DJ Schweizer Uhrenindustrie berichtet über schwachen Jahresauftakt
Von Andrea Figueras
DOW JONES--Die Schweizer Uhrenexporte sind im Januar gesunken. Dies markiert einen schwachen Jahresstart für einen angeschlagenen Sektor, der seit Monaten mit Herausforderungen wie Zöllen in den USA, Gegenwind von der Währungsseite und einem allgemeinen Nachfragerückgang bei Luxusgütern zu kämpfen hat.
Die Ausfuhren von Uhren aus der Alpenrepublik erreichten im Januar 1,9 Milliarden Schweizer Franken (2,46 Milliarden US-Dollar), wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) hervorgeht. Dies entsprach einem Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Exporte in die USA, einen Kernmarkt für Schweizer Uhren, brachen um 14 Prozent ein.
Die USA seien wieder in den negativen Bereich gerutscht und setzten damit die extreme, durch Zölle getriebene Volatilität fort, die in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres zu beobachten war, schrieben die Analysten Thomas Chauvet und Alberto Cecchetto von Citi.
US-Präsident Donald Trump hatte die Schweiz im vergangenen Jahr mit harten Handelsmaßnahmen belegt und über den Sommer einen Zoll von 39 Prozent eingeführt. Dieser wurde später auf 15 Prozent gesenkt und damit an das Niveau der Nachbarländer in der Europäischen Union angepasst.
Trotz der enttäuschenden Ergebnisse in den USA sehen die Analysten von Bernstein die "Nachfrage nach Schweizer Uhren weiterhin auf Kurs für eine schrittweise Erholung". Die Exporte von Schweizer Uhren nach Hongkong und China stiegen um 2,6 beziehungsweise 5 Prozent. Diese Trends deuteten darauf hin, dass das Vertrauen in den Markt allmählich zurückkehre, so das Brokerhaus. Chinesische Verbraucher, die jahrelang den Absatz von Luxusgütern angekurbelt hatten, haben ihre Ausgaben für solche Produkte in den letzten Jahren wegen wirtschaftlichen Probleme ihres Landes drastisch gesenkt.
Die Turbulenzen in China haben die Geschäfte der meisten Luxusmarken belastet, die stark auf diesen Markt angewiesen waren.
Der in China verzeichnete Aufwärtstrend sei ermutigend, schrieb Manuel Lang von Vontobel. Während die globalen Monatsdaten in der ersten Jahreshälfte volatil bleiben könnten, sehe die zugrunde liegende Nachfrage in China solide aus und dürfte sich im weiteren Verlauf des Jahres 2026 positiver entwickeln, so Lang.
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