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MÄRKTE EUROPA/DAX gut behauptet - Geopolitik dominiert

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX gut behauptet - Geopolitik dominiert

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Freitag im frühen Handel mit einer leicht positiven Tendenz. Der DAX steigt nach dem Rücksetzer am Vortag um 0,2 Prozent auf 25.090 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 legt um 0,4 Prozent auf 6.082 Punkte zu. Im Tagesverlauf könnte aber mit Blick auf die Entwicklung im Nahen Osten der Verkaufsdruck wieder zunehmen. Denn "Risk Off" dürfte weiterhin das Gebot der Stunde sein. Ein Warnzeichen sendet bereits der Öl-Preis, das Barrel notierte am Morgen auf einem Sechsmonatshoch. Aber auch der Dollar profitiert als sicherer Hafen, der Euro kommt leicht auf 1,1761 Dollar zurück. Gold notiert per Feinunze mit 5.029 Dollar wieder stabil über der 5.000er-Marke.

Das Risiko einer möglichen US-Militärintervention im Iran lässt die Risikoprämien steigen. Auch wenn noch keine militärischen Aktionen begonnen haben, ziehen die USA Truppen in der Region zusammen. Berichten zufolge wurde US-Präsident Trump über militärische Optionen informiert. Geht es nach Pepperstone-Marktstratege Michael Brown, könnte ein Schlag bereits an diesem Wochenende erfolgen, auch wenn die endgültige Entscheidung noch aussteht. Anders als bei früheren punktuellen Schlägen befürchte der Markt diesmal die Möglichkeit eines Regimewechsels, was einen langwierigen Konflikt bedeuten würde. Dennoch hätten geopolitische Ereignisse oft nur eine kurze Halbwertszeit an den Märkten. Da die Öl-Kapazitäten weltweit ausreichend seien, dürften dauerhafte steigende Notierungen für Öl ausbleiben - es sei denn, es komme zu Problemen in der Straße von Hormus.

Stimmungsaufhellung in Deutschland

Das Wachstum in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar stärker beschleunigt als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes hat erneut zugelegt und die Konsensschätzung klar übertroffen. Zudem ist der Index mit 50,7 erstmals seit dem Sommer 2022 wieder in den Expansionsbereich vorgedrungen. Auch im Servicesektor kam es zu einer Verbesserung der Stimmungslage und so hellen sich die wirtschaftlichen Perspektiven auf. Unmittelbaren Einfluss auf die Geldpolitik erwarten die Marktstrategen der Helaba von den Zahlen aber nicht. Zudem lasse die Lage in Frankreich noch zu Wünschen übrig. Dort habe sich der Industriesektor überraschend deutlich abgeschwächt, während es im Servicesektor zu einer kleinen Erholung gekommen sei.

Von der laufenden Berichtssaison kommen noch einige Impulse. Leicht positiv werten die Analysten der RBC das vierte Quartal bei Sika (+1,7%), hier konnte das EBITDA den Konsens leicht übertreffen. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 liege im Rahmen der Erwartungen, die Prognose für die EBITDA-Marge von 19,5 bis 20,0 Prozent treffe sich mit den aktuellen Erwartungen in Höhe von 19,68 Prozent. Insgesamt erwarten die Analysten keine wesentlichen Änderungen an den Konsensschätzungen.

Die Aktie von Moncler springt um 10,4 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen einen Umsatz über den Schätzungen gemeldet hat. Dies treibt die Luxusaktien auf dem ganzen Kontinent an und verhilft dem europäischen Branchenindex zu einem Plus von 1,6 Prozent. Das französische Luxusgüter-Schwergewicht LVMH legt um 2,7 Prozent zu, Burberry führen mit 2,7 Prozent die Gewinnerliste im FTSE-100 an.

Der französische Lebensmittelkonzern Danone meldete für das vierte Quartal einen flächenbereinigten Umsatzanstieg von 4,7 Prozent. Analysten hatten laut einer vom Unternehmen zusammengestellten Schätzung für das Quartal mit einem Wachstum von 4,4 Prozent gerechnet. Eine Reihe von Rückrufen von Säuglingsnahrung überschatten jedoch die ansonsten guten Ergebnisse, die Aktie verliert 0,4 Prozent.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.081,80    +0,4%   22,18     +5,4% 
Stoxx-50         5.229,64    +0,3%   17,63     +6,6% 
DAX           25.089,97    +0,2%   46,40     +3,2% 
MDAX          31.689,02    +0,7%   210,01     +3,7% 
TecDAX          3.691,20    -0,2%   -7,00     +2,7% 
SDAX          17.976,54    -0,0%   -6,51     +5,3% 
CAC           8.462,29    +0,8%   63,51     +3,4% 
SMI           13.838,07    +0,3%   38,48     +4,1% 
ATX           5.805,13    +0,3%   16,60     +9,3% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Do, 17:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1761    -0,1%   1,1773     1,1767  +0,3% 
EUR/JPY          183,02    +0,3%   182,43     182,32  -0,9% 
EUR/CHF          0,9120    -0,1%   0,9126     0,9121  -2,2% 
EUR/GBP          0,8742    +0,0%   0,8740     0,8748  +0,1% 
USD/JPY          155,61    +0,4%   154,98     154,94  -1,3% 
GBP/USD          1,3454    -0,1%   1,3470     1,3451  +0,2% 
USD/CNY          6,9369    +0,1%   6,9329     6,9313  -1,4% 
USD/CNH          6,9035    +0,0%   6,9007     6,8993  -1,3% 
AUS/USD          0,7056    -0,0%   0,7059     0,7055  +5,6% 
Bitcoin/USD       67.898,90    +1,4% 66.933,50   66.154,70 -25,0% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          66,26    66,40   -0,2%     -0,14 +13,3% 
Brent/ICE          71,49    71,66   -0,2%     -0,17 +15,2% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.029,45   4.995,81   +0,7%     33,64 +15,2% 
Silber           80,00    78,50   +1,9%      1,49  +8,4% 
Platin          1.798,17   1.767,66   +1,7%     30,51  +0,7% 
Kupfer            5,79     5,74   +0,9%      0,05  +2,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

February 20, 2026 04:11 ET (09:11 GMT)

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