WASHINGTON (dpa-AFX) - Fast zwei Monate nach der Festnahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Präsident Donald Trump das südamerikanische Land als Verbündeten bezeichnet. "Wir haben von unserem neuen Freund und Partner, Venezuela, gerade mehr als 80 Millionen Barrel Öl erhalten", sagte er in seiner Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress in Washington.
Noch bis vor Kurzem war das Verhältnis zwischen den USA und Venezuela extrem angespannt. Anfang Januar nahm das US-Militär Maduro und dessen Ehefrau in der Hauptstadt Caracas gefangen und brachte sie außer Landes. Beide befinden sich inzwischen in New York, wo ihnen wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden soll.
Trump will die riesigen Ölvorkommen Venezuelas nun zugunsten der USA nutzen. Dazu gehört aktuell auch die Kontrolle über den Rohöl-Verkauf. Kritiker werfen der US-Regierung vor, das inzwischen von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez geführte Land wie eine Kolonie zu gängeln./dde/DP/zb
