LÜBECK (dpa-AFX) - Der Marine- und Meerestechnikspezialist Gabler strebt an die Börse. Das Angebot soll sowohl neue als auch bestehende Aktien der Gesellschaft umfassen, teilte das Unternehmen am Montag in Lübeck mit. Eigner ist die Possehl-Gruppe, die nach dem Börsengang mindestens eine Minderheitsbeteiligung an der Gesellschaft halten will. Gabler erwartet sich einen Nettoemissionserlös von rund 40 Millionen Euro aus den neuen Aktien. Damit soll die Bilanz gestärkt, das Wachstum angekurbelt und kleinere Zukäufe getätigt werden, wie es hieß. Die Aufnahme an der Frankfurter Wertpapierbörse sei voraussichtlich Anfang März vorgesehen.
Gabler ist eigenen Angaben zufolge ein führender europäischer und weltweit einer der größten Anbieter von U-Boot-Ausfahrgerätesystemen. Dazu ist es in den Bereichen Unterwasserkommunikation und -datenmanagement sowie Unterwasser-Energiespeicherlösungen, etwa zum Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur tätig.
Per Ende Dezember kam das Unternehmen auf einen Auftragsbestand von 359 Millionen Euro, wobei der Anteil des "festen Auftragsbestands" 89,8 Millionen Euro betrug. Der gesamte Auftragsbestand entspreche in etwa dem Sechsfachen des Nettoumsatzes der vergangenen zwölf Monate, hieß es weiter. Den Großteil seines Nettoumsatzes erzielt Gabler mit Verteidigungs- und verteidigungsbezogenen Lösungen./nas/mis
