Berlin (ots) -
Der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke hat angekündigt, Aromen für E-Zigaretten nach niederländischem Vorbild verbieten zu wollen. Er beruft sich dabei auf angebliche Erfolge eines Aromenverbots in den Niederlanden, das speziell zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erlassen wurde. Offizielle Zahlen widerlegen jedoch seine Argumente.
Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) warnt davor, diese Verbote als gesundheitspolitischen Erfolg zu interpretieren. Die verfügbaren Daten aus den Niederlanden zeigen vielmehr, dass Einschränkungen in der Geschmacksvielfalt ihre Ziele verfehlen und gegenteilige Effekte haben.
Nach Zahlen des niederländischen Statistikamts (CBS) ist der Anteil der 12- bis 18-Jährigen, die E-Zigaretten konsumieren, im Jahr nach Einführung eines Verbots für Aromen weiter gestiegen, von 6,1 Prozent im Jahr 2023 auf 7,6 Prozent im Jahr 2024. Auch der Anteil der Jugendlichen, die Tabak rauchen, nahm zu. Diese Entwicklung steht in deutlichem Widerspruch zu der Annahme, dass Verbote den Konsum unter Minderjährigen wirksam reduzieren würden.
Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass ein bedeutender Teil der erwachsenen Nutzer nach dem Verbot wieder zu Tabakprodukten zurückgekehrt ist. Aus gesundheitspolitischer Sicht kann eine solche Entwicklung keinesfalls als Erfolg gewertet werden.
Der VdeH sieht deutliche Parallelen zu den derzeit in Deutschland diskutierten Verbotsplänen. Auch hier sollen auf Betreiben des BMLEH insgesamt 13 zentrale Inhaltsstoffe in E-Zigaretten verboten werden, verbunden mit der Erwartung, dadurch insbesondere den Gesundheits- und Jugendschutz zu stärken. Aussagen des Bundesdrogenbeauftragten Hendrik Streeck gehen sogar noch weit darüber hinaus. Streeck fordert ein generelles Verbot von süßen Aromastoffen und unterstellt den Händlern und Herstellern diese als "AnfixStrategie" zu nutzen.
Nach unserer Einschätzung ist jedoch zu befürchten, dass bei einem Verbot zentraler Bestandteile von E-Liquids in Deutschland ein gegenteiliger Effekt eintreten würde. Das Verbot würde legale Produkte aus dem Markt drängen, während sich die Nachfrage vollständig in illegale und unregulierte Vertriebswege verlagern würde. Diese entziehen sich jeder Alterskontrolle, jeder Produktkontrolle und jeder steuerlichen Erfassung.
"Die Entwicklungen aus den Niederlanden zeigen deutlich, was wir auch für Deutschland erwarten können", sagt Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH. "Verbote führen nicht dazu, dass die Nachfrage verschwindet, sie verlagert sich. Und sie verlagert sich häufig in Bereiche, in denen weder Jugendschutz noch Produktsicherheit gewährleistet sind", so Pohland weiter.
Der wirksamste Jugendschutz findet dort statt, wo Produkte kontrolliert verkauft werden, im Fachhandel. Dort werden Alterskontrollen konsequent durchgeführt und sämtliche gesetzliche Vorgaben eingehalten. Im illegalen Markt hingegen fehlen diese Mechanismen vollständig.
Darüber hinaus spielen Aromen eine entscheidende Rolle für erwachsene Raucher, die auf E-Zigaretten umsteigen wollen. Eine Einschränkung der verfügbaren Geschmacksrichtungen kann daher auch den Umstieg vom Rauchen erschweren und dazu führen dass Raucher weiterhin bei der Tabakzigarette bleiben
Quellen:
- https://www.grenzecho.net/132158/artikel/2025-11-19/vandenbroucke-plant-aroma-verbot-fur-e-zigaretten
- https://www.rivm.nl/en/documenten/comprehensive-evaluation-of-e-cigarette-flavor-ban-on-consumer-behavior-and-purchasing
- https://www.rtl.nl/nieuws/binnenland/artikel/5510934/ondanks-verkoop-en-smaakjesverbod-geen-afname-van-vapende-tieners
- https://www.breda-nieuws.nl/nieuws/smaakjesverbod-effectief-dampers-maken-ze-tegenwoordig-zelf-en-het-is-makkelijker-dan-koffie-zetten
Über den VdeH
Der Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH) hat seinen Sitz in Berlin und ist ein Zusammenschluss von überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen, die E-Zigaretten und Liquids vertreiben oder herstellen. Mit seiner Gründung am 19.12.2011 ist der VdeH die älteste und größte Interessenvertretung dieser vergleichsweise jungen Branche in Deutschland. Der Verband steht für eine sinnvolle Regulierung des Produktes E-Zigarette.
Pressekontakt:
Verband des eZigarettenhandels e. V. (VdeH)
Horst Winkler
Pressesprecher
Telefon: +49 (30) 201 88 377
E-Mail: presse@vd-eh.de
Web: www.vd-eh.de
Original-Content von: Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH), übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/103765/6219110
Der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke hat angekündigt, Aromen für E-Zigaretten nach niederländischem Vorbild verbieten zu wollen. Er beruft sich dabei auf angebliche Erfolge eines Aromenverbots in den Niederlanden, das speziell zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erlassen wurde. Offizielle Zahlen widerlegen jedoch seine Argumente.
Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) warnt davor, diese Verbote als gesundheitspolitischen Erfolg zu interpretieren. Die verfügbaren Daten aus den Niederlanden zeigen vielmehr, dass Einschränkungen in der Geschmacksvielfalt ihre Ziele verfehlen und gegenteilige Effekte haben.
Nach Zahlen des niederländischen Statistikamts (CBS) ist der Anteil der 12- bis 18-Jährigen, die E-Zigaretten konsumieren, im Jahr nach Einführung eines Verbots für Aromen weiter gestiegen, von 6,1 Prozent im Jahr 2023 auf 7,6 Prozent im Jahr 2024. Auch der Anteil der Jugendlichen, die Tabak rauchen, nahm zu. Diese Entwicklung steht in deutlichem Widerspruch zu der Annahme, dass Verbote den Konsum unter Minderjährigen wirksam reduzieren würden.
Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass ein bedeutender Teil der erwachsenen Nutzer nach dem Verbot wieder zu Tabakprodukten zurückgekehrt ist. Aus gesundheitspolitischer Sicht kann eine solche Entwicklung keinesfalls als Erfolg gewertet werden.
Der VdeH sieht deutliche Parallelen zu den derzeit in Deutschland diskutierten Verbotsplänen. Auch hier sollen auf Betreiben des BMLEH insgesamt 13 zentrale Inhaltsstoffe in E-Zigaretten verboten werden, verbunden mit der Erwartung, dadurch insbesondere den Gesundheits- und Jugendschutz zu stärken. Aussagen des Bundesdrogenbeauftragten Hendrik Streeck gehen sogar noch weit darüber hinaus. Streeck fordert ein generelles Verbot von süßen Aromastoffen und unterstellt den Händlern und Herstellern diese als "AnfixStrategie" zu nutzen.
Nach unserer Einschätzung ist jedoch zu befürchten, dass bei einem Verbot zentraler Bestandteile von E-Liquids in Deutschland ein gegenteiliger Effekt eintreten würde. Das Verbot würde legale Produkte aus dem Markt drängen, während sich die Nachfrage vollständig in illegale und unregulierte Vertriebswege verlagern würde. Diese entziehen sich jeder Alterskontrolle, jeder Produktkontrolle und jeder steuerlichen Erfassung.
"Die Entwicklungen aus den Niederlanden zeigen deutlich, was wir auch für Deutschland erwarten können", sagt Oliver Pohland, Geschäftsführer des VdeH. "Verbote führen nicht dazu, dass die Nachfrage verschwindet, sie verlagert sich. Und sie verlagert sich häufig in Bereiche, in denen weder Jugendschutz noch Produktsicherheit gewährleistet sind", so Pohland weiter.
Der wirksamste Jugendschutz findet dort statt, wo Produkte kontrolliert verkauft werden, im Fachhandel. Dort werden Alterskontrollen konsequent durchgeführt und sämtliche gesetzliche Vorgaben eingehalten. Im illegalen Markt hingegen fehlen diese Mechanismen vollständig.
Darüber hinaus spielen Aromen eine entscheidende Rolle für erwachsene Raucher, die auf E-Zigaretten umsteigen wollen. Eine Einschränkung der verfügbaren Geschmacksrichtungen kann daher auch den Umstieg vom Rauchen erschweren und dazu führen dass Raucher weiterhin bei der Tabakzigarette bleiben
Quellen:
- https://www.grenzecho.net/132158/artikel/2025-11-19/vandenbroucke-plant-aroma-verbot-fur-e-zigaretten
- https://www.rivm.nl/en/documenten/comprehensive-evaluation-of-e-cigarette-flavor-ban-on-consumer-behavior-and-purchasing
- https://www.rtl.nl/nieuws/binnenland/artikel/5510934/ondanks-verkoop-en-smaakjesverbod-geen-afname-van-vapende-tieners
- https://www.breda-nieuws.nl/nieuws/smaakjesverbod-effectief-dampers-maken-ze-tegenwoordig-zelf-en-het-is-makkelijker-dan-koffie-zetten
Über den VdeH
Der Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH) hat seinen Sitz in Berlin und ist ein Zusammenschluss von überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen, die E-Zigaretten und Liquids vertreiben oder herstellen. Mit seiner Gründung am 19.12.2011 ist der VdeH die älteste und größte Interessenvertretung dieser vergleichsweise jungen Branche in Deutschland. Der Verband steht für eine sinnvolle Regulierung des Produktes E-Zigarette.
Pressekontakt:
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Horst Winkler
Pressesprecher
Telefon: +49 (30) 201 88 377
E-Mail: presse@vd-eh.de
Web: www.vd-eh.de
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