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MÄRKTE EUROPA/Kaum verändert - USA/Iran-Gespräche im Blick

DJ MÄRKTE EUROPA/Kaum verändert - USA/Iran-Gespräche im Blick

DOW JONES--Europas Börsen sind wenig verändert in den Handel am Dienstag gestartet, und halten sich damit besser als vorbörslich indiziert. Dennoch ist im Handel von erhöhter Zurückhaltung vor der für den Berichtstag angesetzten zweiten Runde der Gespräche zwischen den USA und dem Iran die Rede. US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit eines Militärschlags immer wieder betont. Die USA haben in der vergangenen Woche einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandt. Derweil haben Einheiten der Revolutionären Garde ihre Präsenz an der Strasse von Hormuz erhöht.

Nach dem umsatzschwachen Geschäft zu Wochenbeginn wegen des "Presidents' Day" in den USA belebt sich der Handel am Dienstag. Der DAX verbessert sich um 0,1 Prozent auf 24.831 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 steigt ebenfalls um 0,1 Prozent auf 5.985 Punkte. An den Anleihemärkten geht es mit den Kursen nach oben, die Renditen fallen also. Das stützt Immobilienaktien, für die es um 0,5 Prozent nach oben geht. Am Devisenmarkt gibt der Euro leicht nach auf 1,1841 Dollar.

Daneben drückt die Sorge vor durch KI ausgelösten Disruptionen weiter. "Die Angst vor hohen KI-Investitionen und hohen KI-Bewertungen hält viele aktuell vom Aktienkauf ab. Es wird jetzt spannend, wie lange Europa das positivere Eigenleben beibehalten kann. Seit Jahresbeginn hat sich der Euro-Stoxx-50 mehr als 5 Prozent besser entwickelt als der US-Techindex Nasdaq 100", sagt Thomas Altmann von QC Partners.

Der um 11 Uhr zur Veröffentlichung anstehende ZEW-Index könnte an den Börsen Akzente setzen. Prognostiziert wird bei den Erwartungen ein Anstieg für Februar auf 65. "Ein Wert von 65 im Gesamtindex würde die Lesart stützen, dass sich die Zuversicht festigt - getragen von nachlassendem Inflationsdruck, der Hoffnung auf planbarere Zinsen und einer stabileren Konjunkturwahrnehmung", heißt es bei der LBBW.

Dank eines starken Kupfergeschäfts hat BHP überzeugende Halbjahreszahlen vorgelegt. Laut RBC Capital liegt das EBITDA leicht über den Erwartungen, genauso wie der Freie Cashflow. Angenehm überrascht zeigen sich die Analysten mit Blick auf die Ausschüttungsquote von 60 Prozent. Den Ausblick auf das laufende Jahr hat der Minengigant bestätigt. Zugleich wurde die Prognose für die Kupfer-Produktion in der Escondida-Mine 2027 nach oben angepasst. BHP gewinnen in London 1,5 Prozent.

Auch Antofagasta hat nach Einschätzung von RBC Capital solide Zahlen vorgelegt. Das EBITDA entspreche den Erwartungen, der Cashflow sei allerdings besser, genauso wie die geringere Nettoverschuldung. Als positive Überraschung heben die Analysten die um 14 Prozent über den Schätzungen ausgefallene Dividende hervor. Dennoch geht es für die Aktie 2,7 Prozent nach unten. Rohstoffaktien insgesamt geben 1,2 Prozent nach - im Handel wird auf fallende Rohstoffpreise als Begründung verwiesen.

Ottobock geben nach durchwachsenen Zahlen für das vierte Quartal 2,6 Prozent ab. Der Umsatz im Kerngeschäft ist etwa 1 Prozent unter dem Vara-Konsens von 446,6 Millionen Euro ausgefallen, schreibt Jefferies. Das bereinigte EBITDA habe dagegen 5 Prozent über der Marktschätzung gelegen.

Indes hat Norma mitgeteilt, dass der Konzernumsatz nach vorläufigen Berechnungen auf 821,7 Millionen von 881,8 Millionen Euro im Jahr 2024 zurückgegangen ist. Das Unternehmen begründete den Umsatzrückgang mit negativen Währungseffekten, der allgemeinen Marktschwäche in wichtigen Kundenindustrien wie Lkw-Produktion und Bauwirtschaft sowie dem schwachen Distributionsgeschäft mit Verbindungskomponenten. Norma verlieren 1,9 Prozent.

=== 
 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
 
Euro-Stoxx-50      5.984,51    +0,1%    5,63     +3,3% 
 
Stoxx-50         5.167,73    +0,3%   13,72     +4,6% 
 
DAX           24.831,12    +0,1%   30,21     +1,7% 
 
MDAX          31.192,93    -0,5%  -171,63     +2,2% 
 
TecDAX          3.641,28    -0,3%   -12,72     +0,9% 
 
SDAX          17.720,33    -0,4%   -77,30     +3,9% 
 
CAC           8.328,57    +0,1%   12,07     +2,0% 
 
SMI           13.726,96    +0,5%   70,96     +2,5% 
 
ATX           5.670,12    -0,0%   -0,98     +5,6% 

DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 18:01 Uhr  % YTD 
 
EUR/USD          1,1841    -0,1%   1,1852     1,1853  +1,0% 
 
EUR/JPY          180,90    -0,6%   181,94     181,90  -1,6% 
 
EUR/CHF          0,9108    -0,1%   0,9119     0,9119  -2,1% 
 
EUR/GBP          0,8715    +0,3%   0,8693     0,8697  -0,3% 
 
USD/JPY          152,77    -0,5%   153,52     153,47  -2,6% 
 
GBP/USD          1,3587    -0,3%   1,3630     1,3629  +1,3% 
 
USD/CNY          6,9211    -0,1%   6,9255     6,9255  -1,2% 
 
USD/CNH          6,8838    -0,0%   6,8846     6,8860  -1,1% 
 
AUS/USD          0,7068    -0,1%   0,7073     0,7074  +5,9% 
 
Bitcoin/USD       68.170,25    -0,6% 68.565,25   67.927,40 -22,3% 

ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
 
WTI/Nymex          62,98    63,60   -1,0%     -0,62  +9,3% 
 
Brent/ICE          67,90    68,65   -1,1%     -0,75 +11,2% 

METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
 
Gold           4.926,91   4.992,50   -1,3%     -65,60 +16,7% 
 
Silber           75,01    76,63   -2,1%     -1,62  +8,5% 
 
Platin          1.696,11   1.726,12   -1,7%     -30,01  -0,6% 
 
Kupfer            5,72     5,76   -0,8%     -0,05  +2,4% 
 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

February 17, 2026 04:11 ET (09:11 GMT)

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