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Friedrich Report
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Kupfer - das neue Silber?

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Während Silber bereits explodiert ist, entsteht im Schatten der Märkte der nächste große Rohstoff-Schock.

Kupfer läuft auf eine historische Angebotslücke zu, genau in dem Moment,

in dem Elektrifizierung, Energiewende und Künstliche Intelligenz den Bedarf strukturell nach

oben treiben. Einer der relevantesten Rohstoffe wird knapp, während seine Bedeutung für

die neue Weltordnung explodiert und der Markt hat diese Realität bis heute nicht eingepreist.

Silber steckt klar in einem historischen Bullenmarkt. Der Preis ist in kürzester Zeit explodiert

und hat zwischenzeitlich sogar die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar

überschritten. Diese Bewegung war begleitet von extremer Volatilität - ein typisches Zeichen

für einen hochgehebelten Papiermarkt, in dem Preise schneller fallen können, als sich

Fundamentaldaten ändern. Genau deshalb ist die Unterscheidung entscheidend:

Physisches Silber ist kein Papiersilber. Während Futures und Derivate von Liquidationen

und Margin Calls getrieben werden, bleibt der physische Markt strukturell eng. Parabolische

Anstiege zeigen, dass ein Großteil der kurzfristigen Fantasie bereits eingepreist ist.

Für langfristig orientierte Sachwertinvestoren geht es deshalb nicht um die nächste schnelle

Bewegung im Chart, sondern um die Frage, wo der nächste strukturelle Engpass entsteht -

und damit die nächste große Chance?

Kupfer: Unterschätzter Rohstoff der Künstlichen Intelligenz

Die Antwort führt zu einem Metall, das deutlich weniger emotional aufgeladen ist als Gold

oder Silber aber für die moderne Welt ungleich wichtiger: Kupfer.

1Silber profitiert aktuell von mehreren Faktoren gleichzeitig: monetäre Unsicherheit,

Inflationserwartungen, geopolitische Spannungen und eine wachsende industrielle

Nachfrage. Gleichzeitig steigt mit zunehmendem Preisniveau die Wahrscheinlichkeit starker

Rücksetzer, so wie wir Sie bereits Ende Januar eindruckvoll erlebt haben, als Silber

innerhalb eines Tages um satte 35 Prozent einbrach. Historisch betrachtet enden

parabolische Anstiege fast immer in hoher Volatilität.

Interessant ist dabei ein oft übersehener Aspekt: Ab einem Silberpreis von rund 134

US-Dollar beginnt Substitution wirtschaftlich sinnvoll zu werden (siehe nächster Chart).

In industriellen Anwendungen kann Silber dann zunehmend durch günstigere Metalle wie

Aluminium ersetzt werden. Auch das setzt dem Aufwärtspotenzial mittelfristig Grenzen.

Quelle: eigene Darstellung nach

https://x.com/abcampbell/status/2015543236798849070?s=12&t=mWSeF7GPejwqHypTfUx

1zw

Für Anleger bedeutet das: Silber bleibt langfristig interessant - doch der asymmetrische

Chancenraum verschiebt sich. Kupfer hat hingegen keine monetäre Komponente. Kupfer ist

entscheidend für die Infrastruktur des 21. Jahrhunderts.

Ohne Kupfer funktionieren weder Stromnetze noch Elektromobilität, Rechenzentren,

erneuerbare Energien oder moderne Industrieprozesse. Die Elektrifizierung der Welt ist

ohne Kupfer schlicht unmöglich. Und der Bedarf ist enorm. Ein Blick auf den

Verkehrssektor verdeutlicht die Dimension:

? Ein klassischer Verbrenner enthält rund 22 Kilogramm Kupfer

? Ein Hybridfahrzeug bereits etwa 40 Kilogramm

? Ein reines Elektroauto benötigt im Schnitt über 80 Kilogramm Kupfer

Und dabei ist die gesamte Lade- und Netzinfrastruktur noch nicht berücksichtigt.

Transformatoren, Hochspannungsleitungen, Schnellladestationen und Speicherlösungen

sind extrem kupferintensiv. Während die Nachfrage strukturell steigt, gerät das Angebot

zunehmend unter Druck.

Prognosen gehen davon aus, dass die Welt bis 2040 mit einem Kupferdefizit von rund 10

Millionen Tonnen konfrontiert sein könnte (siehe nächster Chart). Das entspricht etwa

einem Drittel der heutigen Jahresnachfrage. Das zeigt der folgende Chart der Financial

Times.

Quelle:eigene Darstellung nach https://www.ft.com/content/9d69ce4d-648e-44f9-812d-ecb811b751e5

Gleichzeitig wird erwartet, dass die globale Kupfernachfrage von derzeit rund 28 Millionen

Tonnen auf etwa 42 Millionen Tonnen ansteigt. Getrieben wird dieser massive Zuwachs vor

allem durch die fortschreitende Elektrifizierung des Verkehrs, den weltweiten Ausbau der

Stromnetze, die anhaltende Urbanisierung insbesondere in Asien sowie den insgesamt stark

steigenden Energiebedarf. Ein zusätzlicher, zunehmend bedeutender Faktor ist der rasante

Ausbau der Künstlichen Intelligenz, der enorme Mengen an Strom - und damit Kupfer -

erfordert.

Besonders bemerkenswert ist dabei der rasant steigende Kupferbedarf von

KI-Rechenzentren, der bis zum Jahr 2040 um mehr als 120 Prozent zulegen könnte.

Rechenzentren gehören zu den kupferintensivsten Infrastrukturen überhaupt - von der

Hochspannungsanbindung über Kühl- und Verteilungssysteme bis hin zur internen

Verkabelung. Dem steht eine Angebotsseite gegenüber, die kaum in der Lage ist, flexibel zu

reagieren: so wird bis 2040 ein Angebotsdefizit von ca. 14 Millionen Tonnen erwartet.

Quelle: eigene Darstellung nach: https://x.com/thexcapitalist/status/2014719443486527756?s=20

Neue Kupferminen benötigen häufig einen Vorlauf von zehn bis zwanzig Jahren,

Genehmigungsverfahren werden zunehmend komplexer, die Produktionskosten steigen

kontinuierlich und die Erzgehalte sind in den vergangenen Jahrzehnten um rund 40 Prozent

gesunken.

Hinzu kommt, dass die größten produzierenden Kupferminen weltweit im Durchschnitt

bereits über 60 Jahre alt sind. Besonders alarmierend ist zudem, dass in den letzten fünf

Jahren weltweit lediglich vier größere neue Kupfervorkommen entdeckt wurden (siehe

nächster Chart). Ein dramatisches Missverhältnis zur künftig stark steigenden Nachfrage.

Quelle: eigene Darstellung nach https://x.com/ekwufinance/status/2001367378538410153?s=20

Ein oft unterschätzter Zusammenhang ist die direkte Verbindung zwischen Künstlicher

Intelligenz und Kupfer. KI skaliert über Rechenleistung. Rechenleistung skaliert über Strom.

Strom skaliert über Kupfer. Ein einzelner moderner NVIDIA-KI-Servercluster kann heute

bereits Leistungen von über 100 Kilowatt aufnehmen. Jeder zusätzliche Megawatt

Rechenleistung erfordert Kupfer entlang der gesamten Infrastruktur. Von der

Hochspannungsanbindung über Transformatoren und Kabeltrassen bis zur internen

Verteilung. Überall wird viel Kupfer benötigt. Der entscheidende Punkt: Alle großen

Tech-Konzerne skalieren ihre KI-Infrastruktur gleichzeitig. Das macht Kupfer nicht nur

knapp, sondern strategisch.

Top-Investoren sehen Chancen

Dass Kupfer zunehmend in den Fokus großer Kapitalgeber rückt, zeigt sich auch an den

Aussagen prominenter Investoren. Robert Friedland, einer der weltweit erfahrensten

Rohstoffunternehmer, warnt seit Längerem vor einem strukturellen Kupfermangel

historischen Ausmaßes. Er betont, dass der Markt das Ausmaß der kommenden

Angebotslücke massiv unterschätze, insbesondere vor dem Hintergrund von Elektrifizierung

und Künstlicher Intelligenz.

In eine ähnliche Richtung argumentiert Chamath Palihapitiya, einer der bekanntesten

Investoren aus dem Silicon Valley. Auch er sieht Kupfer als strategischen Engpassrohstoff

der kommenden Jahre und verweist darauf, dass technologische Skalierung ohne massive

Investitionen in physische Infrastruktur nicht möglich ist. Wenn sowohl erfahrene

Rohstoffunternehmer als auch technologiegetriebene Investoren unabhängig voneinander

5zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen, unterstreicht das die besondere Bedeutung von

Kupfer im kommenden Jahrzehnt.

Kupfer schafft den Ausbruch

Auch technisch zeigt sich ein überzeugendes Bild. Nach einer mehrjährigen

Bodenbildungsphase zwischen 2022 und 2025 hat Kupfer zuletzt wieder deutlich angezogen

und sogar den Ausbruch auf ein neues Hoch geschafft.

Für Anleger stellt sich damit zwangsläufig die Frage nach dem geeigneten

Investmentvehikel. Ein direktes physisches Investment in Kupfer ist für Privatanleger in der

Praxis kaum sinnvoll, da Kupfer überwiegend über Terminmärkte gehandelt wird und dabei

regelmäßig Rollkosten entstehen, die die Rendite langfristig belasten können. Deutlich

effizienter ist daher der Zugang über Kupferminen-Aktien, die nicht nur vom steigenden

Kupferpreis, sondern auch von operativen Hebeleffekten profitieren. Entscheidend ist dabei

die Auswahl qualitativ hochwertiger Produzenten und Entwickler mit soliden Reserven,

wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen und stabilen politischen Rahmenbedingungen. Eine

vertiefte Analyse ausgewählter Kupferminen findet sich unter anderem in meinem

Investmentnewsletter, dem Friedrich Report.

Kupfer steht am Beginn eines strukturellen Megatrends, getragen von Elektrifizierung,

Energiewende und dem rasanten Ausbau Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig stößt das

Angebot an harte geologische, regulatorische und zeitliche Grenzen, was die

Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen Engpasses deutlich erhöht. Für langfristig orientierte

Sachwertinvestoren eröffnet sich damit eine strategische Investmentchance, dessen

Bedeutung vom Markt bislang noch unterschätzt wird.

Über den Autor

Marc Friedrich ist Deutschlands erfolgreichster Sachbuchautor (7 SPIEGEL Bestseller in

Folge), ausgewiesener Finanzexperte, gefragter Redner, YouTube-Star, bekannt aus Funk

und TV, Vordenker, Freigeist und Honorarberater. Sein neuester SPIEGEL Bestseller trägt

den Titel "Die größte Revolution aller Zeiten - Warum unser Geld stirbt und wie Sie davon

profitieren" und beschäftigt sich ausschließlich mit den Themen Bitcoin, Zyklen und

Geldgeschichte. Außerdem ist Marc Friedrich Gründer und Initiator des Investmentbriefs

Friedrich Report, in dem Analysen zu einzelnen Aktien, aber auch zu Rohstoffen und Bitcoin

veröffentlicht werden. Mehr Informationen: www.friedrich-partner.de; www.marc-friedrich.de

und friedrich.report Twitter und Instagram: @marcfriedrich7

Enthaltene Werte: EU0009652759,XD0002747026,XD0002746952,XD0002058432,189388994,BTC~USD,BTC~EUR,378696065

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