DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
EZB - Christine Lagarde wird voraussichtlich vor Ablauf ihrer achtjährigen Amtszeit als Präsidentin im Oktober 2027 aus der Europäischen Zentralbank (EZB) ausscheiden, wie die Financial Times unter Berufung auf eine mit ihren Überlegungen vertraute Person berichtet. Die oberste Zentralbankerin Europas, die im November 2019 vom IWF zur EZB nach Frankfurt kam, möchte vor den französischen Präsidentschaftswahlen im April nächsten Jahres aus dem Amt scheiden. Laut der mit ihren Überlegungen vertrauten Person möchte Lagarde dem scheidenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz die Möglichkeit geben, einen neuen Chef für eine der wichtigsten Institutionen der EU zu finden. Wann Lagarde ihr Amt niederlegen wird, ist noch unklar. Die EZB lehnte eine Stellungnahme ab. (Financial Times)
KRITISCHE INFRASTRUKTUR - Die Bundesregierung plant, einen milliardenschweren "Resilienzfonds" zum Schutz kritischer Infrastruktur aufzulegen. Das geht aus einer internen Vorlage des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Der "Fonds für Zivilschutz in der Wirtschaft" soll ein Volumen von "bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr" haben, heißt es darin. Insgesamt wolle die Regierung über die nächsten vier Jahre 2 Milliarden Euro bereitstellen. "Vor dem Hintergrund aktueller Vorkommnisse" sieht es das Wirtschaftsministerium als notwendig an, Betriebe vor "kriegsbedingten Einwirkungen" zu schützen. "Insbesondere der Bereich der kritischen Energieinfrastruktur" müsse besser abgesichert werden, heißt es in dem Vermerk. Hintergrund sind Ereignisse wie die Sichtung von mutmaßlich russischen Drohnen im deutschen Luftraum sowie der großflächige Stromausfall in Berlin im Januar. (Handelsblatt)
AUTOBAHN - Der Bundesrechnungshof sieht die Autobahn GmbH nicht ausreichend gegen Cyberangriffe gewappnet. In einem vertraulichen Bericht, der dem Handelsblatt vorliegt, kritisieren die Prüfer gravierende Defizite bei Strategie und Organisation der IT. "Die Autobahn GmbH hat versäumt, wesentliche Aspekte entsprechender Entscheidungen wie Informations- und Cybersicherheit, Souveränität und langfristige Wirtschaftlichkeit als strategisches Ziel zu berücksichtigen." Angesichts der verschärften Sicherheitslage seit dem russischen Angriff auf die Ukraine wiegt das schwer. Die Gesellschaft habe "nicht untersucht, ob diese erhöhten IT-Sicherheitsforderungen Auswirkungen auf ihre IT-Strategie hatten", heißt es. (Handelsblatt)
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February 18, 2026 00:39 ET (05:39 GMT)
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