FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien von Teamviewer sind am Dienstag mit 4,81 Euro auf ein Rekordtief gerutscht. Im frühen Xetra-Handel notierten sie zuletzt mit 4,88 Euro gut ein Prozent im Minus und weiteten den Jahresverlust auf rund ein Fünftel aus. Die Aktien des Spezialisten für Fernwartungssoftware befinden sich im Abwärtssog der KI-Sorgen, der viele Branchen belastet.
Die Analysten von Bernstein Research stellten die Anleger allerdings nach Betrachtung der Verdrängungsrisiken durch Künstliche Intelligenz (KI) auf noch mehr Ungemach ein. Sie zählen Teamviewer neben Aumovio, Atos, Ocado und Quadient zu den Werten, denen das dicke Ende erst noch drohe.
"Sie werden behandelt, als ob die Verwerfungen durch KI das Problem von anderen sind", schrieben die Analysten zu dieser Liste. Dabei seien hier die Verdrängungsrisiken durch Automatisierung besonders hoch. Bei Teamviewer nennt er insbesondere den traditionellen, personalintensive Fernsupport.
Mit Blick auf den Autozulieferer Aumovia bestehe das Risiko im Wandel hin zu Softare-definierten-Fahrzeugen, so die Bernstein-Experten. Da führe zu einer Verschiebung der Wertschöpfung hin zu den Autobauern, die selbst Software entwickelten, sowie hin zu neuen Wettbewerbern aus dem Halbleiter und Techbereich.
Für die Aktien von Aumovio ging es am Dienstag im frühen Handel um rund zwei Prozent auf 42,14 Euro nach unten. Damit hält der im Oktober gestartete Aufwärtstrend der Continental-Abspaltung aber noch. Wie auch Teamviewer bewertet Bernstein die Papiere weiterhin mit "Market-perform"./ag/mis/jha/




