Die große KI-Euphorie ist erst einmal vorbei. Das ist bei langfristigen Trendthemen nicht ungewöhnlich. Wir analysieren, ob und wie man solche Stimmungswechsel frühzeitig erkennen kann. Die relative Schwäche der großen amerikanischen Tech-Werte markiert einen Bruch mit einem Muster, das die Aktienmärkte über lange Zeit geprägt hat. Durch ihre fulminante Rally hatten die in den großen Indizes hoch gewichteten Titel wie Alphabet, Amazon oder Meta das Marktgeschehen klar dominiert. In den vergangenen zwei Wochen verbuchten diese Aktien nun Rückschläge von bis zu 20%, während sich der Gesamtmarkt vergleichsweise robust präsentierte. Dass ausgerechnet die US-Big-Techs - trotz weitestgehend starker Quartalszahlen - hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben, ist deshalb mehr als eine Randnotiz, auch wenn von einem generellen Einbruch noch keine Rede sein kann. Die Grenzen der Prognosefähigkeit Rückblickend stellt sich die Frage, ob sich eine solche Phase hätte "vorhersagen" lassen. Die ehrliche Antwort lautet: Nein, zumindest nicht im Sinne eines präzisen Timings. Fundamental lässt sich eine Trendwende nur sehr schwer antizipieren. Die aktuell als Begründung für die Gewinnmitnahmen angeführten Sorgen vor sich womöglich nicht rentierenden KI-Investitionen der Hyperscaler gab es auch vorher schon. Sie waren in der Berichterstattung lange Zeit aber nur eine Randnotiz, weil die "KI-Euphorie" natürlich viel besser zum damaligen Marktgeschehen passte. Nun hat sich die Stimmung (zumindest temporär) gewandelt. Apropos Stimmung. Das aktuelle Sentiment und die Positionierung verschiedener Anlegergruppen können zumindest Hinweise darauf geben, in welcher Phase einer Hausse oder Baisse sich die Märkte gerade befinden. Die Suche nach dem einen "Super-Indikator", der verlässlich den Wendepunkt einer Hausse (oder auch Baisse) signalisiert, wird zwar nicht von Erfolg gekrönt sein. Was es jedoch gibt, sind Konstellationen, ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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