilft. Für Expedia geht es dagegen um 4,2 Prozent abwärts, obwohl das Unternehmen ebenfalls besser abgeschnitten hat als erwartet. Analysten sorgen sich jedoch, dass KI Online-Reisebüros vollständig ersetzen könnte.
Der Goldpreis tendiert etwas fester. Anleger nutzten die Verluste vom Vortag zum Einstieg, heißt es. Die Ölpreise zeigen sich ebenfalls etwas fester. Übergeordnet bremsten aber Befürchtungen eines Überangebots.
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February 13, 2026 06:21 ET (11:21 GMT)
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