
© Foto: KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
Laut Medienberichten könnten die USA schon am kommenden Wochenende Angriffe auf den Iran fliegen. Für die Aktie von Devon Energy ein weiterer Katalysator.
Spannungen vor Eskalation? Kriegsgefahr wächst!
Die Lage zwischen den USA und Iran ist angespannt. Zwar haben die Konfliktparteien im Atomstreit Gespräche aufgenommen und weitere Verhandlungsrunden angekündigt, doch die Positionen liegen unverändert weit auseinander.
Um eine Annäherung zu erreichen, bauen die Vereinigten Staaten daher weiter eine Drohkulisse auf und haben neben einer zweiten Carrier-Strike-Group weiteres Militärmaterial in die Region verlegt. Laut Berichten der Fernsehsender CNN und CBS könnte das Pentagon schon am kommenden Wochenende zu einer Militäroperation in der Lage sein. Auch Angehörige der US-Regierung warnten Teheran erneut vor einem Angriff.
Das hat am Markt für einen spürbaren Ölpreisanstieg gesorgt. Sollte es zu einer Eskalation kommen, dürfte Iran versuchen, die für den weltweiten Ölmarkt in ihrer Bedeutung kaum zu überschätzende Straße von Hormuz zu sperren. Der Ölpreis dürfte durch die Decke gehen.
Profitiert von steigenden Ölpreisen: Devon Energy
Bislang auch ohne geopolitische Spannungen gut zurecht gekommen ist in den vergangenen Monaten die Aktie von Devon Energy. Das US-Unternehmen ist in der Öl- und Gasexploration tätig und verfügt vor allem im Mittleren Westen der USA über Quellen mit vergleichsweise niedrigen Förderkosten.
Die langfristigen Zukunftsaussichten des Konzerns sind gut, nachdem der rasante Auf- und Ausbau von Rechenzentren für KI-Anwendungen den Energiebedarf der USA stark steigen lässt und mit US-Präsident Donald Trump ein Befürworter von fossilen Brennstoffen amtiert.
Starkes Quartalsergebnis trotz niedrigerer Preise
Operativ läuft es für Devon Energy hervorragend, wie die am Dienstagabend vorgelegten Quartalszahlen gezeigt haben. Aufgrund niedrigerer Öl- und Gaspreise im abgelaufenen Quartal fielen die Erlöse zwar um 6,4 Prozent auf 4,12 Milliarden US-Dollar, konnten die Erwartungen damit aber um 510 Millionen US-Dollar übertreffen.
Der pro Aktie bereinigte Gewinn fiel mit 0,82 US-Dollar zwar etwas niedriger aus als erwartet, genügte aber den Ansprüchen der Anlegerinnen und Anleger, die sich außerdem über die Ankündigung einer um mehr als 30 Prozent angehobenen Quartalsdividende freuen durften. Künftig wird Devon Energy 0,315 US-Dollar je Anteil zahlen (statt wie bisher 0,24 US-Dollar). Daraus ergibt sich für einen Kurs von etwa 44,50 US-Dollar eine Rendite von 2,83 Prozent.
Zusammenschluss geplant, 2026 dürfte richtig spannend werden
Für das kommende Geschäftsjahr stellte der Konzern einen stabilen Output in Aussicht. Im Fokus von Investoren wird ohnehin das Gelingen des Zusammenschlusses mit Coterra sein. Die beiden Unternehmen hatten im vergangenen Jahr ihre Fusion angekündigt. Aus dieser wird mit einem Börsenwert von rund 50 Milliarden US-Dollar ein ernstzunehmender Player im US-amerikanischen Öl- und Gasmarkt hervorgehen.
Zu einer größeren Kursreaktion war es trotz des Rückenwinds durch einen weiter steigenden Ölpreis zwar nicht gekommen, doch für Anlegerinnen und Anleger dürfte es nach der starken Performance in den vergangenen Monaten zu verkraften gewesen sein:

Aktie nach hartnäckigem Abwärtstrend wieder obenauf
Nach einem Verlaufshoch im März 2024 handelte die Aktie über ein Jahr in einem Abwärtstrend, der überwiegend dem Ölpreis folgte, doch seit dem Zoll-Crash im vergangenen Jahr geht es stetig bergauf - lange bevor es auch bei Öl zu einer Belebung des Kursgeschehens gekommen ist. Dadurch konnte ein Aufwärtstrend etabliert werden.
Mit dessen Hilfe konnten die Käuferinnen und Käufer zunächst die gleitenden Durchschnitte zurückerobern, wodurch es zu prozyklischen Kaufsignalen gekommen ist. Diese wurden ergänzt durch ein Golden Cross der Durchschnittslinien. Damit gelang schließlich auch der Sprung über den Widerstandsbereich bei 40 US-Dollar und zuletzt das Erreichen der Hürde bei 45 US-Dollar.
Hier könnte mit Blick auf den inzwischen etwas überkauften RSI zwar eine Konsolidierung einsetzen, doch die Chancen auf einen anhaltenden Aufwärtstrend stehen gut, denn die technischen Indikatoren haben die Erholung der Aktie mit eigenen Aufwärtstrends begleitet, was als Zeichen der Nachhaltigkeit gilt. Solange Devon Energy nicht unter 40 beziehungsweise 35/36 US-Dollar zurücksetzt, dürfte der Erholungstrend intakt bleiben. Die nächsten Kursziele zur Oberseite sind 50 und 55 US-Dollar.
Die Unternehmensbewertung spricht für Nachholpotenzial
Für höhere Kurse spricht neben dem starken Chart und den zu erwartenden Synergieeffekten aus dem Zusammenschluss mit Coterra auch die günstige Unternehmensbewertung. Für 2026 steht ein KGVe von 12,9 zu Buche. Das liegt zwar über dem 5-Jahres-Mittel von 9,3, aber deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 16,8.
Überzeugende Kennzahlen liegen auch beim KCV sowie beim EV/EBITDA-Verhältnis vor. Das Kurs-Cashflow-Verhältnis von 4,42 entspricht nicht nur einer Cashflow-Rendite von 22,3 Prozent, sondern liegt auch um 32,1 Prozent unter dem Durchschnittswert der Vergleichsgruppe (6,5). Das EV/EBITDA-Verhältnis von 4,7 bedeutet sogar einen Nachlass von 33,6 Prozent gegenüber den Mitbewerbern. Das deutet auf eine strukturelle Unterbewertung hin, der auch nicht durch die Verschuldung erklärt werden kann, die mit rund dem Einfachen des EBITDA branchenüblich ist.
Fazit: Auf diesem Niveau darf gekauft werden
An der Wall Street ist man sich über den Nachholbedarf der Aktie einig. Bei insgesamt 27 Einschätzungen zu Devon Energy liegen insgesamt 21 Empfehlungen zum Kaufen oder Übergewichten der Aktie vor, denen nur 6 Bewertungen zum Halten gegenüberstehen. Im Mittel wird der faire Wert auf 48,30 US-Dollar festgesetzt. Das entspricht gegenüber dem Mittwoch einem Aufwärtspotenzial von 8,7 Prozent.
Damit bietet Devon Energy ein attraktives Gesamtpaket aus klar erkennbaren Katalysatoren (möglicher Militärkonflikt im Mittleren Osten, wachsende Energienachfrage), einem starken operativen Geschäft zu einem fairen Preis mit potenziellen Synergieeffekten und einem ansprechenden Chart. Obendrauf gibt es eine stark angehobene Dividende, was für ein anlegerfreundliches Management spricht. Das macht die Aktie zu einem Kauf.
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Anlegerinnen und Anleger, welche auf die stark gestiegene Dividende verzichten und stattdessen lieber die Chance auf überproportional hohe Kursgewinne wahrnehmen möchten, können statt der Aktie auch auf das KO-Zertifikat MN2KV3 setzen.
Bei MN2KV3 handelt es sich um ein KO-Zertifikat mit eingebautem Stopp-Loss. Fällt Devon Energy unter die Barriere von 37,61 US-Dollar, fällt MN2KV3 nicht wertlos, sondern gewährt eine Rückzahlung von 0,39 Euro, was Verlustrisiken reduziert. Der Basispreis des Endlos-Zertifikats liegt bei 33,01 US-Dollar, woraus sich ein tagesaktueller Hebel von 3,6 sowie für einige beispielhafte Fälle folgendes Auszahlungsprofil ergibt:

Doch Vorsicht: Sollte die Aktie per Overnight-Gap (Kurslücke) unter die KO-Barriere oder gar den Basispreis fallen, sind auch kleinere Rückzahlungsbeträge als 0,39 Euro möglich - bis hin zum Totalverlust! Daher sollte die Positionsgröße mit Bedacht und dem individuellen Risikoprofil entsprechend gewählt werden.
Gastautor: Max Gross
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