Die B+S Banksysteme AG ist mit spürbarem Rückenwind in das Geschäftsjahr 2025/26 gestartet und hat den Umsatz der ersten sechs Monate, von Juli bis Dezember 2025, zweistellig auf 6,6 Mio. Euro erhöht. Das EBIT kletterte von 0,9 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro und wuchs damit leicht stärker als der Umsatz. Mit einer Marge von 15,4 Prozent unterstreicht das Unternehmen die in den vergangenen Jahren erreichte Verbesserung der Profitabilität.
Stabile Basis durch wiederkehrende Erlöse
Die Erlöszuwächse verteilen sich sowohl auf das Projektgeschäft als auch auf regelmäßig wiederkehrende Einnahmen. Letztere, vor allem aus ASP- und Wartungsverträgen, summierten sich im Halbjahr auf 3,6 Mio. Euro und bilden weiterhin das verlässliche Fundament des Geschäftsmodells. Parallel dazu legten die Projektumsätze um 16 Prozent zu, was auf eine lebhafte Nachfrage hindeutet.
Kosten im Griff - Bilanz robust
Dank der ausgeprägten Kostendisziplin war der Material- und Sachaufwand rückläufig. Auch der Personalaufwand, der sich zuletzt infolge vorzeitiger Nachbesetzungen für altersbedingte Austritte deutlich erhöht hat, sollte sich künftig durch natürliche Fluktuation wieder entspannen.
Zum Jahresende wies B+S eine Eigenkapitalquote von 59,0 Prozent aus. Bankverbindlichkeiten bestehen - abgesehen von einem Immobilienkredit - nicht. Die liquiden Mittel lagen bei 2,5 Mio. Euro. Da viele Verträge turnusgemäß zum Jahreswechsel fakturiert werden, dürfte sich die Liquidität im weiteren Jahresverlauf nochmals deutlich erhöhen.
Konservative Planung und niedrige Bewertung
Obwohl der Vorstand die vorsichtige Jahresprognose (Umsatz auf Vorjahresniveau und leichter Ergebnisrückgang) bestätigt hat, erscheint nach dem starken Auftakt eine positive Überraschung möglich. Schon im Vorjahr hatte sich die Gesellschaft defensiv positioniert und am Ende besser abgeschnitten als angekündigt. Doch selbst auf Basis der zuletzt erzielten Ergebnisse wird die Aktie mit einem KGV von unter 9 sowie einem Kurs-Cashflow-Verhältnis von etwa 3,5 gehandelt. Angesichts der hohen Nettoliquidität und zusätzlicher stiller Reserven aus der Immobilie wirkt das Bewertungsniveau unverändert niedrig.
Fazit
B+S Banksysteme präsentiert sich weiterhin als margenstarker und bilanziell sehr solide aufgestellter Softwareanbieter. Nach dem überzeugenden Halbjahr sind die Chancen gestiegen, dass das laufende Geschäftsjahr erneut mit einem spürbaren Ergebnisplus abgeschlossen wird. Die Aktie bietet somit ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Zu beachten sind aber die geringe Handelsliquidität sowie die geringe Visibilität des Projektgeschäfts.
(aktien-globlal.de, erstellt 18.02.26, 11:15 Uhr, veröffentlicht 18.02.26, 11:22 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_bs_banksysteme/bs_banksysteme_hohe_marge_und_starke_bilanz-23125/



