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MÄRKTE EUROPA/Vorsichtig aufwärts - Wirtschaft gewinnt an Dynamik

DJ MÄRKTE EUROPA/Vorsichtig aufwärts - Wirtschaft gewinnt an Dynamik

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte tendieren am Freitagmittag gut behauptet. Der DAX steigt nach dem Rücksetzer am Vortag um 0,2 Prozent auf 25.090 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 legt um 0,3 Prozent auf 6.078 Punkte zu. Anleger agieren allerdings auf Grund der Entwicklung im Nahen Osten vorsichtig. Denn "Risk off" heißt weiter das Gebot der Stunde. Ein Warnzeichen sendet bereits der Ölpreis, das Barrel der Sorte Brent notiert am Morgen auf einem Sechsmonatshoch. Aber auch der Dollar profitiert als sicherer Hafen, der Euro kommt leicht auf 1,1765 Dollar zurück. Gold notiert per Feinunze mit 5.017 Dollar wieder stabil über der 5.000er-Marke.

Das Risiko einer möglichen US-Militärintervention im Iran lässt die Risikoprämien steigen. Auch wenn noch keine militärischen Aktionen begonnen haben, ziehen die USA Truppen in der Region weiter zusammen. Berichten zufolge wurde US-Präsident Trump über militärische Optionen informiert. Geht es nach Pepperstone-Marktstratege Michael Brown, könnte ein Schlag bereits an diesem Wochenende erfolgen. Anders als bei früheren punktuellen Schlägen befürchte der Markt diesmal die Möglichkeit eines Regimewechsels, was einen langwierigen Konflikt bedeuten würde. Da die Ölkapazitäten weltweit ausreichend seien, dürften dauerhaft steigende Notierungen für Öl ausbleiben - es sei denn, es komme zu Problemen in der Seestraße von Hormus.

Euroraum-Wirtschaft gewinnt an Dynamik

Die Eurozone-Wirtschaft hat im Februar das stärkste Wachstum seit drei Monaten verzeichnet. Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - erhöhte sich auf 51,9 Zähler von 51,3 im Vormonat. Auf Länderebene verzeichnete Deutschland das stärkste Wachstum seit vier Monaten, während die Wirtschaftsleistung in Frankreich weitgehend stagnierte. "Vielleicht ist es etwas verfrüht, aber dies könnte einen Wendepunkt für die Industrie markieren, denn der PMI ist in den grünen Bereich zurückgekehrt", kommentierte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank.

Von der laufenden Berichtssaison kommen noch einige Impulse. Leicht positiv werten die Analysten der RBC das vierte Quartal bei Sika (+3,1%), das EBITDA übertraf den Konsens leicht. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 liege im Rahmen der Erwartungen, die Prognose für die EBITDA-Marge von 19,5 bis 20,0 Prozent treffe sich mit den aktuellen Erwartungen von 19,68 Prozent. Insgesamt erwarten die Analysten keine wesentlichen Änderungen an den Konsensschätzungen.

Die Aktie von Moncler springt um 12 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen einen Umsatz über den Schätzungen gemeldet hat. Dies treibt die Luxusaktien auf dem ganzen Kontinent an und verhilft dem europäischen Branchenindex zu einem Plus von 1,6 Prozent. Das französische Luxusgüter-Schwergewicht LVMH legt um 2,7 Prozent zu, Burberry handeln 2,7 Prozent höher.

Der französische Lebensmittelkonzern Danone meldete für das vierte Quartal einen flächenbereinigten Umsatzanstieg von 4,7 Prozent. Analysten hatten laut einer vom Unternehmen zusammengestellten Schätzung für das Quartal mit einem Wachstum von 4,4 Prozent gerechnet. Eine Reihe von Rückrufen von Säuglingsnahrung überschatten jedoch die ansonsten guten Ergebnisse, die Aktie verliert 0,5 Prozent.

Die Verbesserung des Margenziels von Air Liquide (+3,8%) bestätige das Vertrauen der Anleger in den französischen Industriegasekonzern, meint der Analyst Massimo Bonisoli von Equita. Air Liquide strebt für 2026 ein Wachstum des wiederkehrenden Ergebnisses und der operativen Marge an.

Aston Martin (-1,1%) hat eine Warnung für das Ergebnis 2025 ausgesprochen, sich aber nicht explizit zu den Erwartungen für 2026 im Vergleich zu den Konsensschätzungen geäußert. Dies könnte laut Bernstein bedeuten, dass es über 2025 hinaus keine Warnung gibt.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.077,81    +0,3%   18,19     +4,6% 
Stoxx-50         5.223,89    +0,2%   11,88     +6,0% 
DAX           25.089,89    +0,2%   46,32     +2,3% 
MDAX          31.776,66    +0,9%   297,65     +2,8% 
TecDAX          3.694,24    -0,1%   -3,96     +2,1% 
SDAX          18.002,77    +0,1%   19,72     +4,7% 
CAC           8.462,05    +0,8%   63,27     +3,1% 
SMI           13.798,23    -0,0%   -1,36     +4,0% 
ATX           5.794,19    +0,1%    5,66     +8,7% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 18:44 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1767    -0,0%   1,1773     1,1835  +0,2% 
EUR/JPY          182,73    +0,2%   182,43     181,67  -1,0% 
EUR/CHF          0,9133    +0,1%   0,9126     0,9129  -2,0% 
EUR/GBP          0,8732    -0,1%   0,8740     0,8740  +0,2% 
USD/JPY          155,28    +0,2%   154,98     153,50  -1,2% 
GBP/USD          1,3475    +0,0%   1,3470     1,3542  -0,0% 
USD/CNY          6,9355    +0,0%   6,9329     6,9244  -1,3% 
USD/CNH          6,9017    +0,0%   6,9007     6,8877  -1,1% 
AUS/USD          0,7049    -0,1%   0,7059     0,7057  +5,8% 
Bitcoin/USD       67.413,55    +0,7% 66.933,50   66.950,25 -24,5% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          66,12    66,40   -0,4%     -0,28 +16,2% 
Brent/ICE          71,38    71,66   -0,4%     -0,28 +17,9% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.016,27   4.995,81   +0,4%     20,46 +15,6% 
Silber           80,19    78,50   +2,1%      1,68 +10,1% 
Platin          1.797,51   1.767,66   +1,7%     29,85  +0,8% 
Kupfer            5,75     5,74   +0,3%      0,01  +1,9% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 20, 2026 07:25 ET (12:25 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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