FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den klaren Vortagesgewinnen hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag den Rückwärtsgang eingelegt. Belastungsfaktoren waren die steigende Gefahr eines Kriegs zwischen dem Iran und den USA und einige negativ aufgenommene Unternehmensbilanzen. Etwas getrübt wurde die Laune zudem von der US-Notenbank, die im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die Risiken betonte, die von einer zu hohen Inflation ausgehen können. Zuletzt hatte sich die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed bereits nach hinten verschoben.
Der Dax rutschte im späten Handel immer wieder unter die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten, konnte sich letztlich aber knapp darüber halten und schloss mit einem Minus von 0,93 Prozent bei 25.043,57 Zählern. Tags zuvor war der deutsche Leitindex zwischenzeitlich auf über 25.300 Punkte gestiegen und hatte den höchsten Stand seit Mitte Januar erreicht. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor am Donnerstag 0,83 Prozent auf 31.479,01 Punkte.
Nach den jüngsten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran häufen sich Hinweise auf einen möglicherweise bald bevorstehenden Krieg. Der US-Sender CBS News zitierte informierte Quellen, wonach ranghohe nationale Sicherheitsbeamte Trump mitgeteilt hätten, dass das Militär bereit sei, bereits am Samstag Angriffe auf den Iran durchzuführen. Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung über einen möglichen Angriff getroffen./edh/he
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