
Marius Sobotta im Interview über profitable Sales Funnels: Welche Kennzahlen zählen und warum KI den Aufbau erleichtert, aber nicht garantiert.
KI macht Funnel-Aufbau technisch einfacher, aber nicht automatisch profitabel. Marius Sobotta entwickelt seit Jahren Sales Funnels und bildet mit Projekt Freiheit heute Menschen zu Funnel-Entwicklern aus. Seine Beobachtung fällt eindeutig aus. "Mit ChatGPT kann heute jeder einen Funnel bauen. Die Frage ist, ob er auch funktioniert." Im Gespräch erklärt er, welche Kennzahlen wirklich zählen und wo der Mehrwert liegt, wenn die Technik zur Standardleistung wird.
Marius, "Sales Funnel" ist ein Begriff, den man aktuell überall hört. Was bedeutet ein Sales Funnel ganz konkret im Alltag eines Unternehmens?
Ein Sales Funnel ist nichts anderes als ein konkretes, systematisches Verfahren, das nahezu jedem Unternehmen ermöglicht, gezielt Kunden oder Mitarbeiter über Werbeanzeigen zu gewinnen. Das Besondere daran ist, dass man ein System hat, bei dem man am Ende einen Euro investiert und drei, fünf oder sogar zehn Euro zurückbekommt.
Im Unternehmensalltag bedeutet das vor allem Planbarkeit. Statt auf Empfehlungen zu hoffen oder mühsam Kontakte zu knüpfen, entsteht ein Prozess, der Monat für Monat verlässlich funktioniert. Das erleichtert die Kundengewinnung und gibt die Kontrolle über das Wachstum zurück. Sie entscheiden gezielt, wann mehr Budget fließt und skalieren.
Welche Branchen oder Geschäftsmodelle profitieren aktuell am stärksten und warum?
Die größten Profiteure sind derzeit Geschäftsmodelle, die komplett digital ablaufen, also Beratung, Coaching und Dienstleistungen. Doch hier liegt ein häufiges Missverständnis. Viele denken, Sales Funnels funktionieren nur online. Tatsächlich profitieren lokale Geschäfte stark davon, etwa Massagesalons, Bäckereien oder Handwerksbetriebe. Der Grund ist simpel. Soziale Medien erreichen präzise die Menschen in der Region, die diese Dienstleistungen suchen.
Unterschätzt wird vor allem das Thema Mitarbeitergewinnung. In der heutigen Zeit ist es schwieriger denn je, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Über soziale Medien gezielt potenzielle Mitarbeiter anzusprechen, ist eine der effektivsten Methoden überhaupt und wird noch viel zu selten genutzt.
Was sind die häufigsten Fehler, die Unternehmen beim Aufbau von Sales Funnels machen?
Fehlende Geduld steht ganz oben. Viele erwarten sofortige Ergebnisse, dabei braucht es realistisch ein bis zwei Monate, bis ein Funnel profitabel läuft.
Dann die falsche Kommunikation. Unternehmen reden in Fachbegriffen über Features statt in Zielen und Träumen. Entscheidend ist nicht, was angeboten wird, sondern welchen Vorteil der Kunde hat und wie sich sein Leben dadurch verändert.
Und schließlich mangelnde Qualität. Viele setzen auf Standardlösungen statt auf professionelle Optimierung. Die Unterschiede zwischen einem durchschnittlichen und einem exzellenten Funnel zeigen sich am Ende auf dem Bankkonto.
Welche KPIs zeigen dir am zuverlässigsten, ob ein Sales Funnel wirklich funktioniert und nicht nur gut aussieht?
Die wichtigste Kennzahl ist der Cashflow-ROAS, also der Return on Advertising Spend, berechnet auf den tatsächlichen Geldeingang. Viele rechnen den ROAS nur auf den Umsatz, ich empfehle aber zu prüfen, wie viel Euro wirklich auf dem Konto landen. Bei einem Cashflow-ROAS von 5 kommen für jeden ausgegebenen Euro fünf Euro auf dem Bankkonto an.
Es gibt auch Zwischenkennzahlen wie Kosten pro Lead oder Call, aber am Ende zeigt der Cashflow-ROAS, ob das Geschäft funktioniert. Wichtig dabei ist Geduld, denn die Daten müssen sich erst entwickeln.
KI macht die Umsetzung schneller und günstiger. Wird der Aufbau eines Sales Funnels dadurch zur Standardleistung oder verlagert sich der eigentliche Mehrwert, und wenn ja, wohin?
KI hat die Einstiegshürde massiv gesenkt. Mit Tools wie ChatGPT kann heute jeder einen brauchbaren Funnel aufbauen. Das führt zu einer Schwemme an mittelmäßigen Lösungen.
Der Mehrwert liegt jetzt in der Kombination aus Fachkenntnis und dem richtigen Einsatz von KI. Wer sich tiefgründig mit der Materie beschäftigt und KI gezielt einsetzt, erstellt Funnels, die deutlich besser performen.
Das Problem der meisten ist, dass sie Vorlagen kopieren, ohne zu verstehen, warum etwas funktioniert. KI reduziert den Zeitaufwand massiv, aber man muss trotzdem die Materie verstehen. Man wird vom Handwerker zum Architekten. KI baut, aber man muss wissen, was gebaut werden muss.
Mit deiner Marke "Projekt Freiheit" bildest du Menschen zu KI Funnel Entwicklern aus. Was ist der Gedanke hinter diesem System?
Vor neun Jahren war ich selbst ganz normaler Angestellter, voll im System, mit einem Standard-Job. Ich wollte mehr. Mehr verdienen, mehr Freiheit, ortsunabhängig und zeitunabhängig arbeiten. Nicht mehr um vier Uhr morgens aufstehen und mein Leben nach meinem Chef ausrichten.
Genau diese Freiheit habe ich mir aufgebaut. Und genau deshalb habe ich Projekt Freiheit gegründet, um Menschen die Chance zu geben, ihr eigenes Projekt Freiheit zu starten. Ich bin fest überzeugt, dass es heutzutage keine bessere Möglichkeit gibt, sich ein eigenes Business aufzubauen, als als KI-Funnel-Entwickler. Die Einstiegshürden sind niedrig, die Nachfrage ist enorm, und die Freiheit, die man gewinnt, ist unbezahlbar.
Was würdest du sagen, ist ein plausibler Zeitraum, bis erste Einnahmen möglich sind, und welche Größenordnungen sind aus deiner Sicht realistisch?
Sehr realistisch. Es gibt keine klassische Ausbildung oder Studium für Funnel-Entwickler. Der entscheidende Unterschied zu früher liegt darin, dass die Tools heute extrem einfach zu bedienen sind. Früher brauchte man noch tiefes technisches Verständnis.
Heute reichen normale Computerkenntnisse und die Bereitschaft, etwas Neues zu lernen und umzusetzen, spielt eine wichtige Rolle.
Woran erkennt ein Unternehmen Qualität, wenn es einen Sales Funnel Entwickler beauftragt, bezogen auf Angebot, Vorgehen und Zusammenarbeit?
Konkrete Fragen helfen weiter. Was sind die wichtigsten Kennzahlen? Wonach wird optimiert? Wenn die Antwort nur "günstiger Lead" lautet, sollten die Alarmglocken läuten.
Ein guter Funnel-Entwickler denkt in Stufen. Kommen Leads an? Werden Calls gebucht? Wie viele kommen bis zum Kaufabschluss? Entscheidend ist die Optimierung am tatsächlichen Geldeingang, nicht nur an günstigen Leads. Wer gezielt nach dem Cashflow-ROAS und der konkreten Optimierungsstrategie fragt, erkennt schnell, ob er es mit einem Profi zu tun hat.
Was würdest du einem Unternehmen mitgeben, das Sales Funnels spannend findet, aber vermeiden möchte, Budget ohne messbaren Effekt einzusetzen?
Ohne Testbudget keine Ergebnisse, aber niemand will Geld verschwenden. Die Realität ist, dass Funnels für die meisten Unternehmen funktionieren, wenn sie richtig aufgesetzt sind. Man muss bereit sein, ein paar tausend Euro zu investieren und mindestens zwei bis drei Monate Geduld haben. Ein gut aufgesetzter Funnel ist ein System, das jahrelang Kunden bringt. Mein Rat lautet, sich gründlich zu informieren, den richtigen Funnel-Typ zu finden und kontinuierlich zu optimieren. Die Frage ist nicht, ob man es sich leisten kann zu investieren, sondern ob man es sich leisten kann, es nicht zu tun.
Enthaltene Werte: DE0009653386
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