Berlin (ots) -
Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Baugenehmigungen 2025 kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:
"2025 wurden 238.500 Wohnungen genehmigt - 23.200; 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vorjahr genehmigten die Behörden gerade einmal 215 300 Wohnungen - der niedrigste Wert seit 2010 (187 600 Wohnungen).
Im Bereich der 1- und 2-Familienhäuser wurden gut 57.000 Wohnungen genehmigt, ca. 6.400 mehr als im Vorjahr. Ein Plus von knapp 13 Prozent. 128.000 waren es bei den Mehrfamilienhäusern, knapp 14.000 mehr als im Vorjahr, ein Plus von gut 12 Prozent.
Bauherren und Investoren fassen wieder etwas Vertrauen. Der Negativtrend ist gebrochen. Das ist eine gute Nachricht.
Wir warnen davor, sich von diesem Plus blenden zu lassen. Im vergangenen Jahr wurden nach unserer Einschätzung nur rund 225.000 Wohnungen fertiggestellt, während wir jährlich mindestens 100.000 Wohnungen mehr bräuchten.
Kurz: Noch immer bleibt der Wohnungsbau hinter dem Bedarf zurück. Wir schieben ein riesiges Defizit vor uns her, was den Wohnungsmarkt in den Städten unter enormen Druck setzt. Und 2026 wird nicht besser: Die Fertigstellungszahlen werden weiter sinken, weil eine genehmigte Wohnung erst in zwei bis drei Jahren fertig ist.
Immerhin: Die neu aufgelegte EH 55-Plus-Förderung wird gut angenommen und zeigt, dass gezielte Impulse wirken. Aus unserer Sicht sollten die neuen Förderungen ab 2027 langfristig verstetigt werden, damit Bauwillige besser planen können.
Zusätzlichen Schwung würde eine Anpassung der Sonder-AfA bringen, die nicht mehr an EH 40, sondern an EH-55 gekoppelt ist. Wenn EH 55 für die Eigenheimförderung ausreicht, muss der Standard erst recht für den Mietwohnungsbau und die Sonder-AfA gelten.
Die Trendwende bei den Genehmigungen ist ein erster Schritt. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch weit davon entfernt, die Schieflage am Markt zu lösen."
Pressekontakt:
Iris Rabe
Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
eMail rabe@zdb.de
Original-Content von: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/33001/6218990
Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Baugenehmigungen 2025 kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:
"2025 wurden 238.500 Wohnungen genehmigt - 23.200; 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vorjahr genehmigten die Behörden gerade einmal 215 300 Wohnungen - der niedrigste Wert seit 2010 (187 600 Wohnungen).
Im Bereich der 1- und 2-Familienhäuser wurden gut 57.000 Wohnungen genehmigt, ca. 6.400 mehr als im Vorjahr. Ein Plus von knapp 13 Prozent. 128.000 waren es bei den Mehrfamilienhäusern, knapp 14.000 mehr als im Vorjahr, ein Plus von gut 12 Prozent.
Bauherren und Investoren fassen wieder etwas Vertrauen. Der Negativtrend ist gebrochen. Das ist eine gute Nachricht.
Wir warnen davor, sich von diesem Plus blenden zu lassen. Im vergangenen Jahr wurden nach unserer Einschätzung nur rund 225.000 Wohnungen fertiggestellt, während wir jährlich mindestens 100.000 Wohnungen mehr bräuchten.
Kurz: Noch immer bleibt der Wohnungsbau hinter dem Bedarf zurück. Wir schieben ein riesiges Defizit vor uns her, was den Wohnungsmarkt in den Städten unter enormen Druck setzt. Und 2026 wird nicht besser: Die Fertigstellungszahlen werden weiter sinken, weil eine genehmigte Wohnung erst in zwei bis drei Jahren fertig ist.
Immerhin: Die neu aufgelegte EH 55-Plus-Förderung wird gut angenommen und zeigt, dass gezielte Impulse wirken. Aus unserer Sicht sollten die neuen Förderungen ab 2027 langfristig verstetigt werden, damit Bauwillige besser planen können.
Zusätzlichen Schwung würde eine Anpassung der Sonder-AfA bringen, die nicht mehr an EH 40, sondern an EH-55 gekoppelt ist. Wenn EH 55 für die Eigenheimförderung ausreicht, muss der Standard erst recht für den Mietwohnungsbau und die Sonder-AfA gelten.
Die Trendwende bei den Genehmigungen ist ein erster Schritt. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch weit davon entfernt, die Schieflage am Markt zu lösen."
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Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
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