WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat die anvisierte Erhöhung von Verteidigungsausgaben innerhalb der Nato als seinen Verdienst verbucht. Die Nato-Länder, "unsere Freunde und Verbündeten", hätten auf seine dringende Bitte hin zugestimmt, fünf Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) für militärische Verteidigung auszugeben, sagte Trump in seiner Rede zur Lage der Nation vor beiden Kammern des US-Parlaments im Kapitol in Washington.
Beim Nato-Gipfeltreffen Ende Juni vergangenen Jahres wurde unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und dem Druck Trumps vereinbart, künftig mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des nationalen BIP in Verteidigung zu investieren. Hinzukommen sollen dann noch einmal 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben - beispielsweise für Infrastruktur. Insgesamt soll so spätestens ab 2035 jährlich eine Quote von fünf Prozent erreicht werden. Zuvor lag das Ziel bei zwei Prozent.
Trump hatte die Nato-Partner lange zu einer drastischen Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben gedrängt. Er drohte mit einer Reduzierung des US-Beistandes, sollten die Verbündeten dafür nicht fünf Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes aufwenden./fsp/DP/zb
