Wien (www.anleihencheck.de) - Die erste Schätzung zum US-BIP im vierten Quartal 2025 kam mit einem Wert von 1,4 % (p.q., annualisiert) klar unter den Erwartungen in Höhe von 3 % zu liegen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.Hauptausschlaggebend sei ein klarer Rückgang bei den Staatsausgaben gewesen (Stichwort Government Shutdown). Die Nettoexporte hätten im Schlussquartal nur marginal zum Wachstum beigetragen. Der für die US-Wirtschaft so wichtige private Konsum habe etwas an Tempo verloren, die Investitionskomponente habe aber zeitgleich etwas an Fahrt aufnehmen können. In Kombination erscheine diese Dynamik von Konsum und Investitionen weiterhin als solide, die Abwärtsüberraschung bei der BIP-Gesamtzahl sollte also nicht überinterpretiert werden. Es könne im Q1 2026 sogar zu einem stärkeren Aufschwung kommen, da sich die Staatsausgaben in diesem Quartal wieder normalisiert hätten. Die PMI-Schnellschätzungen für Februar zeichneten ein positives Bild der aktuellen Konjunkturdynamik in der Eurozone. So habe der Industrie-PMI überraschend stark von 49,5 auf 50,8 Punkte zulegen können und notiere somit wieder über der entscheidenden 50-Punkte-Marke. Der Dienstleistungs-PMI habe zwar nur schwächer von 51,6 auf 51,8 Punkte steigen können, verbleibe somit aber weiterhin auf einem soliden Niveau. Auf der Länderebene steche insbesondere Deutschland hervor, hier hätten alle drei PMIs (Industrie, Dienstleistungen und Gesamt) stärker zulegen können als erwartet, wohl auch bedingt durch erste positive Effekte erhöhter Fiskalausgaben. Die beobachtete Entwicklung der PMIs decke sich mit unseren Erwartungen für das Jahr 2026. Wir sähen erhöhte Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung als positiven Wachstumsimpuls an, was unsere BIP-Wachstumsprognose für die Eurozone in Höhe von 1,4 % reflektiere. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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