Der DAX konnte sich im heutigen Handelsverlauf trotz des Gegenwinds von der Wall Street im Plus behaupten. Wie schon der Terminmarkt gestern und auch die Vorbörse heute indizierten, setzt sich in New York der Abwärtstrend nach dem verlängerten Wochenende unvermindert fort. Zusätzlich ist nach einem stärker als erwarteten Empire-State-Index zumindest in Teilen die Zinssenkungsfantasie wieder aus dem Markt gegangen, wenn diese denn überhaupt nach den schwächeren Daten vom Arbeitsmarkt jemals richtig zurückgekehrt war. Der Indikator hatte sich zuletzt immer wieder als sehr sprunghaft entpuppt und so kann sicherlich auch die heutige Überraschung nach oben erklärt werden.
Die Zukunft an den Aktienmärkten dürfte stattdessen weiter maßgeblich von der Frage abhängen, ob und wie stark die Sorgen rund um die KI-Disruption in vielen wirtschaftlichen Sektoren noch ihre Spuren in den entsprechenden Aktien hinterlassen werden. Zuletzt waren davon Softwarefirmen, Logistiker und Finanzdienstleister betroffen.
Im DAX spielen diese Sorgen allerdings eine eher untergeordnete Rolle, dennoch fokussieren sich auch hier die Anleger verstärkt auf die defensiven Sektoren und kaufen die Aktien von Vonovia, Bayer und Zalando. Und mit dem wiederholten erfolglosen Versuch, die 25 000er-Marke zurückzuerobern, hat sich auch die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett weiter eingetrübt. Der ZEW-Index hielt ebenfalls keine positive Überraschung parat. Die Konjunkturerwartungen im Februar waren erneut rückläufig und dürften insbesondere unter dem Eindruck der wechselhaften Berichtssaison in Deutschland gestanden haben.
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