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MÄRKTE USA/Schwach - Zoll-Unsicherheit befeuert Rückzug aus Aktien

DJ MÄRKTE USA/Schwach - Zoll-Unsicherheit befeuert Rückzug aus Aktien

DOW JONES--Neue Zoll-Unsicherheiten veranlassen Anleger zum Rückzug aus den US-Aktienmärkten. Die Indizes rutschen im Verlauf des Montagshandels tiefer in negatives Terrain. Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am Freitag die globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump für unrechtmäßig erklärt hatte, verhängte Trump im Anschluss neue Zölle. Er beruft sich nun auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 und erhebt einen globalen Basiszoll von 15 Prozent, der zunächst 150 Tage eingesetzt werden kann, um außenwirtschaftliche Ungleichgewichte zu korrigieren. Der Dow-Jones-Index fällt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 1,5 Prozent auf 48.885 Punkte. Der S&P-500 zeigt sich 1,1 Prozent niedriger, und der Nasdaq-Composite büßt 1,2 Prozent ein.

"Das fügt der Zollgeschichte eine neue Ebene der Unsicherheit hinzu. Wenn die Zoll-Politik diesen Weg weitergeht, könnten wir Ende des Jahres durchaus wieder vor dem Obersten Gerichtshof stehen", sagt Michael Landsberg, Chief Investment Officer bei Landsberg Bennett Private Wealth Management. Volkswirte der Deutschen Bank weisen darauf hin, dass der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Sonntag zu verstehen gegeben habe, dass bereits vereinbarte Handelsabkommen in Kraft bleiben und nicht dem neuen höheren Zollsatz unterliegen würden.

Konjunkturseitig ging der Auftragseingang der Industrie im Dezember verglichen mit dem Vormonat um 0,7 Prozent zurück. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,2 Prozent vorhergesagt. Der Chicago Fed National Activity Index erreichte im Januar einen Stand von plus 0,18. Im Dezember hatte er bei minus 0,21 gestanden. Die Berichtssaison legt derweil eine Pause ein. Das Highlight dürften die Ergebnisse von Nvidia für das vierte Quartal sein, die am Mittwoch nach Handelsende bekannt gegeben werden. Allgemein wird mit neuerlichen Rekordzahlen gerechnet. Doch im Fokus stehen der Ausblick sowie die Investitionen. Zuletzt hatten bei anderen großen Technologie-Konzernen vor allem die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI) für Abgabedruck gesorgt. Die Aktie gewinnt 0,7 Prozent.

Für die Aktie von Eli Lilly geht es um 4,5 Prozent nach oben. Auslöser ist die Nachricht, dass der experimentelle Gewichtssenker CagriSema von Novo Nordisk in einer direkten klinischen Studie nicht den Erfolg des Eli-Lilly-Präparats Zepbound übertreffen konnte.

Merck & Co (+1%) wird seinen Geschäftsbereich Humanmedizin in zwei Sparten aufteilen. Eine davon wird die Krebs-Medikamente umfassen, darunter auch das Blockbustermedikament Keytruda. Die zweite Sparte - der Geschäftsbereich Specialty, Pharma and Infectious Diseases - wird die anderen Produkte verkaufen, darunter den HPV-Impfstoff Gardasil, das Diabetes-Medikament Januvia und neuere Produkte wie das Lungenmittel Winrevair.

Arcellx haussieren um 77,6 Prozent auf 113,86 Dollar. Gilead Sciences gab bekannt, das Biotechnologieunternehmen für 115 Dollar pro Aktie in bar zu kaufen, was einem impliziten Eigenkapitalwert von 7,8 Milliarden Dollar entspricht. Die Investoren von Arcellx erhalten außerdem nicht übertragbare bedingte Wertrechte von bis zu 5 Dollar pro Aktie. Die Aktien von Gilead fallen um 1 Prozent.

Der Dollar gibt leicht nach. Der Dollar-Index verliert 0,2 Prozent. Die Entscheidung des Supreme Court, die meisten Zölle von Präsident Trump zu kippen, sei negativ für den Dollar, da sie politische Unsicherheit schaffe, schreibt Derek Halpenny von der MUFG Bank. Die Trump-Regierung könne zudem angesichts des Rückschlags bei den Zöllen ihren Wunsch nach einem schwächeren Dollar stärker vorantreiben, um die Exporte anzukurbeln, meint er.

Der Goldpreis klettert über die Marke von 5.200 Dollar je Feinunze. Aktuell gewinnt er 2,1 Prozent auf 5.213 Dollar. Der neue Zoll von US-Präsident Trump in Höhe von 15 Prozent habe den Dollar nachgeben lassen, was die Kauflaune beflügelt, so die Analysten von ANZ. "Dies wurde durch die Aussicht begünstigt, dass das US-Finanzministerium die von den Importeuren gezahlten Abgaben erstatten muss." Zudem hält die Unsicherheit über die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Märkte weiterhin in Atem und stützt die Nachfrage nach "sicheren Häfen".

Die Ölpreise pendeln zwischen leichten Gewinnen und Verlusten. Die Notierungen für Brent und WTI tendieren aktuell kaum verändert. Hier drücken Nachrichten über eine neue Runde von Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran und die wachsende Unsicherheit über die Zölle von Präsident Trump, heißt es.

Die Notierungen am Anleihemarkt legen zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere verliert im Gegenzug 4 Basispunkte auf 4,03 Prozent.

=== 
INDEX     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     48.884,93  -1,5  -741,04    49.625,97 
S&P-500    6.837,07  -1,1   -72,44    6.909,51 
NASDAQ Comp 22.618,43  -1,2  -267,64    22.886,07 
NASDAQ 100  24.692,52  -1,3  -320,10    25.012,62 
 
DEVISEN    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
EUR/USD     1,1804  +0,2   0,0024     1,1780 
EUR/JPY     182,17  -0,3  -0,4800     182,65 
EUR/CHF     0,9131  -0,1  -0,0008     0,9139 
EUR/GBP     0,8734  -0,1  -0,0007     0,8741 
USD/JPY     154,3  -0,5  -0,7500     155,05 
GBP/USD     1,351  +0,2   0,0028     1,3482 
USD/CNY     6,908  +0,1   0,0070     6,9080 
USD/CNH     6,8871  -0,1  -0,0090     6,8961 
AUS/USD     0,7062  -0,3  -0,0021     0,7083 
Bitcoin/USD 65.388,51  -3,3 -2.218,38    67.606,89 
 
ROHOEL     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    66,46  -0,0   -0,02      66,48 
Brent/ICE    71,71  -0,1   -0,05      71,76 
 
Metalle    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     5.212,59  +2,1   109,10    5.103,49 
Silber      86,98  +2,9    2,41      84,57 
Platin    2.143,72  -0,6   -12,83    2.156,55 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

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February 23, 2026 12:02 ET (17:02 GMT)

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