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MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben mit neuen Trump-Zöllen unter Abgabedruck

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben mit neuen Trump-Zöllen unter Abgabedruck

DOW JONES--Weiter mit moderaten Verlusten zeigen sich Europas Börsen am Montagmittag. Allgemein herrscht Verunsicherung bezüglich der US-Zollpolitik nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs am Freitag. Nach der Entscheidung des Gerichts, dass US-Präsident Donald Trump mit der Einführung pauschaler Importzölle auf Basis eines Notstandsgesetzes seine Befugnisse überschritten habe, verkündete Trump umgehend neue Zölle. Ebenso, wie es am Freitag zu keinem Euphorieausbruch an den Börsen kam, halten sich damit zunächst aber auch die neuen Sorgen im Hinblick auf eine neue Phase der Unsicherheit in Grenzen. Trump beruft sich nun auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 und erhebt einen globalen Basiszoll von 15 Prozent, der zunächst 150 Tage eingesetzt werden kann, um außenwirtschaftliche Ungleichgewichte zu korrigieren.

Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 25.109 Punkte. Damit gibt er die Gewinne aus dem späten Handel am Freitag wieder ab, die er in erster Reaktion auf das Urteil eingefahren hatte. Der Euro-Stoxx-50 handelt 0,2 Prozent niedriger bei 6.120 Punkten. Am Devisenmarkt gibt der Euro die Aufschläge vom Freitag wieder ab und geht bei 1,1780 Dollar um. An den Anleihemärkten geht es mit den Kursen nach unten, die Renditen steigen also. Die Ölpreise zeigen sich wenig verändert. Und das trotz der schwer abzuschätzende Folgen der Spannungen zwischen den USA und Iran. Störungen in der Straße von Hormus - der globalen Schifffahrtsstraße, durch die 20 Prozent der weltweiten Ölströme fließen - stellen laut Peel Hunt ein Versorgungsrisiko dar, das den optimistischen globalen Ausblick für dieses Jahr fundamental infrage stellen könnte.

Mit Blick auf die Zollpolitik in den USA ist für Exporteure der EU eine zentrale, aber offene Frage, ob der "Turnberry-Deal" zwischen den USA und der EU vom Sommer 2025 weitergeführt werde, so die Commerzbank. Für die kommenden Monate halten die Analysten das für das etwas wahrscheinlichere Szenario. In diesem Fall würde sich für viele Exporteure aus der EU de facto nur wenig ändern. Denn die Turnberry-Vereinbarung sieht ebenfalls für die meisten Waren aus der EU einen Zoll von 15 Prozent vor. Sollte die Vereinbarung aufgekündigt werden, würden für viele Waren höhere Zölle gelten als derzeit, so die Analysten. Das gelte höchstwahrscheinlich auch für die Zeit nach den 150 Tagen, denn die Trump-Regierung werde andere Gesetze nutzen, um ihre Zollagenda durchzusetzen.

Das Ifo-Geschäftsklima in Deutschland hat sich derweil verbessert und zudem die Konsensschätzung übertroffen. Dieser stieg im Februar von 87,6 auf 88,6, Ökonomen hatten 88,1 prognostiziert. Solide ausgefallene Einkaufsmanagerindizes hatten zuvor bereits auf die Stimmungserholung bei den Unternehmen hingewiesen. Erfreulich werten die Marktstrategen der Helaba, dass sowohl die Ifo-Erwartungen zulegen konnten als auch die ifo-Lageeinschätzungen. Alles in allem hellten sich die konjunkturellen Perspektiven auf.

Branchenseitig werden Finanzwerte favorisiert, Bankaktien gewinnen 1 Prozent, am Ende rangieren Rüstungstitel (-1,6%) und Pharmatitel (-1,7%). Einen Kursrutsch um 14,5 Prozent erlebt die Novo Nordisk-Aktie. Auslöser ist die Nachricht, dass der experimentelle Gewichtssenker CagriSema in einer direkten klinischen Studie nicht den Erfolg des Eli Lilly-Präparats Zepbound übertreffen konnte. RBC hat die Aktie der spanischen Bank Santander (+2,7%) auf "Outperform" von "Sectorperform" angehoben.

Aktien von Luxusgüteraktien zeigen sich europaweit fest. Für Kering geht es um 3,2, für Burberry um 2,6, für LVMH um 1,4 Prozent nach oben. Analysten wie die von Bernstein, sehen das jüngste Zollurteil in den USA als gute Nachricht für den Sektor zumal sie bedeutend in die USA exportiere. Andere Marktteilnehmer sehen die Kursgewinne auch im Zusammenhang mit neuen Daten aus China, dem wichtigsten Exportland. Die Daten zu den chinesischen Neujahrsfeiertagen deuten laut den Citi-Analysten auf eine allgemein robuste Binnennachfrage hin.

Mit einem Kurssprung um 6,8 Prozent reagieren Enel auf diverse Nachrichten vom Kapitalmarkttag. Der italienische Versorger will im Rahmen eines Dreijahresplans die Ausgaben in allen Geschäftsbereichen erhöhen und die Renditen für die Aktionäre nach oben anpassen. Danach sollen die Bruttoinvestitionen auf rund 53 Milliarden Euro steigen - ein Plus von rund 10 Milliarden Euro gegenüber dem vorherigen Dreijahresplan. Außerdem legt Enel ein Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Euro auf.

Infineon will für bis zu 200 Millionen eigene Aktien über die Börse zurückkaufen. Die Aktie zeigt sich wenig bewegt. Für Airbus haben die Analysten von JP Morgan ihre Prognosen für den Gewinn im Zeitraum 2026 bis 2030 um jährlich 4 bis 11 Prozent gesenkt. Sie nehmen eine etwas vorsichtigere Haltung bezüglich des Hochlaufens der Flugzeugproduktion ein und bewerten angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre den operativen Hebel zurückhaltender. Airbus kommen um 1,7 Prozent zurück.

Adidas gewinnen 1 Prozent, im MDAX legen Puma um 0,7 Prozent zu. Beide Unternehmen lassen in Südostasien produzieren, in Ländern, die von der neuen Zollsituation leicht profitieren, weil sie zuvor besonders hohe Zölle auferlegt bekommen hatten.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.120,48    -0,2%   -10,83     +5,9% 
Stoxx-50         5.237,76    -0,4%   -20,90     +6,9% 
DAX           25.109,47    -0,6%  -151,22     +3,1% 
MDAX          31.613,80    -0,7%  -209,59     +3,9% 
TecDAX          3.690,73    -0,8%   -30,77     +2,7% 
SDAX          17.929,97    -0,5%   -93,95     +4,9% 
CAC           8.503,77    -0,1%   -11,72     +4,5% 
SMI           13.841,59    -0,1%   -18,17     +4,5% 
ATX           5.823,30    +0,3%   15,86     +9,0% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Do, 17:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1780    -0,1%   1,1794     1,1767  +0,4% 
EUR/JPY          182,48    -0,1%   182,73     182,32  -0,8% 
EUR/CHF          0,9146    +0,1%   0,9134     0,9121  -1,9% 
EUR/GBP          0,8736    -0,0%   0,8740     0,8748  +0,2% 
USD/JPY          154,92    -0,0%   154,93     154,94  -1,2% 
GBP/USD          1,3484    -0,1%   1,3494     1,3451  +0,2% 
USD/CNY          6,9218    -0,1%   6,9311     6,9313  -1,4% 
USD/CNH          6,8882    -0,1%   6,8984     6,8993  -1,1% 
AUS/USD          0,7063    -0,3%   0,7082     0,7055  +6,2% 
Bitcoin/USD       66.445,85    -1,8% 67.671,50   66.154,70 -23,8% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          66,65    66,48   +0,3%      0,17 +15,8% 
Brent/ICE          71,93    71,76   +0,2%      0,17 +17,7% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.163,21   5.107,89   +1,1%     55,33 +18,2% 
Silber           86,92    84,65   +2,7%      2,28 +18,7% 
Platin          1.854,58   1.829,65   +1,4%     24,93  +4,4% 
Kupfer            5,81     5,84   -0,5%     -0,03  +3,4% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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February 23, 2026 07:57 ET (12:57 GMT)

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