WASHINGTON (dpa-AFX) - Ein riesiges Abwasser-Problem in der Region um die US-Hauptstadt Washington, bei dem ungehindert Schmutzwasser in den Fluss Potomac gelangt war, zieht den Unmut des US-Präsidenten auf sich. Republikaner Donald Trump holte zu einem Schlag gegen in der Region regierende Demokraten aus. Auf der Plattform Truth Social schrieb er, er könne nicht zulassen, dass deren Inkompetenz "den Fluss im Herzen Washingtons in ein Katastrophengebiet verwandelt".
Trump wies nach eigenen Angaben Bundesbehörden an, einzuschreiten. Was genau geplant sein soll, ließ er offen. Eine wichtige Rolle solle die Bundesbehörde für Katastrophenhilfe spielen. Nach Angaben der Stadt Washington gibt es bereits eine Zusammenarbeit zwischen lokalen, regionalen und landesweiten Behörden.
Warum Abwasser in den Fluss gelangte
Mitten durch die US-Hauptstadt fließt der Potomac River. Nach Angaben des örtlichen Wasserversorgers kam es am 19. Januar zu einem Bruch an der Abwasserleitung im Washingtoner Umland im Bundesstaat Maryland. Abwasser gelangte so ungehindert in den Fluss. Am 24. Januar sei dann eine Umgehungsleitung in Betrieb genommen worden.
Trinkwasser nicht betroffen
Das Trinkwasser ist demnach nicht von dem Vorfall betroffen. Die Bevölkerung wurde zugleich dazu aufgerufen, Kontakt mit dem Flusswasser wegen möglicher Viren und Bakterien zu vermeiden. Auch Angler wurden gewarnt. Zudem sollten Besitzer ihre Haustiere vom Wasser fernhalten./rin/DP/zb
