KIEW (dpa-AFX) - Zum vierten Jahrestag der Invasion Russlands in die Ukraine werden an diesem Dienstag EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa in Kiew erwartet. Die beiden EU-Spitzen wollen mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs an einer Gedenkzeremonie teilnehmen und ihre Solidarität mit der Ukraine bekunden. Zudem ist geplant, dass sie sich vor Ort ein Bild von den Zerstörungen an ukrainischer Energieinfrastruktur durch russische Raketenangriffe machen.
Überschattet wird der Besuch allerdings von einer Blockade von neuen Russland-Sanktionen durch Ungarn und die Slowakei. Ungarn hat zudem auch ein Veto gegen eine EU-Entscheidung eingelegt, die wichtige Finanzhilfen für die Ukraine ermöglichen soll. Insgesamt geht es dabei um 90 Milliarden Euro, von denen 60 Milliarden Euro konkret für den Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland bestimmt sind.
Gedenken auch in Deutschland
Auf internationaler Ebene organisieren der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer zum Jahrestag eine Videoschalte der sogenannten Koalition der Willigen, zu der auch Deutschland gehört. An ihr wollen auch die in Kiew versammelten Spitzenpolitiker teilnehmen.
In Deutschland erinnern Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Außenminister Johann Wadephul bei einem ökumenischen Friedensgebet in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin an den Krieg und die Hunderttausenden Toten und Verletzten. Für den Abend ist ebenfalls in der Hauptstadt am Brandenburger Tor eine Solidaritätskundgebung für die Ukraine geplant. Ähnliche Aktionen gibt es auch in anderen Städten, darunter Bremen, Stuttgart, München und Köln./aha/DP/jha
