DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
S&P Global: Deutsche Wirtschaft gewinnt im Februar an Stärke
Das Wachstum in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar stärker beschleunigt als erwartet. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 53,1 von 52,1 Punkten im Vormonat, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung für den Monat hervorgeht. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg auf 52,3 erwartet. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.
S&P Global: Euroraum-Wirtschaft gewinnt im Februar an Dynamik
Die Eurozone-Wirtschaft hat im Februar das stärkste Wachstum seit drei Monaten verzeichnet. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - erhöhte sich auf 51,9 Zähler von 51,3 im Vormonat, wie S&P Global im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 51,5 Punkte vorhergesagt. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf eine Schrumpfung hin.
Mit den PMIs zieht auch die Inflation wieder an
ING-Europa-Chefvolkswirt Carsten Brzeski weist darauf hin, dass mit den Einkaufsmanagerindizes (PMIs) auch die Inflation anzieht - jedenfalls die in den PMI-Umfragen erhobene. "Sowohl die Inputkosten als auch die Verkaufspreise sind im Februar gestiegen, wobei der Anstieg der Verkaufspreise im verarbeitenden Gewerbe stärker ausfiel als im Dienstleistungssektor", schreibt er in einem Kommentar. Angetrieben durch eine Erholung des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland gewinne die Wirtschaft der Eurozone an Dynamik und lasse die geopolitischen Spannungen der Vergangenheit hinter sich - zumindest vorerst.
PMI-Daten nähern sich an - Zinsausblick für Pfund vs Euro im Fokus
Die am Freitag veröffentlichten vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Großbritannien und die Eurozone für Februar sind beide etwas stärker als erwartet ausgefallen und zeigen eine Annäherung der beiden Volkswirtschaften, schreibt Barry van der Laan von Monex Europe in einer Research Note. Für den Euro gegenüber dem Pfund verlagere dies den Fokus weg von den Wachstumsunterschieden zwischen Großbritannien und der Eurozone und hin zu den Zinsdifferenzen, meint er. "Da sowohl Großbritannien als auch die Eurozone expandieren, wird [das Pfund gegenüber dem Euro] mehr von den relativen Zinserwartungen als vom Wachstumsmomentum allein angetrieben werden."
Euro und europäische Renditen nach PMI-Daten der Eurozone schwächer
Der Euro und die Renditen europäischer Staatsanleihen notieren weiterhin schwächer und zeigen damit nur eine begrenzte Reaktion, obwohl die Umfrage zu den Einkaufsmanagerindizes der Eurozone die Prognosen übertroffen hat. Der Composite-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone ist im Februar auf 51,9 von 51,3 im Januar gestiegen und lag damit über den in einer Umfrage des WSJ unter Ökonomen erwarteten 51,5. Ein Wert von über 50 signalisiert ein Wachstum der Aktivität im Privatsektor.
EZB: Anstieg der Tariflöhne beschleunigt sich im vierten Quartal
Der Anstieg der Tariflöhne im Euroraum hat sich im vierten Quartal 2025 beschleunigt. Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhobene Tariflohnindikator stieg mit einer Jahresrate von 2,95 Prozent. Für das dritte Quartal meldete die EZB einen Zuwachs von revidiert 1,89 (vorläufig: 1,87) Prozent.
DJG/DJN/apo
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February 20, 2026 07:30 ET (12:30 GMT)
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