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MÄRKTE USA/Zwischen Inflationsdaten und Erholung von Vortagesverlusten

DJ MÄRKTE USA/Zwischen Inflationsdaten und Erholung von Vortagesverlusten

DOW JONES--Nach anfänglichen leichten Abgaben geht es an der Wall Street am Freitagmittag (Ortszeit) moderat aufwärts. Inflationsdaten sind zwar günstig ausgefallen, nach Ansicht von Beobachtern aber nicht so günstig, dass sich der Markt Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank machen könnte. Gleichwohl hat der jüngste US-Arbeitsmarktbericht auf einen robusten Zustand der US-Konjunktur hingedeutet. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,4 Prozent auf 49.669 Punkte. Der S&P-500 erhöht sich um 0,6 Prozent und der Nasdaq-Composite verbessert sich um 0,4 Prozent. Teilnehmer sprechen aber auch von einer leichten Erholung von den kräftigen Vortagesverlusten, die vor allem den Technologie-Sektor belastet hatten.

Die Verbraucherpreise stiegen im Januar in der Gesamtrate sowohl auf Monatssicht als auch im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger stark als angenommen, in der Kernrate trafen sie aber die Konsensschätzungen. Zinssenkungshoffnungen hatten schon im Wochenverlauf einen Dämpfer erhalten. Denn Arbeitsmarktdaten hatten gezeigt, dass die Beschäftigungslage in den USA noch immer gut ist.

Die schwache US-Inflation im Januar erhöht nach Einschätzung von Skyler Weinand von Regan Capital nicht die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed in den kommenden Monaten. Grund dafür seien die unerwartet starken Arbeitsmarktdaten. Die US-Notenbank "kann die Zinsen jetzt einfach nicht senken, da die Wirtschaft gerade eine sechsstellige Zahl an neuen Stellen geschaffen hat", so der Teilnehmer. Die Daten böten dem Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) reichlich Rückendeckung, bei seiner Sitzung im März stillzuhalten, so Lawrence Werther, Chefvolkswirt für die USA bei Daiwa Capital Markets America.

Allzu weit dürften sich die Anleger aber nicht vorwagen, denn in den USA steht ein langes Wochenende bevor. Die dortigen Börsen bleiben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen. Eine Handelsvereinbarung zwischen den USA und Taiwan kann die Stimmung bislang nicht nachhaltig aufhellen, ebenso wenig wie ein Bericht, wonach geplante Beschränkungen im Handel von Technologie mit China zunächst nicht angewendet werden sollen, da beide Seiten im April ein Treffen planten.

Der Dollar, den nach den Daten zunächst leicht zugelegt hatte, gibt die Gewinne wieder vollständig ab und dreht leicht ins Minus. Der Dollar-Index verliert 0,1 Prozent. Die Daten dürften die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinssenkung nicht erhöhen, heißt es.

Am Anleihemarkt fallen die Renditen zehnjähriger Papiere um 5,0 Basispunkte auf 4,05 Prozent zurück. Die Abschwächung stützt die Erwartung von Zinssenkungen durch die Fed. Jüngste Arbeitsmarktindikatoren deuten jedoch auf eine starke Wirtschaft hin, was eine vorsichtige Geldpolitik erfordert. Die Verbraucherpreise für Februar sollen vor der nächsten Sitzung der Fed veröffentlicht werden.

Am Goldmarkt setzen die Akteure auf sinkende Zinsen. Die Feinunze erhöht sich um 1,7 Prozent auf 5.012 Dollar. Niedrigere Zinsen machen das zinslos gehaltene Edelmetall attraktiver. "Die Märkte preisen derzeit etwa zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr ein - eine um den Juli und eine weitere im Oktober -, da die Inflation weiter zurückgeht und die Wachstumsdynamik nachlässt", so die Analysten von Peak Trading Research. Die Anleger nutzten überdies die Verluste vom Vortag zum Einstieg, heißt es.

Die Ölpreise pendeln zwischen leichten Gewinnen und Abgaben. Für die Notierungen von Brent und WTI geht es aktuell um bis zu 0,2 Prozent nach unten. Übergeordnet bremsten andauernde Befürchtungen eines Überangebots, so Marktteilnehmer. Daneben dominiert der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Zwar sind in den kommenden Wochen weitere Gespräche geplant, doch Berichte über einen zweiten US-Flugzeugträger auf dem Weg in den Nahen Osten halten die Gefahr einer eventuellen Militäraktion aufrecht.

Unter den Einzelwerten an der Börse springen Applied Materials um 8,4 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen dank der hohen KI-Nachfrage überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt hat. Arista Networks verteuern sich um 9,3 Prozent. Das Unternehmen hat mit Quartalszahlen und Ausblick die Erwartungen übertroffen.

Auch die Quartalszahlen von Airbnb sind überraschend gut ausgefallen, was der Aktie zu einem Plus von 4,1 Prozent verhilft. Für Expedia geht es dagegen um 7,1 Prozent abwärts, obwohl das Unternehmen ebenfalls besser abgeschnitten hat als erwartet. Analysten sorgen sich jedoch, dass KI Online-Reisebüros vollständig ersetzen könnte.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.669,42    +0,4%   217,44     +2,9% 
S&P-500         6.872,71    +0,6%   39,95     -0,2% 
NASDAQ Comp       22.689,44    +0,4%   92,30     -2,8% 
NASDAQ 100       24.855,03    +0,7%   167,42     -2,2% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:14 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1877    +0,0%   1,1872     1,1858  +1,0% 
EUR/JPY          181,38    +0,0%   181,32     181,99  -1,6% 
EUR/CHF          0,9122    -0,0%   0,9124     0,9160  -1,9% 
EUR/GBP          0,8702    -0,1%   0,8714     0,8694  -0,1% 
USD/JPY          152,72    +0,0%   152,71     153,47  -2,6% 
GBP/USD          1,3648    +0,2%   1,3621     1,3639  +1,1% 
USD/CNY          6,9381    +0,1%   6,9346     6,9428  -1,3% 
USD/CNH          6,9015    +0,0%   6,8982     6,9146  -1,1% 
AUS/USD          0,7073    -0,2%   0,7087     0,7111  +6,2% 
Bitcoin/USD       68.761,95    +3,8% 66.250,35   67.086,90 -25,7% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          62,50    62,65   -0,2%     -0,15  +9,6% 
Brent/ICE          67,48    67,52   -0,1%     -0,04 +11,1% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.012,41   4.926,50   +1,7%     85,91 +13,9% 
Silber           77,58    75,18   +3,2%      2,40  +5,4% 
Platin          1.754,14   1.690,01   +3,8%     64,13  -3,6% 
Kupfer            5,79     5,79   +0,1%      0,01  +2,2% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

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February 13, 2026 12:26 ET (17:26 GMT)

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